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Sieben Top-Mediziner verraten Ihnen ihre persönlichen Gesundheits-Geheimnisse

von Dr. Dietmar Kowertz, Chefredakteur von „Benefit“, dem exklusiven Ratgeber für Ihr Geld, Ihre Gesundheit und Ihren Erfolg

Was tun eigentlich Ärzte, um bei sich selbst die Krankheiten zu verhindern, die sie bei ihren Patienten tagtäglich behandeln müssen? BENEFIT erkundigte sich bei sieben Spezialisten. Hier sind ihre besten Ratschläge, die auch Ihnen zu guter Gesundheit und einem langen Leben verhelfen können:

Der beste Schutz gegen Krebs

Tipp von Prof. Edward T. Creagan, Krebsspezialist an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota: „Essen Sie Vollkornbrot statt Grau- oder Weißbrot! Der Körper braucht täglich 25 bis 35 Gramm Ballaststoffe. Die meisten Menschen in den Industrienationen nehmen aber nur rund 10 Gramm zu sich. Ballaststoffe schützen gegen Darmkrebs, indem sie bei ihrer Passage durch den Verdauungstrakt Giftstoffe aufnehmen und abtransportieren. Untersuchen Sie einmal monatlich Ihre Haut. Achten Sie dabei besonders auf Hautveränderungen und Flecke, die mal da sind, mal wieder nicht. Verdächtig können auch Hautpartien sein, die z.B. beim Abrubbeln mit einem Handtuch überempfindlich sind oder rot anlaufen. Beides können Warnzeichen sein, die Sie von einem Hautarzt abklären lassen sollten. Haben Sie ein Haustier? Soziale Eingebundenheit, einschließlich der bedingungslosen Zuneigung eines Haustiers gegenüber seinem Besitzer, kann gegen Krebs schützen. Meine Frau und ich besitzen zwei Golden Retriever und eine Katze. Die Hausgenossen versorgen uns mit der besten aller Medizinen: Wir haben ihnen gegenüber eine Fürsorgepflicht übernommen, tragen die Verantwortung für ihr Wohlergehen und werden gezwungen, etwas für unsere eigene Erkältungsprophylaxe zu tun, indem wir regelmäßig und bei jedem Wetter mit ihnen vor die Tür gehen. Ich rate daher vielen meiner Patienten, sich ein Haustier zuzulegen.“

Der beste Schutz gegen Rückenschmerzen

Tipp von Prof. David Borenstein, Rheumatologe am George Washington University Medical Center, Washington, D.C.: „Ich hatte selber vor ca. 10 Jahren sehr schmerzhafte Probleme mit meinem Rücken. Sie traten ganz plötzlich auf, als ich eines Morgens meine Socken anzog und meine Wirbelsäule dabei wohl verdrehte. Seitdem achte ich bei allen Tätigkeiten auf eine wirbelsäulenschonende Körperhaltung. Bleiben Sie in Bewegung, auch wenn Ihr Rücken schmerzt. Medizinische Studien haben ergeben, dass die Schmerzen zunehmen, wenn der Patient z.B. still im Bett liegen bleibt oder auf seine bisher gewohnten gymnastischen Übungen verzichtet. Bewegen Sie sich also so viel wie möglich. Am besten sind tägliche Spaziergänge. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt schmerzstillende Medikamente verschreiben, sie helfen Ihnen über die heftigsten Schmerzanfälle hinweg. Das soll aber keine Dauerlösung sein, sondern soll Ihnen lediglich dabei helfen, wieder in Bewegung zu kommen. Wenn Sie viel sitzen: Ändern Sie regelmäßig Ihre Sitzposition, stehen Sie hin und wieder auf und strecken Sie Ihre Muskulatur, am besten jede Stunde ca. 3 bis 5 Minuten lang. Dabei kommt Ihr Kreislauf wieder in Gang.“

Der beste Schutz gegen Erkältungen

Tipp von Prof. Karl Neumann, Kinderarzt in Forest Hills, New York: „Als Kinderarzt habe ich täglich mit vielen Kindern zu tun, die stark erkältet sind. Ich selbst habe höchsten dreimal im Jahr einen Schnupfen oder Husten. Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen habe ich die besten Erfahrungen gemacht: Waschen Sie häufig Ihre Hände, zwischendurch, wenn Sie von der Arbeit oder vom Einkaufen kommen, besonders aber vor jeder Mahlzeit. Vorsicht vor Türklinken! Obwohl Keime auf ihnen keine Nahrung finden, können sie sehr wohl einige Tage darauf überleben. Zu Hause reinigen wir regelmäßig unsere Türklinken. Nach dem Besuch einer öffentlichen Toilette fasse ich nach dem Händewaschen die Türklinke jedes Mal nur mit einem Papierhandtuch an.“

