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Die wichtigsten Grundlagen zum Thema Scharlach

Die Ursache für Scharlach sind Bakterien, die so genannten ß-hämolysierenden Streptokokken. Diese lösen normalerweise nur eine eitrige Mandelentzündung aus.

Sind sie aber Wirt von Bakteriophagen, die von den Streptokokken das Scharlach-Toxin produzieren lassen, kommt es zu dieser „Kinderkrankheit“.

Da es verschiedene Bakteriophagen gibt, die die Kinderkrankheit auslösen können, kann jeder Mensch mehrfach erkranken. Eine Ansteckung erfolgt durch die Tröpfcheninfektion, aber auch über offene Wunden.

Nicht jeder Mensch, der entsprechende Keime in sich trägt, erkrankt übrigens: Manche fungieren lediglich als Überträger.

Mit diesen Symptomen macht sich Scharlach bemerkbar

Es dauert bis zu 4 Tage, bis der Scharlach ausbricht. Dann kommt es zu einer Rachenentzündung, begleitet von Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen.

Die Mandeln schwellen an, der Rachen verfärbt sich dunkelrot. Schluckbeschwerden und Lymphknotenschwellung sind ebenfalls ein Anzeichen für Scharlach. Zu Beginn der Erkrankung ist die Zunge mit weißem Belag bedeckt, der sich nach und nach löst.

Dann wird die Zunge himbeerfarben (Himbeerzunge), die Geschmacksknospen sind deutlich zu erkennen.

Nach weiteren maximal vier Tagen kommt es zu dem so typischen Ausschlag. Es handelt sich dabei um stecknadelkopfgroße Flecken, die nicht jucken. Überwiegend treten sie an der Leiste und den Achseln auf, manchmal auch am gesamten Körper.

Es bleibt allerdings das charakteristische Dreieck um Mund und Kinn frei (Milchbart).

14 Tage nach dem Ausbruch können sich Finger- bzw. Zehenkuppen schuppen, manchmal auch Innenhand- und Fußflächen. Hieran kann man eine vorausgegangene, unbemerkte Scharlach-Erkrankung noch im Nachhinein diagnostizieren.

Scharlach ohne Ausschlag?

Es gibt tatsächlich Erkrankungen, die als Scharlach ohne Ausschlag bezeichnet werden. Eine davon ist die durch Streptokokken ausgelöste Mandelentzündung.

Diese tritt ohne Ausschlag auf, allerdings blättert die Haut an Händen, Füßen und im Gesicht ab.

Ebenfalls Scharlach ohne Ausschlag ist der Wundscharlach. Dieser tritt zum Beispiel nach Hautverletzungen oder Operationen auf – es kommt zu einer Infektion mit den Scharlach auslösenden Streptokokken.

Der Ausschlag, der für den Scharlach so typisch ist, entwickelt sich nur rund um die Wunde.

Scharlach wird heute mit Antibiotika behandelt

Mit einer Penicillin-Behandlung kann die Krankheit sehr gut bekämpft werden. Diese Behandlung muss 10 Tage lang erfolgen und darf nicht unterbrochen werden.

Sonst kann es zu schweren Komplikationen kommen. Neben der Behandlung mit Antibiotika werden hierbei auch Maßnahmen durchgeführt, die das Fieber senken sollen, hinzu kommt Gurgeln gegen die Schluckbeschwerden und Halsschmerzen.

Wie lange sind Masern ansteckend?

Masern sind hochgradig ansteckend, der Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Es reicht also eine „feuchte Aussprache“, aber auch durch Husten oder Niesen können die Erreger weitergegeben werden.

Sie gelangen dann über die Schleimhäute von Nase, Rachen oder Augen in den Körper des Gegenübers.

Masern sind schon dann ansteckend, wenn sie noch gar nicht ausgebrochen sind, vier bis fünf Tage vor dem Entstehen der ersten sichtbaren Pöckchen. Allerdings ist die Infektionsgefahr auch mit Verschwinden der Pöckchen wieder vorbei.

Da Masern eine Krankheit sind, die den Betroffenen sehr schwächen, sollten Kinder (und auch Erwachsene) nicht sofort nach Abklingen des Hautausschlags wieder in die Schule bzw. zur Arbeit gehen.

Sie sollten sich vielmehr noch einige Tage lang erholen und wieder zu Kräften kommen.

Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln

Mit dem Impfstoff verabreicht man abgeschwächte Masern-, Mumps- und Röteln-Viren. Nach der Impfung setzt die Immunreaktion des Körpers ein. Das Immunsystem erkennt die Impfviren.

Über eine ausgeklügelte Informationsweitergabe im Körper beginnen die Immunzellen, spezifische Antikörper zu produzieren. Diese Antikörper passen genau auf die Oberflächenstruktur der Impfviren, wie ein Schlüssel ins passende Schloss.

Besondere Zellen (Gedächtniszellen) merken sich die relevanten Informationen zum Impfvirus und können diese schnell und spezifisch für die Antikörper-Produktion abrufen.

Lang anhaltende Schutzwirkung

Die Gedächtniszellen sind für das Immungedächtnis des Körpers zuständig, sodass er eine lang anhaltende Schutzwirkung entfaltet. Bei einer echten Infektion mit Masern-, Mumps- oder Röteln-Viren ist das Immunsystem in der Lage, schnell und gezielt zu reagieren.

Nach dem Kontakt mit den echten Viren kommt es zur raschen Produktion von Antikörpern, die die Erreger binden und abfangen.

Die anschließende Zerstörung der krankheitsauslösenden Erreger in spezialisierten Immunzellen („Fresszellen“) verhindert den Krankheitsausbruch. Der Körper ist immun.

Da die Masern-Mumps-Röteln-Impfung die natürliche Infektion mit abgeschwächten Viren imitiert und keine echten Viren enthält, sind für eine optimale Immunantwort zwei Dosen des Kombinationsimpfstoffs nötig. So empfiehlt es die Ständige Impfkommission (STIKO).

Scharlach Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Scharlach: Verbreitet, aber leicht zu behandeln

Scharlach zählt zu den häufigsten Kinder-Infektionskrankheiten, aber nicht mehr zu den gefährlichsten. Hier alles, was Sie wissen müssen.

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