Seit der Entdeckung des Penicillins ist die Kinderkrankheit Scharlach recht ungefährlich

Heute gilt Scharlach als harmlose Kinderkrankheit. Bis zur Entdeckung des Penicillins aber war es eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten für den Menschen. Viele Kinder starben an Scharlach. Heute lässt sich die Krankheit, an der Sie durchaus mehrfach erkranken können, mit Antibiotika gut behandeln.

Schuld an der Scharlach-Erkrankung sind Erreger der Mandelentzündung

Die Ursache für Scharlach sind Bakterien, die so genannten ß-hämolysierenden Streptokokken. Diese lösen normalerweise nur eine eitrige Mandelentzündung aus. Sind sie aber Wirt von Bakteriophagen, die von den Streptokokken das Scharlach-Toxin produzieren lassen, kommt es zu dieser „Kinderkrankheit".

Da es verschiedene Bakteriophagen gibt, die Scharlach auslösen können, kann jeder Mensch mehrfach erkranken. Eine Ansteckung erfolgt durch die Tröpfcheninfektion, aber auch über offene Wunden. Nicht jeder Mensch, der Scharlach-Keime in sich trägt, erkrankt übrigens: Manche fungieren lediglich als Überträger.


Mit diesen Symptomen macht sich Scharlach bemerkbar

Es dauert bis zu 4 Tage, bis der Scharlach ausbricht. Dann kommt es zu einer Rachenentzündung, begleitet von Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen. Die Mandeln schwellen an, der Rachen verfärbt sich dunkelrot. Schluckbeschwerden und Lymphknotenschwellung sind ebenfalls ein Anzeichen für Scharlach. Zu Beginn der Scharlach-Erkrankung ist die Zunge mit weißem Belag bedeckt, der sich nach und nach löst. Dann wird die Zunge himbeerfarben (Himbeerzunge), die Geschmacksknospen sind deutlich zu erkennen.

Nach weiteren maximal vier Tagen kommt es zu dem so typischen Ausschlag. Es handelt sich dabei um stecknadelkopfgroße Flecken, die nicht jucken. Überwiegend treten sie an der Leiste und den Achseln auf, manchmal auch am gesamten Körper. Es bleibt allerdings das charakteristische Dreieck um Mund und Kinn frei (Milchbart). 14 Tage nach dem Ausbruch des Scharlachs können sich Finger- bzw. Zehenkuppen schuppen, manchmal auch Innenhand- und Fußflächen. Hieran kann man eine vorausgegangene, unbemerkte Scharlach-Erkrankung noch im Nachhinein diagnostizieren.

Scharlach wird heute mit Antibiotika behandelt

Mit einer Penicillin-Behandlung kann Scharlach sehr gut bekämpft werden. Diese Behandlung muss 10 Tage lang erfolgen und darf nicht unterbrochen werden. Sonst kann es zu schweren Komplikationen kommen. Neben der Behandlung mit Antibiotika werden bei Scharlach auch Maßnahmen durchgeführt, die das Fieber senken sollen, hinzu kommt Gurgeln gegen die Schluckbeschwerden und Halsschmerzen.

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Scharlach: Verschiedene Erreger sorgen für häufige Infektionen

17.03.2011 16:00 

Windpocken, Röteln, Masern - sie alle gelten nicht nur als „Kinderkrankheiten", sondern haben noch eine weitere Gemeinsamkeit: Wer sie einmal richtig durchgemacht hat, kann nicht erneut daran erkranken. []

Scharlach: Ohne Ausschlag nur unter bestimmten Bedingungen

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