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Übersicht zum Thema Pulmonaler Hochdruck

Pulmonaler Hochdruck oder auch pulmonale Hypertonie, kurz PAH, ist ein erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf, der Cor pulmonale, eine Belastung der rechten Herzseite, zur Folge haben kann.

Pulmonaler Hochdruck kann sowohl akut aus auch chronisch auftreten und wird in zwei Arten unterteilt: Primärer pulmonaler Hochdruck und sekundärer pulmonaler Hochdruck.

Eine Krankheit, zwei Ausprägungen

Primärer pulmonaler Hochdruck, der auch als idiopathische pulmonale Hypertonie bezeichnet wird, kommt sehr selten vor. Seine Ursachen sind unbekannt, man vermutet aber eine genetische Disposition.

Sekundärer pulmonaler Hochdruck oder sekundäre pulmonale Hypertonie ist die Folge einer Grunderkrankung – hier sollte das erste Ziel sein, diese Grunderkrankung in den Griff zu bekommen, um somit den pulmonalen Hochdruck zu vermeiden.

Sekundärer pulmonaler Hochdruck kann eine Folge folgender Krankheiten sein: Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Lungenfibrose, Sarkoidose, portale Hypertension, AIDS, Sichelzellenanämie, Schlafapnoe und diverse weitere.

Pulmonaler Hochdruck: Symptome und Diagnose

Zu den Symptomen des pulmonalen Hochdrucks zählen Müdigkeit, Ödeme, Angina pectoris, Kreislaufstörungen und das Raynaud-Syndrom.

Röntgen-Aufnahmen Ihres Brustkorbes und Elektrokardiogramme (EKG) erleichtern Ihrem Arzt die Diagnose des pulmonalen Hochdruckes. Jedoch können diese Verfahren die Erkrankung in ihrem Frühstadium noch nicht sichtbar machen.

Um ein genaueres Bild Ihres momentanen Zustandes zu erhalten, steht Ihrem Arzt ein Echokardiogramm oder die Untersuchung Ihres rechten Herzens mittels eines Katheters zur Verfügung.

Ein Echokardiogramm misst indirekt den Druck in Ihrem rechten Ventrikel. Die Messwerte sind in der Regel bei pulmonalem Hochdruck erhöht.

Eine Katheter-Untersuchung ist meistens der zuverlässigste Weg, um eine Erkrankung festzustellen. Unter lokaler Betäubung wird ambulant ein dünner, flexibler Katheter über eine Hals- oder Leistenvene bis in die Lungenarterie geschoben.

Dort können die Ärzte folgende Messungen machen:

  • Blutruck in den Hauptarterien der Lungen
  • Blutdruck im rechten Ventrikel des Herzens
  • Funktion der Herzmuskulatur
  • Blutfluss in den Lungenarterien
  • die Reaktion Ihres Körpers auf Medikamente, die Ihre Arterien erweitern.

Jeder dieser Faktoren gibt Ihrem Arzt Aufschluss darüber, ob ein pulmonaler Hochdruck vorliegt und wie schwer die Erkrankung ist. Diese Informationen sind ausschlaggebend für die weitere Behandlung.

Pulmonaler Hochdruck sollte möglichst im akuten Stadium behandelt werden, um zu vermeiden, dass sich ein chronisches Leiden entwickelt. Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung; außerdem sollte über eine Sauerstoffgabe nachgedacht werden.

Höherer Druck ist ein Warnzeichen

Wenn sich die winzigen Gefäße in Ihren Lungen mit der Zeit verengen oder vollständig blockieren, steigt der Blutdruck in der Lunge. Dadurch wird zunehmender Druck in den Lungenarterien aufgebaut – das heißt, es entsteht ein pulmonaler Hochdruck.

Wenn sich der Druck erhöht, muss Ihr rechter Ventrikel immer stärker arbeiten, um das Blut in Ihre Lungen zu pumpen.

Im Laufe von Wochen und Monaten kann dieser Umstand zu einer Vergrößerung des rechten Ventrikels und allmählich auch zu Herzmuskelschwäche und Fehlfunktionen führen. Dieser Effekt – bei dem eine Lungenerkrankung direkt auf das Herz einwirkt – ist bekannt als cor pulmonale.

Häufig führt das zu einem Versagen der rechten Herzkammer. Ein übliches Symptom sind Schwellungen (Ödeme) in den Beinen.

Pulmonaler Hochdruck: Ursachen unbekannt

Die Ärzte können nicht immer die Ursache für den pulmonalen Hochdruck feststellen. Wenn sich keine Ursache finden lässt, wird der Zustand als primärer pulmonaler Hochdruck bezeichnet.

Davon sind überwiegend junge Menschen betroffen, er beruht wahrscheinlich auf erblichen Faktoren. Außerdem ist diese Form der Erkrankung bei Frauen fast doppelt so häufig wie bei Männern.

Einige Faktoren scheinen jedoch die Erkrankung bei Menschen auszulösen, die erblich vorbelastet sind.

Dazu gehören Leber-Krankheiten (z. B. Zirrhose), Immun-Krankheiten (HIV/AIDS) und die Einnahme von Fenfluramin, einem Appetitzügler, der 1997 von den amerikanischen Gesundheitsbehörden vom Markt genommen wurde oder dem Appetitzügler Aminorex, der schon früher in Deutschland verboten wurde.

Meistens beruht der Lungenhochdruck auf bekannten Ursachen. Wenn das der Fall ist, nennt man es sekundären pulmonären Hochdruck.

Typischerweise taucht diese Form bei älteren Menschen auf, obwohl jedes Alter davon betroffen sein kann. Häufig wir diese Erkrankungsform mit folgenden Zuständen in Verbindung gebracht:

  • Lungen-Embolien
  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheit, Emphysem
  • Kollagenbe-zogene Gefäßkrank-heiten, wie Sklerodermie
  • Atemstörungen (Apnoe, Atemstillstand während des Schlafens)
  • Angeborene Herzfehler
  • Bestimmte Lungenerkrankungen, wie Lungenfibrose.

Symptome für beide Formen des pulmonalen Hochdrucks können sich einschleichen und bis zu 6 Monate lange unbemerkt bleiben.

Typischerweise bemerken Sie vielleicht zuerst nur eine Kurzatmigkeit, wenn Sie sich körperlich angestrengt haben.

Später kann die Kurzatmigkeit in Ruhephasen auftauchen. In weiter fortgeschrittenen Stadien können Schwindelgefühl, kurze Bewusstlosigkeit, Schmerzen und Druck im Brustkorb die Folge sein. Auch Schwellungen in den Beinen können zu den Symptomen zählen.

Wenn Sie eines dieser Zeichen an sich bemerken, suchen Sie Ihren Arzt auf. Schwindelanfälle und Brustschmerzen rechtfertigen gewöhnlich eine Notaufnahme.

Pulmonaler Hochdruck Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Lungenhochdruck: Mit Training zu mehr Luft

Die Krankheit namens pulmonale Hypertonie betrifft ausschließlich die Gefäße des Lungenkreislaufes, was gefährliche Folgen nach sich ziehen kann.

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