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So kommt Ihr Magen wieder ins Lot

Die Weihnachtszeit ist eine tolle Zeit, in der viele Kindheitserinnerungen wach werden.

Manchmal ist es sogar einfach nur der Geruch von gebrannten Mandeln, Tannenzweigen und Orangen, die uns strahlendwarme Bilder von gemütlichen Familienfesten vor geschmücktem Tannenbaum ins Gedächtnis rufen.

Und zur Adventszeit gehörte auch immer ein Adventskalender dazu – ob nun ein einfacher mit glitzernden Papierbildern, einer mit Schokoladenfüllung oder sogar der selbstgemachte mit kleinen persönlichen Geschenken.

Die Vorfreude auf das, was sich jeden Morgen hinter dem neuen Türchen versteckte, war mindestens genauso groß, wie die Freude über das Geschenk. Wir wollen die Vorfreude auf Weihnachten mit Ihnen teilen und haben deshalb einen virtuellen Adventskalender für Sie gebastelt.

Vom 1. Dezember an schicken wir Ihnen Ihr Tages-Türchen. Dann können Sie wieder Kind sein und jeden Morgen voller Spannung Ihr Türchen öffnen.

Lassen Sie sich überraschen, denn hinter jedem Türchen versteckt sich Verblüffendes, Überraschendes, Leckeres und Humorvolles. Denn gesund ist alles, was Ihre Sinne anspricht.

So kommt Ihr Magen wieder ins Lot

Noch gut einen Monat, dann stehen wieder die Festtage ins Haus, an denen wir es uns so richtig gut gehen lassen.

Unser Magen ist über das, was unser Kopf und unsere Geschmacksnerven unter Gutgehen verstehen, häufig ganz anderer Meinung und wegen des vielen und guten Essens oft ziemlich verstimmt.

Doch der Magen reagiert nicht nur auf das, was wir in ihn hineinstopfen. Als Spiegelbild unserer Seele reagiert er ebenso auf Liebe, Leid und Stress. Lesen Sie heute und am kommenden Donnerstag, wie Sie dieses sensible Organ beruhigen und wieder ins Lot bringen können.

●  Magenverstimmung

Sie ist oft das Ergebnis von zu schwerer Kost und Alkohol am Tag zuvor. Abhilfe: Schieben Sie einen Diät-Tag ein. Zum Frühstück ein Stück trockenes Brot und drei Esslöffel trockene Haferflocken, später eine leichte Gemüsebrühe und Magentee. Das beruhigt den strapazierten Magen.

●  Übersäuerung, saures Aufstoßen, Sodbrennen

Abhilfe: Bevor Sie zu Säureblockern greifen, sollten Sie es einmal mit Entsäuerungssalzen aus der Apotheke probieren. Diese enthalten Mineralstoffmischungen, die sofort wirken und einige Zeit vorhalten.

●  Nervöse Magenbeschwerden

oft krampfartig im Magenzentrum empfunden, werden von Stress und psychischen Problemen hervorgerufen. Abhilfe: Holen Sie sich in der Apotheke einen Extrakt, der im Idealfall Gänsefingerkraut, Johanniskraut, Benediktendistel, Angelika und Süßholzwurzel, Ringelblume und Kamille enthält. Nehmen Sie diese Tinktur mehrmals täglich mit einem Glas lauwarmem Wasser ein, bei Bedarf auch über mehrere Wochen. Was ebenfalls helfen kann: Eine Massage der Bauchregion mit lauwarmem Lavendelöl.

●  Oberbauchbeschwerden

diese äußern sich durch Völlegefühl und Druck im gesamten oberen Bauchbereich. Abhilfe: Bitterer Tee (aus Löwenzahnwurzel, Schöllkraut, Kümmel) regt die Galle an und wirkt entstauend. Essen Sie mehrere kleine Mahlzeiten, vermeiden Sie Kaltgetränke.

Beschwerdetagebuch bringt Ihnen Klarheit

Von A wie Alkohol über G wie Gewürze bis hin zu Z wie Zucker gibt es zahlreiche Auslöser, die Sodbrennen verursachen können. Aber welches sind nun Ihre persönlichen Auslöser?

Das können Sie über ein Beschwerdetagebuch herausfinden. Folgendes sollten Sie darin über einen Zeitraum von etwa ein bis zwei Wochen notieren:

  • Uhrzeit zu Beginn des Sodbrennens?
  • Was und wie viel davon haben Sie vor den Beschwerden gegessen oder getrunken?
  • Gab es besondere Begleitumstände: z. B. Stresssituationen, Hektik?

Säureblockende Ernährungstipps

Die Anpassung Ihrer Ernährungsweise kann Ihre Beschwerden schnell lindern. Viele Lebensmittel wirken basisch und blocken somit auch die Magensäureproduktion.

Bei leichten bis mittelschweren Beschwerden können Sie häufig sogar auf medikamentöse „Säureblocker“ verzichten. Diese Tipps helfen Ihnen zusätzlich:

  • Lassen Sie „verdächtige“ Lebensmittel weg.
  • Stellen Sie von drei großen auf fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten täglich um.
  • Da vor allem fettes, geräuchertes und gepökeltes Fleisch, Mayonnaise und Eierspeisen Beschwerden auslösen: Geben Sie magerem Fleisch, Fisch, Aufschnitt und Gemüse den Vorzug.
  • Gerichte werden bekömmlicher, wenn Sie sie dämpfen oder dünsten, statt sie zu braten oder zu frittieren.
  • Die folgenden wirksamen Basenbildner – also „Säure-Neutralisierer“ – sollten Sie vermehrt in Ihren Speiseplan einbauen: Kartoffeln, Reis, Salate, Gemüse, (Wild-)Kräuter und Sprossen.
  • Essen Sie achtsam, das heißt in Ruhe und entspannt.

Neue endoskopische Behandlungen

Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) hat 2 neue Geräte zur Verminderung von Sodbrennen zugelassen.

Das erste ist eine Art Nähmaschine, die an ein Endoskop angebracht wird, und es dem Arzt erlaubt, einige Stiche unterhalb des gestörten Sphinkters zu setzen. Die Nähte ziehen den Sphinkter zusammen und verengen ihn dadurch.

Die Gastroenterologen der Mayo Clinic haben erfolgreich mit diesem Gerät gearbeitet. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und dauert etwa 1 Stunde.

Das zweite Gerät, das ebenfalls ambulant eingesetzt wird, bearbeitet den schwachen Sphinkter mit Hitzestrahlen. Die verbrannten Gewebeareale bilden elastisches Narbengewebe und verengen dadurch den Ventilmechanismus.

Die Hitze kann das Sodbrennen durch Abtötung der Nerven eindämmen, die für eine gestörte Funktion des Sphinkters verantwortlich sind.

Das Gerät zeigte viel versprechende Ergebnisse in klinischen Versuchen, und die Ärzte der Mayo Clinic bereiten das Angebot dieser Behandlung vor. In Deutschland sind beide Methoden noch nicht etabliert und zugelassen; sie befinden sich im Experimentalstadium.

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Alte Kommentare
  • Heinz Bastian schrieb am 17.11.2009, 12:52 Uhr

    Sehr gut für Menschen die damit behaftet sind.