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Das müssen sie über Thrombose wissen

Eine Thrombose ist der vollständige oder teilweise Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel aus Blutplättchen, dem Gerinnungsstoff Fibrin sowie teilweise auch roten und weißen Blutkörperchen. Von Thrombosen sind am häufigsten die Venen befallen, da hier das Blut langsamer fließt als in den Arterien. Bevorzugt treten die Gefäßverschlüsse an den tiefen Bein- oder Beckenvenen auf, sie können allerdings auch in oberflächlichen Venen entstehen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Thrombose: Definition und Entstehung
  2. Risikofaktoren
  3. Symptome: Was ist zu tun?
  4. Therapiemöglichkeiten
  5. Beugen Sie vor!

Thrombose© Sebastian Kaulitzki – Fotolia

Thrombose: Definition und Entstehung

Die Bestandteile des Blutes, die für das Fließen des Blutes und die Gerinnungsfähigkeit beispielsweise bei Verletzungen verantwortlich sind, befinden sich normalerweise im Gleichgewicht. Verschiedene Faktoren können dieses Gleichgewicht zugunsten einer erhöhten Gerinnungsaktivität des Blutes verändern: Erbliche Veranlagungen (Thrombophilie), Krebserkrankungen, die Einnahme der Anti-Baby-Pille (besonders gefährdet sind Raucherinnen) sowie andere Faktoren können dazu führen, dass sich ein Blutpfropf (Thrombus) in der Vene bildet.

Diese Erscheinung wird als Thrombose bezeichnet. Ein Blutpfropf in den tiefen Venen der Beine oder im Beckenbereich ist eine Phlebothrombose. Thrombosen sind ein ideales Beispiel dafür, wie ein lebensnotwendiger Schutzmechanismus unseres Körpers sich plötzlich ins Gegenteil verkehren und gefährlich werden kann. Denn eigentlich ist die Blutgerinnung eine wichtige Fähigkeit des Körpers: Die Gerinnungsfaktoren werden immer dann aktiviert, wenn dem Körper ein großer Blutverlust droht. Zusammen mit den Blutplättchen (Thrombozyten) sind sie dafür verantwortlich, dass eine Wunde so schnell wie möglich geschlossen wird. Wenn dieser Vorgang allerdings gestört wird, kann sich ein solcher Verschluss auch innerhalb einer Vene bilden.

Risikofaktoren

Verschiedene Faktoren können zur Thrombose führen. Das sind unter anderem:

  • Operationen: Während jeder Operation setzt der Körper von selbst die Blutgerinnung in Gang. Damit sich keine Thrombosen bilden, müssen Sie schon vor einer Operation Thrombosestrümpfe anziehen und erhalten blutverdünnende Medikamente.
  • Anti-Baby-Pille: Sie enthält Hormone, die auf die Blutgerinnung einwirken. Zudem verändern sich durch die Pille die Fließeigenschaften des Blutes, die Druckverhältnisse der Blutgefäße und die Venenwände.
  • Schwangerschaft: In dieser Zeit verändert sich das Bindegewebe und die Venenwände verlieren an Elastizität. Zudem drückt die Gebärmutter in den letzten Monaten einer Schwangerschaft auf die Venen des Bauches. Das Blut wird dann in den Beinvenen gestaut, sodass sich Krampfadern und Thrombosen entwickeln können.
  • Übergewicht: Jedes Pfund Fett zu viel auf den Rippen erhöht den Druck auf die Venen im Bauchraum. Dadurch erhöht sich auch der Druck auf die Venen in den Beinen. Es bildet sich hier ein Blutstau mit den bekannten Folgen.
  • Krankheiten: Ein hoher Cholesterinspiegel, hoher Blutdruck oder Diabetes sind die Ursache für Ablagerungen an den Gefäßwänden, die ebenfalls die Thrombosegefahr erhöhen.
  • Langstreckenflüge: Die Venen dehnen sich aus, weil der Luftdruck in der Kabine niedriger ist. Dadurch wird auch der Blutfluss langsamer, die Gefahr einer Blutgerinnung größer. Durch die Sitzhaltung über längere Zeit sind die Venen in Leisten- und Kniegegend während des ganzen Fluges abgeknickt. Noch ein Hindernis, dass Ihr Blut nur langsam überwinden kann und das die Gefahr einer Thrombosebildung erhöht.

