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Was hilft Ihnen gegen einen Frosch im Hals?

Manche Menschen reagieren auf Stress, indem sie das Gefühl entwickeln, etwas schnüre ihnen die Kehle zu. Sie fangen an, sich zu räuspern, um diesen „Frosch im Hals“ wieder loszuwerden.

Oft steckt auch eine reale Irritation dahinter, ein Stückchen Nuss ein Haar oder ein kleines Salatblatt sind beim Herunterschlucken in der Kehle hängen geblieben, und man hüstelt dann daran herum, selbst wenn der Störenfried schon längst weitergerutscht ist.

Das Räuspern, Husten und Schlucken irritiert die Schleimhäute zusätzlich, so dass der Frosch am Ende ein Dauergast im Hals wird.

Organische Ursachen können Sodbrennen und Reflux sein, aber auch Schilddrüsenprobleme, chronische Mandelentzündung oder Fehlhaltungen und Muskelverspannungen.

Tumore stecken übrigens nur sehr selten hinter Räusperzwang und Krümelgefühl.

Frosch im Hals: Diese Mittel empfehlen Ihnen die Experten

  • Machen Sie sich als Erstes klar, dass nichts Schlimmes hinter Ihrem Kloß im Hals steckt.
  • Versuchen Sie, Ihren Stress zu reduzieren.
  • Vermeiden Sie es, sich zu räuspern – auch wenn es schwer fällt.
  • Trinken Sie viel – am besten Leitungswasser, nur wenig Kaffee, Tee und Alkohol.
  • Verzichten Sie aufs Rauchen.
  • Machen Sie mehrmals täglich eine Dampfinhalation, um Ihre Schleimhäute zu befeuchten.
  • Lernen Sie im Zweifelsfall bei einem Logopäden, wie man die Stimmbänder schonend benutzt. Trainieren Sie täglich nach seinen Anweisungen.

Verwandtes Problem: Sodbrennen

Sodbrennen ist unangenehm und lästig. Allein aus diesen beiden Gründen greifen viele Menschen gerne zu Medikamenten, um den Magensaft, der aufsteigt und hier zu dem sauren Brennen führt, zu bekämpfen.

Dabei muss es keine Chemie sein – Sie können es auch zunächst einmal mit ganz einfachen Tipps versuchen, das Brennen loszuwerden:

  • Beobachten Sie, wann die Probleme bei Ihnen auftreten. Häufig ist das nachts der Fall, wenn Sie waagerecht liegen. Dann kann die Magensäure schnell hochsteigen. In so einem Fall sollten Sie Ihren Oberkörper erhöht lagern, zum Beispiel, indem Sie Ihren Lattenrost am Kopfende hochstellen.
  • Verhindern Sie, dass überschüssige Magensäure produziert wird. Vermeiden Sie dazu – gerade abends – zu große und fettige Mahlzeiten.
  • Alkohol und Kaffee sollten Sie nur sparsam zu sich nehmen. Auch dies kann die Magensäure-Produktion anregen.
  • Sie können überschüssige Magensäure einfach binden. Macht sich Ihr Sodbrennen bemerkbar, sollten Sie eine Scheibe Brot essen und ein Glas Milch trinken.

Diese Hausmittel können Sie anwenden, wenn es ab und zu bei Ihnen zu Sodbrennen kommt. Allerdings gibt es Symptome, bei denen Sie auf jeden Fall zum Arzt gehen sollten. Hierzu gehören

  • Appetitlosigkeit
  • unklarer Gewichtsverlust
  • Sodbrennen verbunden mit Übelkeit oder blutigem Erbrechen
  • Sodbrennen verbunden mit blutigem oder tiefschwarzem Stuhl
  • starke Müdigkeit und Blässe

So behandeln Sie Sodbrennen selbst

  • Als Erstes hilft bereits eine Änderung des Speiseplans. Verzichten Sie auf tierische Fette, Saures, Wein und Süßes – besonders kurz vor dem Schlafengehen. Meiden Sie so genannte Säurelocker  – auch wenn sie noch so verführerisch sind. Dazu gehören Schokolade, Naschkram, Gebäck und Kekse, frisches Brot und Kuchen, Kaffee, Kakao, Schwarztee, sehr fette und sehr scharf gewürzte Speisen. Sie alle regen die Bildung von Magensäure an. Genießen Sie sie lieber in Maßen.
  • Verzichten Sie auf stark und ungewohnt gewürzte Speisen.
  • Trinken Sie nicht zuviel Alkohol, aber auch keine süßen Säfte, Limonaden oder Getränke mit viel Kohlensäure. Bevorzugen Sie „sanfte“ Mineralwässer und magenfreundlichen Kräutertee.
  • Bauen Sie Übergewicht ab und stecken Sie das Rauchen auf.
  • Wenn Sie stark unter Stress stehen, helfen Sie sich mit Entspannungsübungen.
  • Vermeiden Sie zu Kleidungsstücke, die Ihre Bauchregion einengen
  • Probieren Sie aus, ob Ihnen so genannte Antazida helfen, die es rezeptfei in der Apotheke gibt. Sie binden oder neutralisieren die Magensäure. Welches der angebotenen Präparate – zum Beispiel Gelusilac, Talcid oder Maaloxan – Ihnen hilft, müssen Sie testen. Das ist individuell verschieden, ebenso wie das Auftreten von Nebenwirkungen, etwa Verstopfung, Blähungen oder Durchfall.
  • .Überlasten Sie Ihren Magen nicht mit zu großen Mengen.
  • Essen Sie keine späten Mahlzeiten und trinken Sie direkt vor dem Insbettgehen auch nichts mehr, damit Ihr Magen nichts mehr zu tun hat, wenn Sie sich hinlegen.
  • Ärzte empfehlen Refluxleidenden mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen, damit die Magensäure nicht in die Speiseröhre schwappt. Machen Sie vor dem Schlafengehen noch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft oder nehmen Sie ein Wannenbad mit einer besinnlichen Kräutermischung.
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Helmut Erb
Über den Autor Helmut Erb

Experte im Bereich Sport und Fitness Helmut Erb war weit über 30 Jahre Kampfschwimmer bei der Deutschen Marine. Seine beruflichen […]

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