Thrombose: Gefahr im Flugzeug
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Lange Flugreisen sind purer Stress für Ihre Beine. Das „Economy class syndrome“ – stundenlanges eingequetschtes Verharren in besonders engen Sitzen – macht den Venen zu schaffen und erhöht die Thrombosegefahr. Frauen sind besonders gefährdet.
Die internationalen Flugfirmen geraten zunehmend unter Druck: Nachdem im Herbst vergangenen Jahres eine junge Touristin aus England während eines Fluges von Sydney nach London den Folgen einer Thrombose erlag, werden die Rufe nach mehr Bewegungsfreiheit für die Beine im Flugzeug immer lauter. Vor allem in der beliebten, weil preiswerten Economy-Class – der „Holzklasse“ – müsse der Sitzkomfort der Gesundheit zuliebe dringend erhöht werden, sagen die Kritiker.
Fast 15 Millionen Deutsche – knapp ein Viertel unserer Bevölkerung – steigen jährlich ins Flugzeug um für die angeblich schönsten Wochen des Jahres ans Urlaubsziel zu gelangen. Dabei nehmen sie oft acht und mehr Stunden Flug in zusammen gequetschter Haltung in Kauf. Das stundenlange Sitzen, der niedrige Luftdruck und die geringe Luftfeuchtigkeit wirken sich ungünstig auf die Beinvenen aus.
Sie weiten sich, der Blutdruck wird langsamer, die Gefahr einer Thrombose erhöht sich. Auch diejenigen, die sonst keine Probleme mit den Venen haben, reagieren mit angeschwollenen und schweren Beinen. Frauen sind davon wesentlich stärker betroffen.