So senken Sie Ihr Thromboserisiko

  • Trinken Sie täglich mindestens zwei Liter reine Flüssigkeit, um die Fließeigenschaften Ihres Bluts zu verbessern.
  • Schlagen Sie beim Sitzen die Beine nicht übereinander, um die Venen nicht abzudrücken.
  • Vermeiden Sie langes Sitzen und gehen Sie auch beim Telefonieren öfter auf und ab.
  • Machen Sie bei längerem Sitzen regelmäßig Venengymnastik zur Aktivierung des Blutflusses.
  • Überdenken Sie Ihren Venen zuliebe genau, ob Sie sich etwa in den Wechseljahren für eine Hormontherapie entscheiden.
  • Tragen Sie bei längerem Sitzen und auf Langstreckenreisen Kompressionsstrümpfe.
  • Meiden Sie Alkohol, da er durch seine entwässernde Wirkung das Blut eindickt.
  • Bauen Sie eventuelles Übergewicht ab, da es die Venen belastet.
  • Lassen Sie Erkrankungen wie Diabetes und Herzschwäche frühzeitig behandeln.
  • Vermeiden Sie stark einschnürende Kleidung, die den Blutfluss einschränkt.
  • Lassen Sie eventuelle Krampfadern rechtzeitig behandeln.

Symptome: Was ist zu tun?

Anfänglich treten Schmerzen und/oder ein Spannungs- und Schweregefühl meist in der Wadengegend auf. Im weiteren Verlauf ist häufig eine leichte Schwellung und leicht bläuliche Verfärbung des Beines feststellbar. Der Schmerz bessert sich in der Regel, wenn das Bein hochgelagert wird. Stellen Sie solche Erscheinungen fest, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen, denn eine Thrombose kann lebensgefährliche Folgen haben. Löst sich der Blutpfropf und wird mit dem Blutstrom in die Lunge geschwemmt, kann es zu einer tödlichen Lungenembolie kommen.

Rufen Sie bei diesen Symptomen sofort den Notarzt (Tel. 112):

  • stärkster, peitschenartiger Schmerz im betroffenen Bein
  • starke Blässe und Überwärmung des Beins
  • Blauverfärbung oder rötliche Verfärbung der Gliedmaße
  • Druckschmerz an der Innenseite des Fußes und unter der Fußsohle
  • Pulsausfall
  • Schmerzen in der Wade beim Beugen des Fußes
  • ggf. ausstrahlender Schmerz in den unteren Rücken (bei Beckenvenenthrombose)
  • Kribbeln, Taubheits- oder Schweregefühl
  • Lähmung
  • Kreislaufschock mit Herzrasen, evtl. Bewusstlosigkeit
  • vermehrte oberflächliche Venen (Umgehungskreislauf)

Typisch für eine Thrombose ist, dass die Beschwerden nur einseitig auftreten. Die ersten Beschwerden bessern sich noch, wenn Sie das betroffene Bein bzw. den Arm hochlegen. In 50 Prozent der Fälle können die warnenden Vorzeichen jedoch fehlen. Lassen Sie bis zum Eintreffen des Arztes das betroffene Bein so tief wie möglich (z. B. vom Sofa) herunterhängen, damit möglichst viel Blut über Nebengefäße ins Gewebe strömen kann.

Therapiemöglichkeiten

Bei der Beseitigung eines Gerinnsels aus den Venen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Früher wurde entweder operiert oder das Gerinnsel wurde mit einem aggressiven Medikament aufgelöst. Dies ging aber nur, wenn es sich um ein recht junges Gerinnsel handelte. Ältere Gerinnsel, die schon verschorft sind, bleiben bei dieser Methode an der Gefäßwand haften und zerstören die Venenklappen.

Mittlerweile haben Wissenschaftler einen neuartigen Ultraschall-Katheter entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Ultraschallkopf, der auf einem Führungsdraht sitzt. Durch zwei kleine Löcher im Leistenbereich wird er in die betroffene Vene geschoben, wo er durch seine Ultraschallwellen das Gerinnsel in winzige Teile zerlegt, die dann mit dem Blutstrom abtransportiert und vom Körper über die Niere ausgeschieden werden. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es sehr schnell geht: Im Gegensatz zu einer medikamentösen Auflösung des Gerinnsels, die mehrere Tage dauert, braucht Ihr Arzt bei der Ultraschallmethode nur ungefähr eine Viertelstunde.

