Nieren: Dialyse
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Nierenerkrankung: So funktioniert die Dialyse
Kommt es im Laufe einer Nierenerkrankung dazu, dass die Nieren ihren Dienst versagen, muss eine „künstliche Niere“ die Blutwäsche übernehmen. Dazu müssen die Betroffenen mehrmals wöchentlich (bis zu sechsmal, je nachdem, ob eine oder beide Nieren betroffen sind) zur Dialyse in die Klinik.
Der Dialyseapparat entfernt Abbauprodukte des Stoffwechsels und überschüssige Flüssigkeit aus dem Blut. Über einen so genannten Shunt – eine Art künstliche Ader, die den Zugang zum Blutkreislauf ermöglicht – wird die Betroffene an die Maschine angeschlossen.
Nun fließt das Blut durch den Apparat, wo es gereinigt wird. Diese Prozedur dauert mehrere Stunden und kann sehr belastend sein, denn der Blutdruck kann stark fallen. Das kann zu Muskelkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen führen. Manchmal entzündet sich der Zugang zu den Venen.
Seltener kommt die so genannte Peritoneal- oder Bauchfelldialyse zum Einsatz. Dabei wird das Bauchfell als körpereigener Filter genutzt. Über einen kleinen, operativ eingesetzten Katheter wird Dialyselösung aus einem tragbaren Beutel in den Bauchraum geleitet. Diese Lösung bleibt mehrere Stunden im Bauch, wird dann über den Katheter abgelassen und gegen neue ausgetauscht. Der Vorgang dauert 30 bis 40 Minuten und muss bis zu viermal täglich wiederholt werden. Das ist zwar einerseits unbequem, macht die Patienten mit Nierenerkrankung aber unabhängig vom Krankenhaus.