Schilddrüse: Steuerung des Stoffwechsels
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GNL5356
Das mit der Nahrung aufgenommene Jod wird aus dem Magen und dem oberen Dünndarm in den Körper aufgenommen und zur Schilddrüse transportiert. Die Schilddrüse (Glandula thyreoidea) nimmt das Spurenelement auf und speichert es. Um die Mindestreserve sicher zu stellen, muss sie mindestens 60 Mikrogramm Jod pro Tag aufnehmen. Bei Bedarf baut sie das Spurenelement in die beiden Schilddrüsenhormone ein. Diese Hormone, das Trijodthyronin (T3) und das Tetrajodthyronin (T4, auch Thyroxin genannt) haben weitreichende Funktionen in unserem Körper: Sie beeinflussen den Aufbau von Eiweissstoffen, den Zucker- sowie den Fettstoffwechsel.
Außerdem regeln die Schilddrüsenhormone den Energieumsatz, den Sauerstoffverbrauch und die Wärmebildung im Körper. Wichtig sind die Hormone auch für das Wachstum und die Entwicklung vieler Organe, unter anderem von Gehirn und Knochen. Die Aktivität der Schilddrüse wird durch ein kompliziertes Regulationssystem gesteuert, in dem die Hormone des Hypothalamus und der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) eine große Rolle spielen. Von großer Bedeutung ist dabei das Thyreotropin (kurz TSH = Thyreoidea-stimulierendes Hormon). Es sorgt dafür, dass Jod in die Schilddrüse aufgenommen und in die Hormone eingebaut wird. Auch die Ausschüttung der Hormone wird durch TSH mit reguliert.