Schilddrüse: Jodmangel
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Erschreckend: Über 160.000 Patienten müssen jedes Jahr wegen Knoten in ihrer Schilddrüse ins Krankenhaus
Zu einem dramatischen Ergebnis ist die aktuelle Papillon-Studie, die bundesweit größte Untersuchung an rund 98.000 Bundesbürgern zur Schilddrüsengesundheit, gekommen: Jeder Dritte über 45 hat eine vergrößerte Schilddrüse oder sogar Knoten in diesem lebenswichtigen Organ! Noch schlimmer ist: Die wenigsten Betroffenen wissen das überhaupt. Hauptursache für dieses versteckte Leiden ist in den meisten Fällen eindeutig ein Jodmangel.
Ob auch Sie gefährdet sind und wie Sie die Anzeichen für einen Jodmangel erkennen, lesen Sie in diesem Beitrag. Außerdem erfahren Sie, warum Jod nur in Kombination mit Selen für eine optimale Funktion Ihrer Schilddrüse sorgt.
Die Schilddrüse – der Motor Ihres Stoffwechsels
Die kleine schmetterlingsförmige Schilddrüse (daher auch der Studienname Papillon = franz. Schmetterling) liegt vor dem Kehlkopf. Sie steuert mit ihren Botenstoffen fast den gesamten Stoffwechsel des Körpers.
Bei Jodmangel schaltet die Schilddrüse auf Höchstleistung
Wenn wir zu wenig Jod zu uns nehmen, versucht unsere Schilddrüse durch Bildung zusätzlicher hormonproduzierender Zellen, das geringe Jodangebot so gut wie irgendmöglich auszunutzen. Mit der Zeit entsteht eine auch äußerlich sichtbare Jodmangel-Struma, im Volksmund „Kropf“ genannt.
Innerhalb der Struma bilden sich zahlreiche „kalte Knoten“ aus altem, verbrauchtem Drüsengewebe. Die Zellansammlungen heißen deshalb „kalt“, weil sie keine Hormone mehr produzieren.
Die vergrößerte Schilddrüse ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie kann auf die Luft- und die Speiseröhre drücken und damit die Atmung sowie das Schlucken behindern. Außerdem entwickelt sich langfristig eine belastende Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), die oft nicht erkannt, sondern mit Depressionen verwechselt wird.