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6 Regeln zum Schutz Ihrer Nieren

Es gibt verschiedene Methoden, mit denen Sie Ihre Nieren gesund erhalten können. Aber vielleicht vernachlässigt man diese Tipps gerade deshalb so oft, weil sie so einfach sind?

Die wichtigsten Regeln zum Schutz Ihrer Nieren

  1. Trinken Sie genug. Als gesunder Mensch sollten Sie bis zu 2,5 Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen. Davon müssen Sie rund 1,5 Liter trinken, zum Beispiel Mineralwasser oder Früchtetee. Den Rest der Flüssigkeit nehmen Sie über die Nahrung zu sich. Vorsicht, wenn Sie Dialyse-Patient sind. Für Sie gilt: Auf keinen Fall zu viel trinken. Bei Dialysepatienten ist die Wasserausscheidung gestört, manchmal scheidet der Körper gar kein Wasser mehr aus. Stattdessen sammelt sich die Flüssigkeit im Körper. Dieser nimmt in der Zeit zwischen der Dialyse, bei der das Wasser wieder entzogen wird, maximal 5 Prozent des eigenen Körpergewichts an Wasser auf. Die für Sie als Dialysepatient erlaubte Trinkmenge berechnen Sie einfach selbst. Sie addieren zu der Restmenge, die Ihre Nieren ausscheiden, 500 ml hinzu. Die Restmenge nennt Ihnen Ihr Arzt. So erhalten Sie Ihre maximale Tagestrinkmenge.
  2. Vorsicht bei Blutarmut. Wenn Ihr Arzt eine Blutarmut bei Ihnen feststellt, fragen Sie ihn nach einer geeigneten Behandlung. Diese Krankheit namens Anämie stellt einen Risikofaktor für eine Nierenerkrankung dar. In diesem Fall empfiehlt sich ein Brottrunk – er regt die Blutbildung an.
  3. Senken Sie Ihre Blutfettwerte. Das gelingt Ihnen durch regelmäßige Bewegung. Hohe Blutfettwerte verschlechtern Ihre Nierenfunktion. 120:80 mmHG lautet Ihre goldene Zahl. Ihr Blutdruck sollte diese Werte nicht überschreiten. Zu hohen Blutdruck senken Sie durch Sport. Bewegen Sie sich mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten. Dabei empfehlen sich Joggen, Walken oder Radfahren. Hoher Blutdruck verachtzehnfacht Ihr Risiko einer Nierenerkrankung.
  4. Hören Sie auf zu rauchen. Auch wenn es nicht leicht fällt, sollten Sie die Glimmstängel zur Seite legen. Raucher sind anfällig für Nierenerkrankungen. Das gilt besonders für Diabetiker. Die Niere filtert Blut mit der Einheit ml pro Minute (ml/min). Bei Jugendlichen filtert sie 125 ml Blut pro Minute, bei Erwachsenen 65 ml/min. Bei einem rauchenden Diabetiker nimmt das Filtrationsvermögen der Niere um 5 ml/min pro Jahr ab.
  5. Überprüfen Sie Ihren Blutzucker als Diabetiker regelmäßig. Ist Ihr Zucker gut eingestellt, verzögern oder verhindern Sie Schädigungen Ihrer Nieren.
  6. Fischöl wirkt vorbeugend für die Nieren. Omega-3-Fettsäuren aus Fischölkapseln (Tagesdosis 1,5 bis 3 g Fischöl) wirken als Radikalfänger und senken Ihren schlechten LDL-Cholesterinspiegel. Damit schützen Sie die feinen Blutgefäße der Niere vor einer zusätzlichen Arteriosklerose. Eine Nierenschwäche bedeutet immer eine ernste Erkrankung, die eine regelmäßige Kontrolle durch Ihren Arzt erfordert. Wenden Sie die genannten Hilfen sorgfältig regelmäßig an und ersetzen Sie Schmerzmittel weitgehend durch Akupunktur und andere natürliche Verfahren. Auf diese Weise tragen Sie wesentlich dazu bei, dass sich Ihr Leiden nicht verschlimmert und eine beginnende Schwäche wieder verschwindet.

