Rheuma: 4 Regeln
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Es gibt keine wirksame Rheuma-Diät – auch wenn das immer wieder behauptet wird. Ich kann Ihnen nur eindringlich raten: Lassen Sie die Finger weg von so genannten Rheuma-Diäten. Stattdessen sollten Sie folgende vier Punkte beachten:
1. Vermeiden Sie eine Mangelernährung. Rheuma ist eine Krankheit, die durch die entzündlichen Prozesse Ihren Körper stark schwächt. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihrem Körper durch eine ausgewogene Ernährung all das geben, was er braucht, und ihn mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Hier liegt übrigens meine Kritik an Rheuma-Diäten begründet. Es handelt sich dabei um Ernährungsformen, bei denen Sie auf bestimmte Komponenten verzichten sollen. So lange es sich dabei um Schokolade oder Kaffee handelt, mag das durchaus noch vertretbar sein. Anders sieht es aus, wenn Sie auf bestimmte Obst- oder Gemüsesorten verzichten sollen. Dann kommt es schnell zu einem Mangel.
2. Vermeiden Sie Übergewicht. Ihre Gelenke sind durch Rheuma meist schon sehr beansprucht. Durch Übergewicht steigern sich Belastung und Beanspruchung stark. Hinzu kommt, dass mit steigender Gelenkbelastung durch Übergewicht auch die Schmerzen bei Bewegung zunehmen. Solche Patienten bewegen sich dann noch weniger, nehmen daher noch mehr zu. Durchbrechen Sie diesen Teufelskreis durch geeigneten Sport. Ich möchte Ihnen in diesem Fall Wassergymnastik empfehlen. Sie ist sehr effektiv und belastet die schmerzenden Gelenke nicht.
3. Lassen Sie nicht zu, dass die Ernährung Ihr Leben beherrscht. Sie müssen zum Beispiel nicht auf Ihren Kaffee am Morgen oder auf ein Schnitzel am Sonntag verzichten – so lange alles in Maßen bleibt. Denn etwas Genuss muss sein, damit auch Ihre Seele gesund bleibt. Nur darauf nehmen die meisten Rheuma-Diäten eben keine Rücksicht.
4. Bewegen Sie sich ausreichend. Gerade beim Rheuma sind die Folgen mangelnder Bewegung eklatant. Die Muskeln verkümmern, Sehnen verkürzen sich, die Gelenke werden immer steifer. Es kommt zu sich ständig steigernden Schmerzen. Daher sollten Sie in Bewegung bleiben. Wichtig ist, dass die Sportart gelenkschonend ist und Ihre Schmerzen nicht noch mehr steigert. Zu empfehlen sind zum Beispiel Schwimmen oder Aquasport, Walken, Radfahren, je nach Krankheitszustand auch Skilanglauf oder Reiten. Treiben Sie Ihren Sport regelmäßig. Ich empfehle Ihnen ein tägliches, aber sanftes Training, mindestens jeden zweiten Tag sollten Sie sich bewegen. So kräftigen Sie Ihre Muskeln und halten Ihre Gelenke beweglich.