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Nieren: So unterstützen Sie ihre Regeneration

Die Nieren sind das Organ, das für die Blutfilterung in unserem Körper verantwortlich ist. Sie regulieren so den Wasser- und Salzhaushalt Ihres Körpers.

Wenn sie ihrer Funktion nicht mehr richtig nachkommen können, dann kann es zu einerchronischen Niereninsuffizienz kommen. Deren Folgen sind ein deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Viele Menschen leiden unter Nierenschwäche. Diese kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen. Dabei gibt es einen einfachen Trick, ihr vorzubeugen.

Das Nierengewebe kann sich im Anfangsstadium einer Funktionsschwäche noch erstaunlich gut regenerieren, wenn Sie ihm die richtige Unterstützung dazu geben.

Stärken Sie die Regeneration des Nierengewebes

  • mit Zubereitungen aus Echter Goldrute und grünem Hafer
  • mit Aminosäuren (v. a. Methionin und Taurin)
  • mit Omega-3-Fettsäuren
  • mit Antioxidantien (v. a. Vitamin C, Selen und Zink)
  • mit natürlichen Cholesterinsenkern (z. B. Pektinen und Leinsamen)

Unverzichtbar zur Vorbeugung und zur unterstützenden Behandlung einer Nierenschwäche ist das Echte Goldrutenkraut (Solidago virgaurea).

Nach einer Untersuchung der Humboldt-Universität in Berlin, die im November 2004 in der Wiener Medizinischen Wochenschrift erschien, reinigt Goldrute nicht nur das Nierengewebe, sondern wirkt auch krampflösend, entzündungshemmend und antimikrobiell.

Auf diese Weise beugt sie auch Infektionen des belasteten Gewebes vor.

Für den Anfang empfiehlt sich die Einnahme von Fertigpräparaten, da Sie damit am besten die notwendige Wirkstoffdosis erreichen. Später können Sie, am besten jedes halbe Jahr, eine sechswöchige Kur mit Goldrutentee durchführen.

Wenn Sie Echte Goldrute anwenden, sollten Sie unbedingt die ayurvedische Trinkkur durchführen: Trinken Sie dazu über den Tag verteilt zwei Liter frisch abgekochtes, lauwarmes Leitungswasser, um möglichst viele Toxine auszuschwemmen.

Normales Mineralwasser kann nicht so viele Giftstoffe aufnehmen.

Die Alternative: Grüner Hafer

Auch grüner Hafer hat sich bei Nierenschwäche bewährt. Greifen Sie am besten zu einer Teemischung aus Apotheke oder Drogerie, zum Beispiel Vollmers präpariertem grünem Hafertee N mit Hafer, Brennnessel- und Frauenmantelkraut (75 g für 4,65 €).

Im Falle einer fortgeschrittenen Nieren- oder Herzschwäche, bei der bereits Wassereinlagerungen (Ödeme) aufgetreten sind, ist eine solche Reinigungstherapie nur unter ärztlicher Anleitung erlaubt.

Denn hier besteht die Gefahr einer Überlastung der vorgeschädigten Organe. Allergiker gegen Korbblütengewächse, Kinder und Schwangere sollten Goldrute nicht einnehmen.

Salzverzicht schützt vor Folgeschäden bei Nierenproblemen

Forscher der Tulane University School of Public Health and Tropical Medicine in New Orleans haben untersucht, wie sich eine veränderte Ernährung, speziell einsparsamer Umgang mit Salz, auf geschädigte Nieren auswirkt und auch die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert.

An der Studie nahmen über 3.500 Patienten im Alter von durchschnittlich 58 Jahren teil. Die Forscher maßen zu Studienbeginn, nach zwei und nach vier Jahren den Salzgehalt im Urin der Teilnehmer.

Und in der Tat fanden sie einen Zusammenhang zwischen Salzkonsum und Herz-Kreislauf-Problemen.

Bei denen, die reichlich Salz konsumierten, lag das Risiko für eine Herzinsuffizienz bei über 23 Prozent, bei denen, die wenig Salz zu sich nahmen, nur bei 13 Prozent.

Das Herzinfarktrisiko lag bei den Viel-Salzessern bei 10,9 Prozent, bei den anderen bei 7,8 Prozent und das Schlaganfallrisiko erhöhte sich auf 6,4 Prozent, während es bei denen, die wenig Salz nutzten, bei 2,7 Prozent lag.

Die Forscher empfehlen aufgrund dieser Studienergebnisse Menschen mit geschädigten Nieren, ihren Salzkonsum deutlich zu verringern und nicht mehr alszwei Gramm Salz pro Tag zu sich zunehmen.

Untersuchungen, die helfen, ein Nierenversagen früh zu erkennen

Die häufigsten Untersuchungen zur Überprüfung der Nierenfunktion sind:

  • Kreatinin: Kreatinin ist ein Abfallprodukt des Blutes, das normalerweise durch die Nieren entfernt wird. Ein „Serumkreatinintest“ misst den Spiegel dieses Abfallproduktes im Blut. Bei einem „Creatininclearancetest“ wird der Urin für 24 Stunden gesammelt, um zu bestimmen, wie schnell die Nieren das Kreatinin aus dem Blut entfernen.
  • Harnstoff im Blut: Harnstoff ist ein anderes Abfallprodukt, das die Nieren normalerweise aus dem Blut filtern. Erhöhte Werte im Blut zeigen mögliche Nierenstörungen an.
  • Proteinurie: Tritt Eiweiß (Protein) im Urin auf, wird dies Proteinurie genannt. Es ist normalerweise ein Zeichen geschädigter Nephrone in der Niere. Gesunde Nieren entfernen Abfallprodukte, jedoch nicht Protein aus dem Blut.

    Wenn mit Hilfe eines Tests ein Nierenversagen diagnostiziert wird, kann Ihr Arzt auch eine Ultraschalluntersuchung veranlassen, um festzustellen, ob es irgendwelche Behinderungen des Abflusses gibt, die zur Erkrankung beitragen.

Richtig essen und trinken bewahrt Sie vor Nierensteinen

Nierensteine gehören zu den am meisten verbreiteten Gesundheitsstörungen. Etwa jeder 20. Erwachsene leidet darunter. Mit einer gesunden Ernährungsweise können Sie Nierensteinen erfolgreich vorbeugen.

Ganz wichtig: Trinken Sie genügend! Denn ohne genügend Lösungsmittel für die über die Niere auszuscheidenden Substanzen können diese auf Dauer auskristallisieren und die gefürchteten Steine bilden.

Bevorzugen Sie bei den Getränken natriumarmes Mineralwasser, Früchtetees und Fruchtsäfte.

Wenn Nierensteine in Ihrer Familie gehäuft auftreten, sollten Sie bestimmte Lebensmittel, die die Bildung der Nierensteine begünstigen, nicht allzu oft auf Ihren Speiseplan setzen.

Dazu gehören Rhabarber, Spinat, Rote Beete, Fisch und Schalentiere sowie Innereien. Gut zur Steinvermeidung eignet sich Vollwertkost, diese enthält wenig Eiweiß und viel Ballaststoffe, die die steinbildenden Substanzen binden.

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