Behandlung mit Marcumar

Marcumar verwendet man seit über 50 Jahren zur Behandlung von erhöhter Gerinnselbildung. Es ist der wichtigste Gerinnungshemmer im klinischen Einsatz. Obwohl es häufig als Blutverdünner bezeichnet wird, zeigt Marcumar in Wirklichkeit keine solche Wirkung. Vielmehr senkt Marcumar die Gerinnungsfähigkeit des Blutes indirekt, indem es in den komplizierten Mechanismus der Blutgerinnung des menschlichen Körpers eingreift. Es verhindert, dass sich im Körper mit Hilfe von Vitamin K bestimmte Blutgerinnungsfaktoren bilden. Daher dauert es Tage, bis Marcumar die Aktivität dieser Gerinnungsfaktoren im Blut auf das gewünschte Maß reduziert hat.

Marcumar zählt zu den Medikamenten, die innerhalb eines engen Dosisbereichs Anwendung finden müssen. Das bedeutet, dass der Patient einen sicheren Dosierungsbereich einhalten muss, um toxische Nebenwirkungen zu verhindern. Zu viel Marcumar im Blut vergrößert das Risiko von Blutungen. Ein zu niedriger Spiegel erhöht das Risiko der Gerinnselbildung. Daher benötigt jeder Patient einen individuellen Therapieplan. Um die Marcumardosis in diesem sicheren Dosisbereich zu halten, unterziehen Mediziner das Blut der Patienten einer speziellen Untersuchung (Prothrombinzeit-Test oder Quick-Test). Dieser Test bestimmt die Zeit, die das Blut bis zur Gerinnung benötigt. Den Quick-Test führen die Ärzte regelmäßig durch, zu Beginn der Behandlung ein- bis zweimal die Woche, später alle vier bis sechs Wochen. Wenn der Arzt die Dosierung eines Medikaments ändert, sollten die Patienten ihr Blut untersuchen, um die Auswirkung dieser Änderung festzustellen.

Ximelagatran

Das neue orale Antikoagulans Ximelagatran hemmt im Blut ein Protein (Thrombin), welches die Blutgerinnung anregt. Es ist der erste Wirkstoff einer neuen oral verabreichten Wirkstoffklasse, der „direkten Thrombin-Inhibitoren“. In den bisherigen Untersuchungen schneidet Ximelagatran vergleichbar wie Marcumar ab. Die beiden Medikamente unterscheiden sich im Komfort bei der Anwendung. Ximelagatran wirkt innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme und kann in vorhersagbaren Dosen eingenommen werden.

Des Weiteren erfordert dieses Medikament keine regelmäßigen Tests des Gerinnungsverhalten des Bluts. Es scheint keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Lebensmitteln zu haben. Ein möglicher Nachteil von Ximelagatran könnte sein, dass es bei einigen Menschen Leberfunktionsstörungen verursacht. Die Abweichungen in den Leberfunktionstests treten jedoch vorübergehend auf. Patienten nehmen den Wirkstoff zweimal täglich ein, Marcumar einmal täglich.

Beugen Sie vor!

Eine Studie, bei der 30.000 Personen über 45 Jahre fünf Jahre lang beobachtet wurden, ergab, dass sich das Thromboserisiko selbst bei Menschen mit Neigung zur Thrombosenbildung durch einige einfache Maßnahmen um über 40 Prozent senken lässt:

  • ausreichende Bewegung, viel Laufen
  • Verzicht auf das Rauchen
  • gesunde und ausgewogene Ernährung
  • eventuell vorhandenes Übergewicht auf das Normalgewicht reduzieren
  • Überwachung des Blutzuckerspiegels
  • Überwachung und ggf. Korrektur des Blutdrucks
  • Überwachung der Cholesterinwerte und ggf. cholesterinarme Ernährung

Als die wichtigsten Faktoren zur Minderung eines Thromboserisikos wurden von der Studie regelmäßige und ausreichende Bewegung und das optimale Körpergewicht benannt.

Schon kleine Gehphasen helfen viel

Forscher der Indiana University haben untersucht, wie sich kurze Gehphasen auf die Gesundheit und vor allem auf das Thromboserisiko auswirken. Sie ließen Männer zwischen 20 und 35 Jahren zwei verschiedene Tests durchlaufen. Zum einen mussten sie drei Stunden sitzen, ohne die Beine zu bewegen. Dabei wurden nach einer Stunde Blutdruck und Funktion der Oberschenkelarterie gemessen, um zu beurteilen, wie gut der Blutfluss ist.

