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Bei Schilddrüsenüberfunktion wirkt die Naturheilkunde unterstützend

Es müssen nicht immer nur und ausschließlich chemische Medikamente sein – das gilt auch bei Schilddrüsenerkrankungen. Gerade bei der sehr häufig auftretenden Schilddrüsenüberfunktion kann auch eine medikamentöse Behandlung durch Naturheilmittel unterstützt werden.

Schilddrüsenüberfunktion: Versuchen Sie’s doch mal mit Hilfe aus der Natur

Wenn Sie sich bei so einer Krankheit an einen Heilpraktiker oder Naturheilkundler wenden, hat dieser viele Präparate zur Auswahl:

Heilpflanzen wie Salbei, Klette, Lavendel, Schachtelhalm, Zitronenmelisse oder Wolfstrappkraut können helfen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen und den auf Hochtouren laufenden Stoffwechsel zu beruhigen.

Auch die Schüsslersalze können bei einer Schilddrüsenüberfunktion helfen. Angewandt werden in diesem Fall Salz Nummer 7, also Magnesium phosphoricum, und Salz Nummer 14, Kalium bromatum.

Beide Mittel werden im Wechsel gegeben. Sie wirken gegen die Beschwerden, die durch die Überfunktion ausgelöst werden und können ausgleichend auf Muskel- und Nervensystem wirken.

Schilddrüsenüberfunktion: Ab zum Homöopathen

Wenn Sie sich an einen Homöopathen wenden, hat dieser ebenfalls Präparate, die eine Schilddrüsenüberfunktion lindern können.

Bei der Auswahl der Mittel wird er sich davon leiten lassen, wie genau sich Ihre Beschwerden äußern. Zur Verfügung stehen ihm unter anderem Jodum, Spongia, Phosphorus, Lachesis und Acidum fluoricum.

Zudem kann Ihnen helfen, wenn Sie sich mit einer Entspannungsmethode vertraut machen. Denn die Schilddrüse ist eine hormonproduzierende Drüse. Sie steht in direkter Verbindung zum vegetativen Nervensystem und kann daher häufig zu Stress und Ängsten führen.

Schilddrüse: Frauen sind öfter betroffen

Neueren Hochrechnungen zufolge hat quer durch Deutschland fast jeder zweite erwachsene Deutsche und jedes fünfte Kind wegen Jodmangel eine vergrößerte Schilddrüse, oft unbemerkt und unentdeckt.

Frauen sind – wie bei allen anderen Schilddrüsenkrankheiten – viel häufiger betroffen als Männer:

Ein Kropf kommt bei Frauen dreimal so häufig und eine Unterfunktion oder Überfunktion oder eine Entzündung der Schilddrüse etwa fünfmal so häufig vor wie bei Männern.

Vermutlich wirken sich die Schwankungen der Geschlechtshormone, denen Frauen im Laufe ihres Lebens unterworfen sind, auch auf die Schilddrüse aus. Hinzu kommen die Schwangerschaften mit hohem Jodbedarf für die gesunde Entwicklung des Kindes.

Dieser wird deshalb vorbeugend mit Jodidtabletten ausgeglichen.

Was Sie vorbeugend tun können

Ein gutes Mittel, es gar nicht erst zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen zu lassen, ist die ausreichende Jodaufnahme mit der Nahrung. Das klingt widersinnig, ist aber trotz der jodarmen Lebensmittel möglich.

Verwenden Sie im Haushalt konsequent jodiertes Speisesalz und achten Sie bei industriell hergestellten Lebensmitteln, dass die Verwendung von Jodsalz oder jodiertem Speisesalz auf dem Etikett vermerkt ist.

Auch Ihr Bäcker und Metzger darf Jodsalz für die Herstellung seiner Produkte verwenden. Fragen Sie danach. Mit Jodsalz und 2 bis 3 Seefisch-Mahlzeiten optimieren Sie die Jodversorgung für sich und Ihre Familie.

Jodiertes Speisesalz enthält im Durchschnitt 20 Mikrogramm Jod pro Gramm Kochsalz.

Bei einer Kochsalzaufnahme von etwa 10 Gramm pro Tag, wie sie in Deutschland üblich ist, würden so die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen 200 Mikrogramm Jod pro Tag aufgenommen.

Verzehren Sie mehr Jodsalz, wird es kaum zu einer gesundheitsschädlich hohen Jodzufuhr kommen (sofern Sie keine Überfunktion der Schilddrüse oder keine Knoten haben).

Selbst empfindliche Menschen brauchen nicht auf Jodsalz zu verzichten: Um eine Jodakne oder Jodallergie auszulösen, sind wesentlich höhere Jodmengen notwendig, als wir sie in Form von jodiertem Speisesalz mit der täglichen Nahrung erhalten.

Neben der Verwendung von Jodsalz sorgen ein bis zwei Seefisch-Mahlzeiten pro Woche für eine Steigerung der Jodaufnahme.

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Dr. Martina Hahn-Hübner
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Alte Kommentare
  • Knipe schrieb am 05.03.2013, 18:13 Uhr

    Danke für Ihre Hinweise. Aber was kann man bei Unterfunktion tun?

  • Anna schrieb am 05.03.2013, 19:04 Uhr

    Ich habe hier keinen Kommentar abzugeben, sondern eine Frage: Gibts es in der Naturheilkunde/Homöopathie auch was für Schilddruesenunterfunktion?

  • Claus schrieb am 06.03.2013, 09:12 Uhr

    Und was ist bei einer Unterfunktion ? MfG