Der beste Schutz gegen Schlaganfall und Demenz

Tipp von Prof. Guy McKhann, Neurologe an der John Hopkins School of Medicine, Baltimore: „Körperliche Bewegung, zum Beispiel im Sportverein oder im Fitness-Center, hält Kreislauf und Gehirn fit. Eine tägliche, niedrig dosierte Aspiringabe (80 mg) schützt vor Mini-Blutgerinnseln. Fragen Sie aber vorher unbedingt Ihren Arzt: Nicht jeder verträgt Aspirin! Vorbeugend wirkt auch eine Vitamin- E-Ergänzung. Ich selbst nehme täglich 400 Internationale Einheiten zu mir, das entspricht ca. 268 mg. Studien haben gezeigt, dass Vitamin E nachlassender Gehirnleistung und der Alzheimer-Erkrankung vorbeugen kann. Vitamin E keinesfalls überdosieren, da sonst Nebenwirkungen auftreten können.“

Der beste Schutz gegen Verdauungsstörungen

Tipp von Prof. Anil Minocha, Direktor der Abteilung für Verdauungskrankheiten an der Universität Mississippi Medical Center, Jackson: „Ich nehme täglich eine Multivitamin- Tablette, um mein Immunsystem zu unterstützen. Ich esse regelmäßig Joghurt, um den Vorrat an nützlichen Bakterien in meiner Darmflora zu ergänzen. Ich kaue täglich eine frische Scheibe Ingwer oder brühe mir zwei Tassen Tee. Ingwer enthält Enzyme, die die Eiweißverdauung unterstützen und Entzündungen verhindern. Für den Tee schäle ich ein daumennagelgroßes Stück frischen Ingwer, schütte mit kochendem Wasser auf und lasse alles 10 Minuten ziehen.“

Der beste Schutz gegen Prostata-Krebs

Tipp von Professor Sheldon Marks, Krebsspezialist an der University of Arizona College of Medicine, Tucson: „Mein Großvater hatte Prostata-Krebs, daher ist mein Risiko, ihn ebenfalls zu bekommen, erhöht. Selbstverständlich gehe ich jährlich zur Vorsorgeuntersuchung und lasse zusätzlich den PSA-Wert bestimmen (= Prostata-spezifisches Antigen). Darüber hinaus esse ich regelmäßig Gemüse wie Rosenkohl oder Blumenkohl. Es enthält eine chemische Substanz (Sulfurophan), die krebserregende Stoffe neutralisiert. Ich versorge mich täglich mit 400 Internationalen Einheiten Vitamin E und 200 Mikrogramm Selen. Beides wirkt nachgewiesenermaßen dem Entstehen von Prostata- und anderem Krebs entgegen. Ich sehe mir öfter mal einen lustigen Film an oder lese ein humorvolles Buch. Tun Sie es auch: Lachen stärkt Ihr Immunsystem und befreit Sie von Spannungen und Angst.“

Die beste Vorsorge für ein längeres, besseres Leben

Tipp von Prof. David Lipschitz, Leiter der geriatrischen Abteilung der University of Arkansas for Medical Sciences, Little Rock: „Ein wichtiges Ziel für viele Menschen in der zweiten Lebenshälfte lautet: Lebe länger und behalte deine Unabhängigkeit. Um dies zu erreichen, sollten Sie Folgendes anstreben: Pflegen Sie Ihre sozialen Bindungen. Alle tiefen Beziehungen fördern Ihre Gesundheit. Ich bin seit über 25 Jahren mit meiner Frau Frances verheiratet und liebe sie heute mehr denn je. Versuchen Sie zu glauben, auch wenn Sie nicht religiös sein sollten. Ich hatte früher keine Beziehung zum Glauben. Seit den Terroranschlägen am 11. September 2001 hat sich das geändert. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die an etwas glauben – sei es an Gott oder die Weisheit des Universums –, besser zur inneren Ruhe finden und Krankheiten schneller überwinden können als Nicht-Gläubige. Machen Sie keine Diät, wenn Sie es nicht wirklich nötig haben. Ein paar Kilo zu viel sind weniger schädlich, als wenn Sie sich das Übergewicht mit irgendeiner so genannten Ideal-Diät abhungern.“

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