Zum anderen mussten die Männer zwar wieder drei Stunden sitzen, aber alle 30 Minuten fünf Minuten gehen. Auch hier wurden Blutdruck und Blutfluss kontrolliert. Es zeigte sich, dass schon das einstündige Sitzen den Blutfluss um bis zu der Hälfte verringern kann. Und die Forscher fanden ebenfalls heraus, dass schon die fünfminütigen Gehphasen helfen, diesem vorzubeugen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Durch das tägliche Trinken großer Mengen an Flüssigkeit (mindestens zweieinhalb Liter) führen Sie eine entscheidende Besserung der Fließeigenschaften des Blutes herbei, da sich das Blutvolumen erhöht. Selbstverständlich sind damit keine alkoholhaltigen Getränke gemeint.

Gehen Sie sparsam mit kalorienreichen Getränken wie Vollmilch um; Magermilch reicht aus. Schwarzen Tee und Bohnenkaffee sollten Sie in geringen Mengen trinken. Wählen Sie Getränke, die Ihnen gut schmecken, zum Beispiel Obstsäfte, Tomaten- oder Gemüsesaft, Kräutertees, Mineralwasser mit einem Schuss Zitronensaft und Ähnliches.

Hautfaltentest

Heben Sie zwischen Zeigefinger und Daumen vom Handrücken der anderen Hand eine Hautfalte an, drücken Sie sie fest zusammen und lassen Sie sie dann los. Glättet sich die Haut rasch, leidet Ihr Organismus nicht an Flüssigkeitsmangel. Bleibt die Hautfalte länger sichtbar stehen, ist das ein Hinweis darauf, dass es Ihrem Körper an Flüssigkeit fehlt und mit großer Wahrscheinlichkeit Ihr Blut zu dick ist. Trinken Sie ab sofort mehr.

Pflanzliche Wirkstoffe

Täglich eine frische Knoblauchzehe reicht zur Vorbeugung gegen „dickes” Blut aus. Wenn Ihr Blutfluss beeinträchtigt ist und eventuell weitere Risikofaktoren für Herzinfarkt oder Schlaganfall vorliegen, sollten Sie die tägliche Knoblauchdosis auf 600 bis 900 Milligramm Knoblauchpulver erhöhen (erhältlich in der Apotheke). Achten Sie auf das Verfallsdatum des Pulvers. Die wertvollen Inhaltsstoffe verlieren durch lange Lagerung ihre Wirkung.

Bei bestehender erhöhter Blutviskosität und Durchblutungsstörungen im Gehirn empfehlen Experten die Einnahme von 120 Milligramm Ginkgo-Extrakt täglich in Form von Filmtabletten oder Tropfen, verteilt auf drei Dosen. Ist die Durchblutung der Blutgefäße in den Beinen gestört (periphere Arterienverkalkung, „Schaufensterkrankheit”), sind höhere Dosen sinnvoll. Beraten Sie sich in dem Fall mit Ihrem Arzt oder Therapeuten. Ginkgo-Präparate erhalten Sie rezeptfrei in der Apotheke.

Fettsäuren aus Fischöl

Fischöl können Sie in Form von Kapseln einnehmen, die Sie in der Apotheke erhalten. Eine Selbstbehandlung mit hochdosiertem Fischöl ist nicht zu empfehlen, weil seine Wirkungen stark ausgeprägt sind. Aus diesem Grund ist eine regelmäßig Kontrolle des Therapieerfolgs durch einem Arzt oder Therapeuten ratsam.

Zur Vorbeugung reicht es aus, wenn Sie mindestens zweimal in der Woche eine Fischmahlzeit verzehren. Hier müssen Sie keine nachteiligen Nebenwirkungen befürchten. Besonders reich an Fischöl sind Kaltwasserfische wie Hering, Makrele und Lachs. Die antithrombotische Wirkung des Fischöls können Sie effektiv unterstützen, wenn Sie gleichzeitig die Aufnahme gesättigter Fettsäuren (vor allem in tierischem Fett enthalten) auf ein Minimum einschränken.

Körperliche Aktivität

Eine der einfachsten Vorbeugungsmöglichkeiten gegen „zu dickes“ Blut ist regelmäßige körperliche Aktivität. Sie müssen sich dazu nichts Besonderes einfallen lassen. Es reicht, wenn Sie dreimal wöchentlich 20 Minuten zügig spazierengehen oder laufen.

Sie sollten dabei mindestens für kurze Zeit ins Schwitzen geraten, dann haben Sie die richtige Dosis der körperlichen Belastung getroffen. Übrigens müssen Sie nicht 20 Minuten am Stück laufen! Legen Sie eine Pause ein, wenn Ihnen danach ist. Der Effekt der Bewegung bleibt erhalten.

