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Grundlagenwissen zum Thema Tetanus

Die Sporen von Clostridium tetani kommen weltweit nahezu überall im Boden vor. Die Infektion erfolgt durch das Eindringen der Sporen in eine offene Wunde. Dort vermehrt sich das Bakterium unter anaeroben Bedingungen.

Darüber hinaus sondert es Giftstoffe ab, die den Wundstarrkrampf hervorrufen und herzschädigend wirken. Hierbei reichen kleine Kratzer aus.

Die Inkubationszeit beträgt üblicherweise zwischen drei Tagen und drei Wochen.

Tetanus macht sich zuerst durchgrippeähnliche Symptome bemerkbar. Dazu gehören Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Schweißausbrüche. Im nächsten Stadium kann der Patient seinen Mund nicht mehr öffnen.

Durch die Verkrampfung der Wangenmuskulatur zeigt sich der typische Gesichtsausdruck Risus sardonicus.

Es folgen eine Anspannung der Rückenmuskulatur, die Wirbel brechen kann, sowie Krämpfe in Armen, Beinen, Kehlkopf und Zwerchfell.

Unbehandelt führt die Krankheit zum Tod durch Ersticken. Der Patient ist während des gesamten Krankheitsverlaufs bei vollem Bewusstsein.

Diagnose und Behandlung von Tetanus

Eine Diagnose stellt der Arzt nach gründlicher Anamnese und schützt diese durch einen Toxinnachweis. Ist die Krankheit ausgebrochen, kann man wenig tun, um eine Heilung herbeizuführen.

Ein Gegenmittel gegen das vom Bakterium produzierte Toxin existiert nicht. So unterbindet man das Ausbreiten des Erregers durch Ausschneiden der Wunde, eventuell sogar eine Amputation.

Ansonsten bleibt nur, den Patienten von äußeren Reizen zu schützen, indem man ihn in einem ruhigen, abgedunkelten Raum unterbringt. In schweren Fällen erfordert es die Gabe eines Mittels zur Muskelerschlaffung und künstliche Beatmung.

So am Leben erhalten, klingen die Symptome nach vier bis acht Wochen ab. Folgeschäden kann man jedoch nicht immer verhindern.

Schutz vor Tetanus

Tetanus-Erkrankungen kommen weltweit vor. In Deutschland sind die meisten Menschen heutzutage gegen Wundstarrkrampf geimpft, sodass es nur selten zu einer Erkrankung durch den Tetanus-Erreger kommt. Jährlich treten in Deutschland etwa 15 Krankheitsfälle auf.

Schutz bietet nur die intramuskuläre Totimpfung mit dem abgeschwächten Gift des Tetanus-Bakteriums.

Verletzt sich ein Ungeimpfter, kann man ihm mit einer passiven Impfung bereits fertige Antikörper zuführen, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder abzumildern.

Bei schnellem Handeln verhindert das den Krankheitsausbruch in den meisten Fällen.

Vorbeugung von Hundebissen

Jedes Jahr werden mehr als 1 Millionen Deutsche von einem Hund gebissen. In mehr als der Hälfte der Fälle steht der Hund der betroffenen Person nahe.

Was können Sie tun, um einen Hundebiss zu vermeiden?

Mögliche Gegenmaßnahmen:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, welche Hunderasse sich für Sie am besten eignet. Das gilt besonders dann, wenn Sie Kinder haben: Manche Rassen sind familienfreundlicher als andere.
  • Lassen Sie Ihren Hund wissen, dass Sie für Ihre Familie verantwortlich sind. Am besten funktioniert eine Dressur mit festen Grundsätzen, die dennoch liebevoll ist. Hunde sind Rudeltiere und wenn sie alle Familienmitglieder als Rudelanführer respektieren, senkt dies das Risiko für aggressives Verhalten.
  • Sterilisieren beziehungsweise kastrieren Sie Ihren Hund. Das macht ihn weniger aggressiv und verringert dadurch die Wahrscheinlichkeit für einen Biss.
  • Stören Sie einen Hund nicht beim Fressen, Schlafen oder bei der Pflege seiner Jungen. Nähern Sie sich keinem unbekannten Hund. Wenn ein unbekannter Hund sich Ihnen nähert, strecken Sie nicht die Hand aus. Es ist besser, still zu stehen, die Beine dicht beieinander und die Arme gekreuzt vor der Brust. Vermeiden Sie den direkten Augenkontakt.
  • Rennen Sie nicht vor einem sich nähernden Hund weg und schreien Sie nicht in seiner Gegenwart. Der Hund könnte sich bedroht fühlen und aggressiv verhalten.
  • Melden Sie jeden streunenden oder gefährlichen Hund den örtlichen Behörden.
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wie Sie Hundebisse vermeiden können.

