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So viel Arachidonsäure finden Sie in verschiedenen Lebensmitteln

Der empfohlene Tagesbedarf an Arachidonsäure liegt bei 100 bis 150 Milligramm. Die meisten Menschen nehmen jedoch etwa 200 bis 400 mg am Tag zu sich. Als Rheuma-Patient sollten Sie höchstens 50 mg täglich zu sich nehmen.

Das ist der Gehalt von Arachidonsäure von verschiedenen Lebensmitteln (in mg auf 100 g):

  • Milch: 4
  • Sahne: 32
  • Butter: 83
  • Eigelb: 300
  • Kalbfleisch: 50
  • Rindfleisch: 70
  • Schweinefleisch: 120
  • Schweineschmalz: 1.700
  • Schweineleber: 870
  • Kalbsleber:  350
  • andere Innereien: bis 4.000
  • Huhn (Schlegel): 190
  • Pute (Schlegel): 150
  • Schinkenspeck: 250
  • Schinken: 130
  • Leberwurst: 230
  • Fleischwurst: 120
  • Salami: 100
  • Kabeljau: 3
  • Hering: 30
  • Forelle: 30
  • Tunfisch: 280
  • Lachs:  300
  • pflanzliche Lebensmittel: 0

4 Ernährungstipps, mit denen Sie Einfluss auf Rheuma nehmen

1. Machen Sie einen Ölwechsel!

Schweineschmalz, Bratenfett und Gänseschmalz stehen als tierische Fette auf der Negativliste. Butter ist in Maßen erlaubt. Bestimmte Pflanzenöle wie Lein- und Rapsöl sind dagegen gute Lieferanten der Omega-3-Fettsäuren.

Olivenöl hat für Rheumatiker ebenfalls eine günstige Fettsäure-Zusammensetzung.

2. Reduzieren Sie bestimmte pflanzliche Öle und Nüsse!

Pflanzenöle wie Distel-, Mais- und Sonnenblumenöl (z. B. auch in Margarinen und Pflanzencremes) sowie Nüsse wie Erd-, Hasel- und Paranüsse liefern einen hohen Gehalt an Linolsäure (auch eine Omega-6-Fettsäure).

Diese wird besonders bei chronischentzündlichen Vorgängen im Körper ebenfalls zu Arachidonsäure abgebaut, sodass sie auch als Vorstufe für entzündungsfördernde Substanzen dient.

Die Linolsäure ist zwar unentbehrlich, aber weniger ist hier mehr. Walnüsse und deren Öl enthalten auch nicht unwesentliche Mengen an Linolsäure, haben jedoch ein gutes „Fettsäuren- Verhältnis“ durch den hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Bauen Sie also Walnüsse mit in Ihren Speiseplan ein – als gesunden Snack für zwischendurch.

3. Obst und Gemüse sollten dominieren!

Verzehren Sie täglich möglichst 5 Portionen (1 Portion = 1 Hand voll) Obst und Gemüse in ihrer regionalen und saisonalen Vielfalt, denn sie liefern zahlreiche entzündungshemmende Vitalstoffe.

Vor allem Antioxidantien wie Vitamin C und E, Betacarotin und Selen sowie viele sekundäre Pflanzenstoffe fungieren bei entzündlichen Prozessen als kleine Helfer. Sie neutralisieren freie Radikale, die an der Gelenkschädigung mitbeteiligt sind.

4. Meiden Sie Alkohol und Nikotin!

Sowohl der blaue Dunst als auch alkoholische Getränke wirken negativ auf den rheumatischen Prozess – vor allem wenn Sie Antirheumatika einnehmen. Verzichten Sie am besten komplett auf den Zigarettenkonsum, und seien Sie zurückhaltend bei alkoholischen Getränken.

Sie brauchen aber keine Angst zu haben: Ein Glas Wein oder Bier ab und zu ist gestattet und löst keinen Rheuma-Schub aus. Die Gesamtzusammenstellung Ihrer Ernährung zählt, und die führt nicht in Richtung Askese!

Rheuma gefährdet auch Ihr Herz

Wie stark sich Rheuma nicht nur auf die Gelenke, sondern auch auf das Herz der Betroffenen auswirkt, haben Forscher des National Medical Centre in Mexico herausgefunden.

Sie hatten fast 100 Patienten untersucht, die unter rheumatoider Arthritis litten. Gemessen wurden die Entzündungsmarker im Blut, die Aktivität der rheumatoiden Arthritis und eventuelle weitere Risikofaktoren.

Darüber hinaus wurde mit Gated Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) überprüft, ob die Teilnehmer unter einem Infarkt oder Ischämie gelitten haben.

Die Methode zeigt die Durchblutung des Herzens.

Die SPECT hatte zum Ergebnis, dass ungefähr 25 % aller Untersuchten unter Ischämie litten oder einen Herzinfarkt gehabt hatten. Beides trat unabhängig von den üblichen Risikofaktoren für Herzerkrankungen auf.

Schon Rheuma erhöht also das Risiko für Infarkte und dessen Folgen. Ausgelöst werden sie wahrscheinlich durch die Entzündungen im Körper.

Sie beschleunigen das Auftreten von Gefäßverkalkung, was wiederum ein Risiko für einen Infarkt ist.

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Alte Kommentare
  • dolzer elfriede schrieb am 19.10.2010, 19:11 Uhr

    weg von der Chemie-hin zur Natur ist die einzige Möglichkeit !! 1xVollkorn,2xObst,2x Gemüse immer in Verbindung mit Eiweiß - tier.und pflanzl. Eiweiß auf Sojabasis nicht genmaniep.von Nutrilite gibt es ein programm.www.wissenwieduisst.de

  • Armin Grunewald schrieb am 01.05.2012, 15:55 Uhr

    Sehr geehrte Frau Schneider, da ich selber schon länger nach verlässlichen Quellen für den Tages bedarf und die durchschnittliche Aufnahme von Arachidonsäure suche, wäre ich Ihnen sehr verbunden wenn Sie mir die Quellenangaben zur Verfügung stellen könnten. Ich bedanke mich im voraus. Mit freundlichen Grüßen Dr. Armin Grunewald