Nieren: Allgemeines
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Kümmern Sie sich besser jetzt um die Gesundheit Ihrer Nieren. Die Nieren reinigen das Blut und sind für den Flüssigkeitshaushalt zuständig. Sie sorgen dafür, dass ein großer Teil der Stoffwechselabfälle entsorgt werden kann. Zudem sind sie an der Bildung von Vitamin D beteiligt und schütten das Blutbildungshormon Erythropoetin sowie das Hormon Renin aus, das den Blutdruck reguliert. Normalerweise arbeiten Ihre Nieren so „lautlos“, dass Ihnen wahrscheinlich gar nicht bewusst wird, welch enorme Leistung dieses Organ-Paar vollbringt.
Die Nieren – Sie haben an jeder Körperseite jeweils eine – bestehen aus etwa 2 Millionen Nierenkörperchen (Glomeruli). Das sind winzige Filterapparate, die das Blut waschen und Ausscheidungsstoffe aussortieren. In ihnen wird das Blut gesiebt, Zellen und Eiweiße bleiben im Filtersystem hängen, wichtige Stoffe wie Natrium oder Kalium werden wieder in den Blutkreislauf eingespeist, ebenso das meiste Wasser.
Übrig bleibt der Harn mit den Stoffen, die tatsächlich entsorgt werden müssen.Durchschnittlich anderthalb Liter Urin müssen täglich den Körper verlassen – normale Flüssigkeitsverhältnisse im Organismus vorausgesetzt.
Büßen diese Glomeruli, die zu den empfindlichsten Zellen Ihres Körpers gehören, ihre Funktion ein, kommt es Dialyzu einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI). In jedem 4. Fall ist das auf Diabetes zurückzuführen (diabetische Nephropathie). In jedem 10. Fall handelt es sich um die Folge von Schmerzmittelmissbrauch.
Vor allem führen aber auch Übergewicht und Bewegungsmangel zu Nierenerkrankungen. Schwache Nieren vergiften Ihren Körper Wird die chronische Nierenschwäche nicht behandelt, schreitet sie weiter fort. Es kommt zu einer schleichenden Selbstvergiftung. Das hat unter anderem auch seelische Auswirkungen.
Denn die mangelhafte Ausscheidung von Stoffwechselprodukten belastet das Gehirn mit unerwünschten Abbaustoffen, die nicht selten schwere Depressionen oder eine „Allesegal- Haltung“ auslösen. Außerdem treten beim fortschreitenden Nierenversagen Blutarmut und Knochenschwund auf.
Das völlige Nierenversagen macht die regelmäßige Blutwäsche an einer „künstlichen Niere“ – die Dialyse – erforderlich. Oft kann nur noch eine Nierentransplantation das Leben retten.
Leider wächst die Zahl der Nierenerkrankungen bei Frauen vor allem deshalb, weil es immer mehr Diabetikerinnen, Übergewichtige und Frauen mit Bluthochdruck gibt.