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Hilfe bei Nierenerkrankungen

Ihre Nieren dienen nicht nur der Entgiftung Ihres Körpers – Vitaminversorgung, Blutdruck, Salzhaushalt, all das wird von diesen Organen beeinflusst.

Nierenerkrankungen entstehen schnell und sie werden meist nur schwer und dann sehr spät erkannt.

Ohne Nieren läuft nichts in Ihrem Körper. Die beiden Organe dienen Ihrem Körper als Filteranlage, die dafür sorgt, dass nur Schadstoffe ausgeschieden werden. Lebensnotwendige Stoffe werden wieder in den Körperkreislauf zurückgeschickt.

Dazu laufen bei einem gesunden Menschen rund 150 Liter Harn pro Tag durch die Nieren.

Über ein kompliziertes Röhrensystem in den Organen und über die Nierenkörperchen wird diese Menge dann konzentriert und ausgefiltert – ca. 1,5 Liter Urin bleiben übrig, die Sie dann über den Tag verteilt ausscheiden.

Die restliche Menge, bestehend aus Wasser, Salzen und Mineralstoffen, verwendet der Körper erneut. So helfen die Nieren nicht nur bei der Entgiftung des Körpers.

Sie sorgen auch für das richtige Gleichgewicht der Salze in Ihrem Körper – und sie regulieren sogar Ihren Blutdruck.

Bei Nierenerkrankungen sollten Sie Ihren Nieren schnell helfen, bevor es zu spät ist

Der Arzt stellt eine Nierenerkrankung zudem am Anstieg bestimmter Substanzen im Blut und im Urin fest:

  • Kreatinin, ein Abfallprodukt aus dem Muskelstoffwechsel. Dieser Wert liegt bei Frauen normalerweise unter 0,9 mg/dl, ein Wert zwischen 1,3 und 2,5 mg/dl weist auf eine um 30 bis 50 % eingeschränkte Nierenfunktion hin
  • Harnstoffwerte über 10 bis 45 mg/dl sind auf eine gestörte Nierenfunktion zurückzuführen.
  • Störungen des Elektrolythaushalts liegen vor, wenn Natrium, Kalium, Kalzium, Chlorid, Phosphat und Bicarbonat im Ungleichgewicht sind.
  • Verstärkte Eiweißausscheidung von über 0,2 g Eiweiß pro Tag im Urin.

So muss beispielsweise eine Infektion in der Regel durch Antibiotika bekämpft werden, bei einer durch Schmerzmittel ausgelösten Nierenerkrankung müssen zunächst die Schmerzmittel abgesetzt werden, ein erhöhter Blutdruck sollte nach unten korrigiert werden, etwa in dem Übergewicht abgebaut wird.

Ihr Blutdruck muss runter – Nierenerkrankungen führen automatisch zu einem hohen Blutdruck, der wiederum die Nieren weiter schädigt.

Deswegen kommen häufig Blutdrucksenker wie ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorenblocker zum Einsatz.

Sie werden auch in Kombination verordnet, weil man die Erfahrung gemacht hat, dass dies die Nieren schützt. Zudem werden die Mengen an Eiweißstoffen, die in den Harn sickern, reduziert.

Wenn die Nieren weniger Eiweißstoffe durchlassen, kann das Fortschreiten der Nierenschwäche aufgehalten werden.

Das stärkt Ihre Nieren bei Nierenerkrankungen

  • Ihr Blutdruck muss gut eingestellt sein.
  • eine erhöhte Eiweißausscheidung im Harn sollte gemindert werden, dabei hilft Ihnen der Arzt.
  • Sie sollten unbedingt auf Nikotin verzichten, den dieses lässt die Niere besonders leiden.
  • Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum – 2-mal pro Woche reicht aus, setzen Sie auf pflanzliches Eiweiß (zum Beispiel aus Kartoffeln, Getreide und Hülsenfrüchten, kombiniert mit Ei und Milch beziehungsweise Milchprodukten)
  • Schränken Sie Ihren Phosphat-Konsum ein, indem Sie auf Cola, Kochkäse, Milchpulver, Kondensmilch und phosphathaltige Zusatzstoffe (E-Nummern beachten!) verzichten.
  • Machen Sie einen Bogen um zu viel Kochsalz (3 bis 4 g täglich reichen), um den Wasserstau im Gewebe nicht zusätzlich zu fördern (achten Sie dabei vor allem auch auf verstecktes Salz – beispielsweise in Fertigprodukten).
  • Sprechen Sie Ihren Schmerzmittelkonsum mit Ihrem Arzt ab, vor allem mit nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac, aber auch mit Acetylsalizylsäure oder Paracetamol sollten Sie vorsichtig sein.
  • Die Nieren brauchen trotz eingeschränkter Funktion ausreichend Flüssigkeit, sie sollten täglich 1 bis 3 l Urin bilden. Bevorzugen Sie Quellwasser und mineralarme Wässer.
  • Tees aus Goldrute, Hauhechel und Birkenblättern unterstützen die Arbeit der Nieren.
  • Kontrollieren Sie täglich Ihr Gewicht, um die Flüssigkeitsausscheidung im Auge zu behalten (staut sich das Wasser im Gewebe, nehmen Sie zu).
  • Lassen Sie Blutdruck und Blutzuckerwerte regelmäßig kontrollieren.
  • Senken Sie hohe Blutfettwerte, denn diese können wahrscheinlich das Fortschreiten der Nierenschädiung vorantreiben.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Gehen Sie beispielsweise mindestens 2- bis 3-mal in der Woche zügig eine 3/4 Stunde lang spazieren, denn das tut auch Ihrem Nierenstoffwechsel gut.

Süße Getränke erhöhen Nierensteinrisiko

Viel trinken kann Sie effektiv davor schützen, Nierensteine zu entwickeln. Aber Getränk ist dabei nicht Getränk – das haben Wissenschaftler des Brigham and Women’s Hospital in Boston jetzt noch einmal bestätigt, als sie eine amerikanische Studie auswerteten.

An dieser hatten fast 200.000 Menschen teilgenommen. Acht Jahre lang waren von diesen Gesundheitsdaten gesammelt worden, die zusammen mit den Daten über die Ernährungsgewohnheiten jetzt kürzlich ausgewertet wurden.

Es zeigte sich, dass es tatsächlich Unterschiede gibt: Manche Getränke führten deutlich häufiger zu Nierensteinen als andere.

Diejenigen Studienteilnehmer, die pro Tag nur ein zuckerhaltiges Getränk zu sich nahmen, hatten schon ein um 23 Prozent erhöhtes Risiko – verglichen mit denjenigen, die diese Menge unterschritten.

Bei Menschen, die Wasser, Orangensaft, Tee oder Kaffee zu sich nahmen, sank das Risiko für Nierensteine.

Und auch der gelegentliche Konsum von Bier oder Wein ließ es nicht steigen. Anders sieht es übrigens bei Kakao aus: dieser kann das Stein-Risiko wiederum erhöhen.

Nierensteine sind übrigens nicht nur schmerzhaft, sondern auch nicht unbedingt ungefährlich. Sie können zu Schmerzen und Entzündungen führen, wenn sie abgehen. Manchmal kommt es sogar zu einer Verstopfung der Harnwege, wodurch ein akutes Nierenversagen entstehen kann.

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