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Schwindelgefühl kreislaufbedingt

Wenn Sie häufiger Kreislaufprobleme haben und Ihnen schwarz vor Augen wird, besonders wenn Sie die Arme über den Kopf heben, oder wenn Sie mehrere Tage lang ein Schwindelgefühl haben und sich benommen fühlen, weist das Schwindelgefühl möglicherweise auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder andere Grundleiden hin, die behandelt werden müssen.

Sie sollten deshalb rasch einen Arzt konsultieren.

Schwankschwindel

Angstblockade im Gehirn: Diese Art des Schwindels kennen Sie sicher von Boots- und Schifffahrten, wenn Ihr Gleichgewichtssinn durch einen starken Wellengang völlig durcheinander gerät.

Das Auge funkt dem Gehirn dabei stehende Bilder, Ihr Gleichgewichtsorgan kommt mit der Ortung der Bewegungen nicht mehr hinterher.

Daraus kann sich Ihr Gehirn keinen Reim machen: Ihnen wird schwindelig und schlecht. Auf dem Schiff lässt dann oft auch das Erbrechen nicht lange auf sich warten. Dieser Schwankschwindel kann sich aber auch ohne Wellengang einstellen.

Dann stecken meist übersteigerte Ängste dahinter.

Ganz besonders häufig kommt das bei Frauen vor, die sich vor Menschenansammlungen, engen Räumen und Aufzügen fürchten oder Höhenangst haben.

Bei ihnen ist nicht das Gleichgewichtsorgan irritiert, sondern die Verarbeitung der unterschiedlichen Informationen gestört.

Ganz selten stecken schwerwiegende Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans wie Nervenentzündungen und Tumore dahinter. Viele Frauen, die unter diesem Schwindelgefühl leiden, haben ständig Angst, dass sie in Ohnmacht fallen.

Nach den Erfahrungen von Psychologen kippt jedoch kaum eine wirklich jemals um.

Die Angst als ständiger Begleiter

Ihre ständige Angst führt zu einer starken Verkrampfung und damit zu chronischen Muskelverspannungen. Überdies neigen „Schwankschwindlerinnen“ dazu, sich ängstlich selbst zu beobachten.

Sie registrieren nach einer Weile jede innere Bewegung, die normalerweise unbewusst anläuft. Frauen mit Schwankschwindel schonen sich meist zu sehr.

Wenn Sie unter diesem Schwindelgefühl leiden, sollten Sie sich wesentlich mehr bewegen. Denn körperliche Schonung gebiert weitere Angstzustände. Wer sich zu wenig bewegt, büßt seine Fitness ein.

Alltägliche Belastungssituationen lösen dann übermäßige körperliche Reaktionen aus: Herzrasen, Atemnot, Schweißausbrüche, Unsicherheit auf den Beinen.

Die Grund- und die Bewegungsangst schaukeln sich gegenseitig mehr und mehr hoch, bis die Betroffene kaum noch einen Ausweg weiß.

Frauen mit Schwankschwindel neigen dazu, sich schon bei den geringsten Anzeichen von Unwohlsein oder unklaren Beschwerden hinzulegen und möglichst lange liegen zu bleiben.

Wenn sie wieder aufstehen, handeln sie sich durch ihre Schonhaltung unbändiges Herzrasen sowie Unwohlsein ein und fühlen sich darin bestätigt, dass sie schwer krank sind und sich nicht bewegen können. Sie legen sich wieder hin und schonen sich noch mehr.

Das löst einen regelrechten Kreislauf aus. Sich hinzulegen ist deshalb völlig falsch: Die Lösung heißt bewegen, bewegen, bewegen. Am besten hilft eine Mischung aus Gymnastik und Ausdauertraining wie Wandern, Radfahren, Laufen, Schwimmen, Skilanglauf, Rudern oder Bergwandern.

Sportliche Betätigung verbessert ohnedies die depressive Grundhaltung der „Schwankschwindlerinnen“. Sie hören auf, unablässig ängstlich zu grübeln, was denn mit ihnen los sei, und wenden sich automatisch mehr ihrer Umwelt zu.

Drehschwindel

Die Abläufe in Ihrem Innenohr sind behindert Bei dem dritten Schwindelgefühl – dem Drehschwindel – wird die Störung meist durch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr hervorgerufen.

Sie haben dabei das Gefühl, dass sich die Umgebung oder Ihr eigener Körper unablässig drehen.

Das kann folgende Ursachen haben:

  • Ablösung von Gleichgewichtssteinchen im Gleichgewichtsorgan
  • Menière-Krankheit (Morbus Menière, eine Erkrankung der Innenohrschnecke)
  • Schädigungen des Gleichgewichtsorgans beziehungsweise des Gehirns
  • Vergiftungen – vor allem Alkoholvergiftungen

Die häufigste Ursache ist die Ablösung von Gleichgewichtssteinchen. Diese mikroskopisch kleinen Ablagerungen können sich bei Stürzen oder einem Schleudertrauma lösen und die Sinneszellen im hinteren Bogengang des Gleichgewichtsorgans reizen.

Bei älteren Menschen lösen sich solche Steinchen auch ohne erkennbaren Grund.

Wenn Sie öfter damit zu tun haben, sollten Sie unter ärztlicher Aufsicht lernen, wie Sie die Steinchen mit ruckartigen Kopfbewegungen aus dem Gang hinausschleudern können.

Frauen sind vom Verrutschen der Ohrsteinchen doppelt so häufig betroffen wie Männer.

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