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Anti-Thrombose-Übungen

Die Übungen sind besonders empfehlenswert bei eingeschränkter Gehfähigkeit und auf Reisen im Flugzeug oder im Bus. Sie verhindern ein Versacken des Bluts in den Beinen. Führen Sie die Übungen möglichst stündlich je 15-mal hintereinander aus.

1. Stellen Sie Ihre Füße schulterweit auseinander und drücken Sie mit Ihren Handrücken von innen fest gegen Ihre Oberschenkel, während Sie mit diesen nach innen drücken. Halten Sie den Druck ca. 5 Sekunden.

Wiederholen Sie die Übung, indem Sie mit Ihren Händen von außen gegen Ihre Oberschenkel drücken, während Sie mit diesen Gegendruck nach außen ausüben.

2. Heben Sie Ihre Zehenspitzen an, während Ihre Ferse auf dem Boden bleibt. Drehen Sie Ihre Fußinnenseite in die Mitte und ziehen Sie sie dabei hoch. Anschließend drehen Sie Ihre Fußaußenseite nach und ziehen sie hoch.

3. Heben Sie abwechselnd Fersen und Zehen beider Füße an.

4. Heben Sie gleichzeitig Ihre Fußspitzen an, während Ihre Fersen auf dem Boden bleiben. Rollen Sie langsam Ihre Füße ab, bis Sie auf den Zehenspitzen stehen.

5. Schieben Sie Ihre Füße abwechselnd mit aufgesetzter Sohle auf dem Boden vor, so weit Sie können, und dann wieder zurück.

6. Stemmen Sie Ihre Fersen auf den Boden und ziehen Sie Ihre Zehen so fest Sie können hoch. Halten Sie diese Spannung ca. 3 Sekunden und drücken Sie dann Ihre Zehen ebenfalls für 3 Sekunden fest auf den Boden.

7. Setzen Sie sich gerade und stellen Sie Ihre Füße parallel auf den Boden. Spannen Sie Ihr Gesäß an und heben Sie sich leicht aus dem Sessel, ohne aufzustehen. Halten Sie die Spannung ca. 3 Sekunden.

Vitamin-E schützt vor Thrombosen

Wissenschaftler der Harvard Universität in Boston/USA haben nachgewiesen, dass Sie durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin-E-Präparaten Ihr Thromboserisiko senken können.

In einer Studie verabreichten sie 40.000 Frauen im Alter über 45 Jahren entweder jeden zweiten Tag 600 Int. Einh. des Vitamins oder ein Scheinpräparat (Placebo).

Innerhalb von zehn Jahren trat bei 269 Frauen aus der Kontrollgruppe, aber nur bei 217 Frauen aus der Vitamin E-Gruppe eine Thrombose (z. B. in den Beinvenen oder in Form einer Lungenembolie) auf.

Das entspricht einer fast 30 %igen Senkung des Risikos. Die Ergebnisse wurden im September 2007 in der Fachzeitschrift Circulation vorgestellt.

Das Vitamin verringert die Gerinnungsneigung des Blutes, weil es die Neigung der Blutplättchen (Thrombozyten) herabsetzt, sich mit den fädigen Fibrin-Molekülen zu verbinden.

Die Fibrin-Fäden schnüren die Blättchen normalerweise zu einem festen Pfropf zusammen, der die Aufgabe hat, Gefäßverletzungen zu verschließen. Allerdings können durch diesen Prozess auch gefährliche Thrombosen ausgelöst werden, und das Gefäß wird komplett verschlossen.

Vor allem wenn bei Ihnen bereits Thrombosen aufgetreten sind oder die Blutverklumpungen in Ihrer Familie gehäuft vorkommen, sollten Sie mit Vitamin E vorbeugen.

In der Gruppe mit solchen Vorbelastungen war der Schutzeffekt des Vitamins mit 44 % nämlich noch deutlich besser.

5 Mythen über Kompressionsstrümpfe

  1. Mythos „Kompressionsstrümpfe sind unbequem“: Dies gilt nicht für alle Strümpfe. Aufgrund seines sehr hohen Mikrofaseranteils von rund 50 Prozent fühlt sich z.B. der VenoTrain® besonders weich und anschmiegsam auf der Haut an. Durch die digitale Vermessung der Beinform im Sanitätshaus sitzt der Strumpf ideal und komfortabel.
  2. Mythos „Kompressionsstrümpfe quetschen die Beine ab“: Normalerweise liegen die Strümpfe wie eine zweite Haut auf den Beinen. Wurden sie allerdings nicht korrekt angemessen oder ist die Kompressionsklasse falsch gewählt, können sich die Strümpfe am Bein unangenehm anfühlen. Das sollte dann in einem Sanitätshaus überprüft werden.
  3. Mythos „Kompressionsstrümpfe sind schlecht für die Haut“: Der VenoTrain® micro balance beispielsweise ist der erste Kompressionsstrumpf mit integrierter Hautpflege (wertvolle Pflegesubstanzen auf natürlicher Basis, z.B. Urea, Extrakte der Tiare-Blume und Vitamin E). Er eignet sich besonders für Kompressionsstrumpfträger mit empfindlicher und zu Austrocknung neigender Haut. Trockene, schuppige Haut, Spannungsgefühle und Juckreiz werden vermieden.
  4. Mythos „Durch Kompressionsstrümpfe schwitzt man sehr“: Mikrofasern sorgen für einen optimalen Feuchtigkeits- und Temperaturausgleich auf der Haut. Die Strümpfe sind so auch im Sommer und beim Sport angenehm zu tragen.
  5. Mythos „Kompressionsstrümpfe sind kompliziert anzuziehen“: Im Sanitätshaus gibt man Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie den Strumpf am besten anlegen: Den Kompressionsstrumpf nach links umschlagen bis das Fersenteil sichtbar wird, das Fußteil verbleibt im Strumpf. Das Fußteil dann bis über Spann und Ferse ziehen, so dass der Strumpf am Fuß gut sitzt. Anschließend den Kompressionsstrumpf in handbreiten Abschnitten weiter nach oben anlegen. Idealerweise sollte man die Kompressionsstrümpfe direkt nach dem Aufstehen anziehen. Dann sind die Füße und Beine noch nicht angeschwollen.
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