Vorbeugende Gymnastik

Die beste Vorbeugung gegen eine Thrombose ist regelmäßige Venengymnastik. Im Folgenden finden Sie einige Laufübungen, die Sie immer wieder zwischendurch praktizieren können – auf dem Weg vom Schlafzimmer in die Küche früh morgens zum Beispiel oder unterwegs zum Büro.

  • Heben Sie beim Gehen das angewinkelte linke und rechte Bein abwechselnd so stark an, dass Sie im Storchengang laufen. Strecken Sie dabei den Fuß durch, sodass Fuß und Schienbein fast eine Linie bilden. Wenn Sie den Fuß wieder absetzen, rollen Sie ihn von den Zehen zur Ferse ab.
  • Stellen Sie sich mit geschlossenen Füßen hin. Gehen Sie nun auf der Stelle, wobei Sie abwechselnd den linken und dann den rechten Fuß auf die Zehenspitzen stellen.
  • Gehen Sie langsam und rollen Sie dabei den Fuß von der Ferse bis zu den Zehenspitzen ab.
  • Setzen Sie sich mit geradem Rücken auf einen Stuhl. Nun stellen Sie den rechten Fuß zunächst auf die Zehenspitzen, dann auf die Ferse. Steigern Sie nach und nach Ihr Tempo; danach nehmen Sie den linken Fuß. Wenn Sie geübt sind, machen Sie die Übung mit beiden Füßen gleichzeitig.

So schützen Sie sich bei langen Autofahrten

Nicht nur bei Flugreisen droht den Venen Gefahr, auch bei langen Strecken im Auto oder Bus kann eine Reisethrombose auftreten. Mit diesen Ratschlägen kommen Sie gesund an:

  • Planen Sie die Fahrt als Teil Ihres Urlaubs ein. Wer sich mit dem Vorsatz „in zwölf Stunden sind wir in Spanien“ hinters Lenkrad klemmt, tut weder sich und seinen Mitreisenden noch seiner Venengesundheit einen Gefallen. Planen Sie stattdessen ausreichend Pausen ein, bewegen Sie sich, machen Sie Dehn- und Lockerungsgymnastik. Fahren Sie nicht länger als sechs bis acht Stunden am Tag, sondern planen Sie eine oder mehrere Übernachtungen an reizvollen Orten ein. Tragen Sie bequeme, nicht einschnürende Kleidung und Schuhe.
  • Machen Sie sich zur Gewohnheit: Alle zwei Stunden 15 Minuten Pause. Laufen Sie, räkeln Sie sich, wippen Sie mit den Füßen. Das bringt nicht nur Ihren Kreislauf in Schwung, sondern macht Sie fit für die nächste Etappe.
  • Wenn Sie nicht fahren: Befreien Sie sich von Ihren Schuhen, kreisen Sie mit den Füßen, ziehen Sie die Zehen wechselseitig an und strecken Sie sie wieder von sich.
  • Auch gesunde Beine sind für eine Unterstützung der Venenpumpe dankbar, beispielsweise durch Kompressionstrümpfe der Klasse I (Sanitätshaus).
  • Wenn Sie Aspirin vertragen: Nehmen Sie vor Fahrtbeginn eine Tablette (500 mg) ein. Aspirin unterbindet das Verklumpen der Blutplättchen und beugt so einer Thrombose vor.

Blutegel verbessern die Fließeigenschaften Ihres Bluts

Bei gestauten, schmerzhaften Venen und auch nach einer Thrombose setzen naturheilkundliche Ärzte auf die altbewährte Blutegel-Therapie. Die im Speichel der Tierchen enthaltene Substanz Hirudin wirkt gerinnungshemmend und verflüssigt Ihr Blut, sodass weitere Gerinnselbildungen verhindert werden können. Blutegelbehandlungen müssen Sie mit etwa 60 € selbst bezahlen.

Unabhängig von den Verfahren, die Ihr naturheilkundlicher Arzt Ihnen anbieten kann, lohnt sich auch die Einnahme von Heilpflanzenextrakten, die Sie in eigener Regie durchführen können. Bewährt haben sich außerdem Kneipp’sche Anwendungen – allen voran das Wassertreten und kalte Güsse, an den Zehen beginnend zu den Knien hin. Dadurch werden die Venenwände gekräftigt und die Durchblutung verbessert. Hitze wie heiß-kalte Wechselbäder oder Saunagänge sind dagegen nicht venenfreundlich, da sich hierbei die Gefäße erweitern und das Blut in den Beinen „versackt“.

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