Alle zehn Jahre brauchen Sie eine neue Tetanusimpfung

Den einzig sicheren Schutz vor Wundstarrkrampf bietet eine Impfung. Sie sollte alle zehn Jahre erneuert werden.

Während Kinder meist durch eine Impfung geschützt sind, vergessen Erwachsene oft ihren Impfschutz aufzufrischen.

Auch bei Reisen in feuchtwarme Länder wie Asien und Afrika sollten Sie unbedingt gegen Tetanus geimpft sein. Neuere Forschungen deuten daraufhin, dass der herkömmliche Impfschutz wesentlich länger anhält als zehn Jahre.

In Schweden beispielsweise wird eine Wiederauffrischung nur noch alle 30 Jahre empfohlen. So lange sich unsere Impfexperten dem nicht angeschlossen haben, kann ich Ihnen dazu keinesfalls raten.

Fluorverbindungen verhindern Impf-Wirksamkeit

Tenside sind nicht biologisch abbaubar, es handelt sich um langlebige organische Schadstoffe. Enthalten sind sie in Imprägniermitteln, aber auch beschichteten Verpackungen von Lebensmitteln und Teflonbeschichtungen.

Über diese Stoffe gelangen sie in die Nahrung – und schon im Mutterleib zum Kind.

Kinder, die diesen Fluorverbindungen stark ausgesetzt sind, haben einen gravierenden Nachteil: Impfungen wirken bei ihnen schlecht. Denn die Fluorverbindungen dämpfen die Reaktionen des Immunsystems, verhindern also, dass das Immunsystem die Erreger ausreichend kennenlernt.

Das haben Mitglieder eines internationalen Forscherteams festgestellt, die eine Langzeitstudie an norwegischen Kindern durchgeführt haben.

Sie hatten fast 600 Kinder, die auf den Färöer-Inseln geboren wurden und aufwuchsen, sieben Jahre lang begleitet.

Schon nach der Geburt und mit fünf Jahren dann noch einmal wurde der Gehalt an Fluorverbindungen im Blut der Kinder untersucht. Mit fünf und sieben Jahren erhielten die Kinder Impfungen gegen Tetanus und Diphterie.

Nach diesen Impfungen wurde das Blut der Kinder untersucht: Die Forscher interessierten sich dafür, wie hoch die Konzentration an Antikörpern gegen diese beiden Krankheiten im Blut der Kinder war.

Es zeigte sich, dass einige Fünfjährige eine doppelt so hohe Konzentration bestimmter Fluorverbindungen im Blut hatten wie andere Kinder.

Bei ihnen war das Risiko um bis auf das Vierfache erhöht, dass ihre Antikörper-Konzentration im Alter von sieben Jahren zu gering war. Sie erreichte den wichtigen Wert von 0,1 Einheit pro ml Blut nicht, der nötig ist, damit ein Schutz gegen beide Erkrankungen vorliegt.

Die Forscher zeigten sich von der Deutlichkeit der Zusammenhänge zwischen Schadstoffgehalt im Blut und mangelndem Impfschutz überrascht.

Sie waren nicht davon ausgegangen, dass sich die Fluorverbindungen so deutlich auf die Reaktion des Immunsystems auswirken würde.

Lassen Sie sich nicht blind impfen

Für Tetanusimpfungen und Auffrischungen gibt es klare medizinischen Regeln, die alle Ärzte kennen sollten. Trotzdem zeigt die Erfahrung, dass manche Ärzte bei jeder kleinen Verletzung drauflos impfen, nach dem Motto: Es schadet schon nicht.

Doch das ist ein Irrtum: Überflüssige Mehrfachimpfungen rufen heftige Abwehrreaktionen Ihres Körper hervor. Fragen Sie Ihren Arzt, warum genau er Sie impfen möchte.