Pulmonaler Hochdruck: Ursachen unbekannt
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Die Ärzte können nicht immer die Ursache für den pulmonalen Hochdruck feststellen. Wenn sich keine Ursache finden lässt, wird der Zustand als primärer pulmonaler Hochdruck bezeichnet. Davon sind überwiegend junge Menschen betroffen, er beruht wahrscheinlich auf erblichen Faktoren. Außerdem ist diese Form der Erkrankung bei Frauen fast doppelt so häufig wie bei Männern.
Einige Faktoren scheinen jedoch die Erkrankung bei Menschen auszulösen, die erblich vorbelastet sind. Dazu gehören Leber-Krankheiten (z. B. Zirrhose), Immun-Krankheiten (HIV/AIDS) und die Einnahme von Fenfluramin, einem Appetitzügler, der 1997 von den amerikanischen Gesundheitsbehörden vom Markt genommen wurde oder dem Appetitzügler Aminorex, der schon früher in Deutschland verboten wurde.
Meistens beruht der Lungenhochdruck auf bekannten Ursachen. Wenn das der Fall ist, nennt man es sekundären pulmonären Hochdruck. Typischerweise taucht diese Form bei älteren Menschen auf, obwohl jedes Alter davon betroffen sein kann. Häufig wir diese Erkrankungsform mit folgenden Zuständen in Verbindung gebracht:
- Lungen-Embolien
- Chronisch obstruktive Lungenkrankheit, Emphysem
- Kollagenbe-zogene Gefäßkrank-heiten, wie Sklerodermie
- Atemstörungen (Apnoe, Atemstillstand während des Schlafens)
- Angeborene Herzfehler
- Bestimmte Lungenerkrankungen, wie Lungenfibrose.
Symptome für beide Formen des pulmonalen Hochdrucks können sich einschleichen und bis zu 6 Monate lange unbemerkt bleiben. Typischerweise bemerken Sie vielleicht zuerst nur eine Kurzatmigkeit, wenn Sie sich körperlich angestrengt haben. Später kann die Kurzatmigkeit in Ruhephasen auftauchen. In weiter fortgeschrittenen Stadien können Schwindelgefühl, kurze Bewusstlosigkeit, Schmerzen und Druck im Brustkorb die Folge sein. Auch Schwellungen in den Beinen können zu den Symptomen zählen.
Wenn Sie eines dieser Zeichen an sich bemerken, suchen Sie Ihren Arzt auf. Schwindelanfälle und Brustschmerzen rechtfertigen gewöhnlich eine Notaufnahme.