Schilddrüse: Hashimoto
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Die bekannteste und häufigste Form einer Schilddrüsenentzündung ist ebenfalls eine Autoimmunerkrankung. Sie wird nach ihrem Entdecker, einem japanischen Arzt, „Hashimoto-Thyreoiditis” genannt. Die Schilddrüsenentzündung Hashimoto ist die häufigste Ursache einer Unterfunktion der Schilddrüse. Im Laufe dieser schleichenden Erkrankung bildet das Immunsystem Antikörper, die gesundes Schilddrüsengewebe aufzehren. Recht häufig scheinen die Gene mitverantwortlich zu sein, daß es zu dieser Entzündung bzw. zu der Reaktion des Immunsystems auf diese Entzündung kommt.
Sie wird oft lange Zeit nicht erkannt, denn sie beginnt meist unauffällig. Unklare Beschwerden, eine sonderbare „Grippe”, die außer Unwohlsein und Schwäche mit eventuellen Schweißausbrüchen und bleibenden Schluckbeschwerden keine eindeutigen Symptome zeigt – das ist meist der Anfang, an den sich aber nur wenige Betroffene erinnern. Oft wird sie nur zufällig entdeckt, wenn der Untergang gesunden Schilddrüsengewebes zu einer behandlungsbedürftigen Unterfunktion geführt hat und daraufhin die Diagnostik einsetzt, z. B. ein Szintigramm erstellt wird und im Labortest die speziellen Antikörper gefunden werden.
Die Hashimoto-Thyreoiditis kann zwar nicht geheilt werden, aber die Schilddrüsenfunktion wird durch lebenslange Gabe von Hormonen wieder hergestellt. Für viele Betroffene ist das eine Erlösung, denn vorher litten sie an mehr oder minder ausgeprägten Symptomen einer Unterfunktion: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, geringere Leistungskraft, Gewichtszunahme, Verstopfung, Haarausfall, depressive Verstimmungen.
Im Prinzip geht aber die Zerstörung des Schilddrüsengewebes immer weiter, bis fast nichts mehr da ist und schließlich ein völliger Ersatz der Hormone nötig wird. Bei anderen Betroffenen wiederum kommt es irgendwann aus noch unbekannten Gründen zum Stillstand, und es reichen die verhältnismäßig geringen Mengen von Schilddrüsenhormonen aus. Die Funktion der Schilddrüse und gelegentlich die Anzahl der Antikörper müssen regelmäßig mit einem Bluttest überprüft werden, damit die Medikation immer neu angepaßt werden kann. Damit bleiben Sie trotz Hashimoto fit, vergnügt und leistungsfähig.