Nieren: Nierenversagen durch Kontrastmittel
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Röntgen
Sie galten zunächst als großer Fortschritt, doch nun stellt sich das glatte Gegenteil heraus: Die neuen, so genannten isoosmolaren Kontrastmittel führen dreimal häufiger zu Nierenversagen als die herkömmlichen Mittel z. B. zur Darstellung von Blutgefäßen.
Zusammen mit schwedischen Kollegen haben Forscher der Berliner Charité die Akten von 60.000 Patienten analysiert, bei denen ein Kontrastmittel eingesetzt worden war. Wie die Hochschule im November 2006 mitteilte, stellte sich dabei heraus, dass die neuen Mittel, deren Fließeigenschaften dem des Blutes entsprechen, dreimal so oft ein akutes Nierenversagen verursachen wie die alten Kontrastmittel. Die im Vergleich zu den alten Substanzen dickflüssigeren neuen Mittel verstopfen die feinen Nierenkanälchen. Zwar liegt das Risiko für ein akutes Nierenversagen unter 1 Prozent - weltweit sind jedoch jährlich bis zu 100.000 Menschen betroffen.
Tipp: Falls Sie sich einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmitteleinsatz (Szintigrafie) unterziehen müssen, sollten Sie die traditionellen Kontrastmittel verlangen. Das gilt ganz besonders, wenn bei Ihnen eine erhöhte Thromboseneigung, z. B. infolge von Blutgerinnungsstörungen oder erhöhten Blutfettwerten, besteht.