MenüMenü

Sjögren-Syndrom: Behandlung

Für das Sjögren-Syndrom gibt es zwar keine Heilung, aber Selbstpflegemaßnahmen wie häufige Flüssigkeitszufuhr, Gebrauch von künstlicher Tränenflüssigkeit (Tropfen), Luftbefeuchter und Feuchtigkeitscreme für die Haut können sehr hilfreich sein.

Medikation beim Sjögren-Syndrom

Zu den Medikamenten, mit denen schwerere Symptome oder Komplikationen dieser Erkrankung behandelt werden, gehören:

Augentropfen mit Cyclosporin – Die Tropfen werden vom Augenarzt verordnet. Sie enthalten Cyclosporin (Restasis®), um die Augensymptome zu behandeln. Dieses Mittel ist jedoch in Deutschland nicht zugelassen, es kann aber mit einer ärztlichen Verschreibung über eine internationale Apotheke besorgt werden.

Pilocarpin (Salagen® u. a.) Dieser Wirkstoff wird oral eingenommen und verstärkt die Speichelproduktion. Pilocarpin ist kein Mittel der Wahl, wenn Sie an schwerem Asthma leiden, eine Entzündung der Iris (akute Iritis) oder eine signifikante Herz- und Gefäßerkrankung haben.

Immunsuppressiva Diese Medikamente hemmen das abnorme Immunsystem. Ihr Arzt kann die Medikamente verschreiben, wenn Sie Probleme mit Lunge, Niere, Blutgefäßen oder Nervensystem haben.

Hydroxychloroquin (Quensyl®) Dieser Antimalaria-Wirkstoff kann helfen, wenn bei Ihnen eine Gelenkentzündung (Arthritis) vorliegt.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) Ihr Arzt kann diese Medikamente empfehlen, um Schmerzen und Schwellungen zu lindern, die häufig bei entzündeten Gelenken auftreten.

Kortikosteroide Diese reduzieren die Entzündung und können Organschäden verzögern. Bei längerer Anwendung führen Kortikosteroide jedoch zu Nebenwirkungen.

Eine andere Möglichkeit zur Behandlung trockener Augen ist der Verschluss des Tränenkanals (punktueller Verschluss), durch den die Tränenflüssigkeit aus dem Auge abfließt.

Kollagen oder Silikonstopfen werden in den Tränenkanal eingeführt. Kollagenstöpsel lösen sich mit der Zeit wieder auf, Silikon hingegen verschließt den Ablauf solange, bis die Stöpsel herausfallen oder entfernt werden.

Schließlich kann der Tränenkanal auch mithilfe eines Lasers oder der Kauterisation verödet werden. Dadurch wird der Tränenkanal dauerhaft verschlossen.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten