Schilddrüse: Vergrösserung
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Bei dem Begriff Kropf (medizinische Bezeichnung Struma) handelt es sich um eine Vergrößerung der Schilddrüse. Ernährungsbedingter Jodmangel ist die häufigste Ursache für das Entstehen eines Kropfes, was vermutlich auch zum dem bekannten Sprichwort beigetragen hat, etwas sei so überflüssig wie ein Kropf. Durch die Jodierung des Speisesalzes sind diese Jodmangelstrumen heute sehr viel seltener geworden.
Dennoch gibt es eine ganze Reihe weiterer Faktoren, die für eine Schilddrüsenvergrößerung verantwortlich sind, einige davon können schwerwiegend sein.
Von der Muskelkraft über die Temperatur bis zur Stimmung
Die Schilddrüse liegt am Hals unterhalb und auf beiden Seiten des Kehlkopfes und umfasst die Luftröhre halbkreisförmig. Als Teil des endokrinen Systems produziert die Schilddrüse Hormone, die in die Blutkreislauf abgegeben werden. Diese Hormone agieren als chemische Botenstoffe, die den Stoffwechsel des Körpers, die Temperatur, die Muskelkraft, die Herzschlagfrequenz, den Cholesterinspiegel und sogar die Stimmung beeinflussen.
Die Ausschüttung der Schilddrüsehormone wird unter anderem durch die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert, die das sogenannte thyreoid-stimulierende Hormon (TSH, auch Thyreotropin) produziert. TSH gibt der Schilddrüse die Information, mehr oder weniger Hormone auszuschütten.
Was sind die Gründe für eine vergrößerte Schilddrüse?
Eine Schilddrüsenvergrößerung kann aus einer ganzen Reihe von Gründen auftreten, dazu gehören zum Beispiel:
Autoimmun bedingte Schilddrüsenfunktionsstörung – Bei dieser Funktionsstörung kann eine Überfunktion (Hyperthyreose, gesteigerte Produktion und Sekretion der Schilddrüsenhormone) oder eine Unterfunktion (Hypothyreose, unzureichende Versorgung der Körperzellen mit Schilddrüsenhormonen) auftreten. In beiden Fällen muss die Funktionsstörung aber nicht immer zu einer vergrößerten Schilddrüse führen.
Eine der häufigsten Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion ist die Basedow-Krankheit (auch Morbus Basedow genannt), bei der ein abnormaler Antikörper die Aktivität der Schilddrüse übermäßig stimuliert. Die häufigste Ursache für eine Unterfunktion ist die so genannte Hashimoto-Thyreoiditis. Hierbei greift das eigene Immunsystem die Schilddrüse an und mindert so ihre Funktionsfähigkeit.