Wie Sie Nierensteinen vorbeugen

Wenn Medizin doch immer so einfach wäre: Man trinkt täglich zwei bis drei Flaschen Zitronenlimonade, und die Nierensteine lösen sich auf. Dass das tatsächlich funktioniert, beweisen mehrere medizinische Studien.

Dabei tranken z.B. Patienten in North Carolina, die zur Nierensteinbildung neigten, über einen Beobachtungszeitraum von vier Jahren täglich 2 bis 2,5 Liter Zitronenlimonade.

Ergebnis: Die Steinbildung unterblieb, bzw. bereits vorhandene Steine stagnierten im Wachstum oder bildeten sich sogar zurück. Ein 73-jähriger Wiener war seine Nierensteine innerhalb von drei Monaten los, nachdem sein Urologe ihm zu einer Zitronensaft- Kur geraten hatte.

Des Rätsels Lösung: Zitrat, das Salz der Zitronensäure, verhindert die Steinbildung, indem es die Säure im Urin abpuffert und das steinbildende Kalzium bindet.

Wenn Sie z.B. wegen der Kalorien keine Zitronenlimonade trinken möchten, können Sie das Zitrat auch als Kaliumzitrat einnehmen, z.B. Kalinor-Brausetabletten von Desma, 90 Stück ca. 40 Euro oder Smerds Kaliumzitrat-Pulver, 300 g ca. 13,50 Euro.

Die vorbeugende Maßnahme hilft bei den häufigsten Formen der Nierensteine, den Harnsäure(Urat-)-Steinen und Kalziumsteinen, nicht jedoch bei Oxalatsteinen.

Wenn Sie bereits Nierensteine haben, sollten Sie deren Zusammensetzung aus den Ablagerungen im Urin von Ihrem Arzt bestimmen lassen.

Mithilfe weiterer Diagnosemöglichkeiten wie Computer-Tomographie, Ultraschall oder Röntgen mit Kontrastmittel (Vorsicht: Allergiegefahr!) kann er Lage und Ausmaß der Steine bestimmen sowie eine Therapie vorschlagen.

Diese kann neben dem medikamentösen Auflösen der Steine auch in einer Ausschwemmung der Steine bestehen.

Wenn das nicht möglich ist, stehen weitere Verfahren zur Verfügung, wie die Zertrümmerung durch Stoßwellen von außen (extrakorporale Stoßwellen-Lithotripsie) oder von innen (durch eine Punktionsnadel bzw. ein optisches Instrument, das durch die Haut oder den Harnleiter in die Niere eingeführt wird).

Auch mit diesen Maßnahmen beugen Sie Nierensteinen vor

  • Essen Sie weniger Fleisch, dafür mehr roten Fisch
  • Achten Sie auf genügend Kalziumzufuhr. Kalzium bindet steinbildendes Oxalat. Jogurt, Getreideprodukte, Obstsaft und fettarme Milch sind gute Kalzium-Kieferanten.
  • Trinken Sie reichlich – 2,5 bis 3 l pro Tag
  • Gehen Sie sparsam mit Salz um. Natrium setzt Kalzium aus den Knochen frei und erhöht somit das Steinbildungsrisiko
  • Vermeiden Sie bestimmte Lebensmittel, speziell die, die viel Oxalat enthalten, wie Rhabarber, Spinat, Nüsse, Schokolade und Spargel

Sternfrucht: Bei Nierenerkrankungen lebensgefährlich

Menschen, die an Nierenerkrankungen leiden, dürfen nicht nach Lust und Laune Obst und Gemüse essen, obwohl diese Lebensmittel eigentlich Grundlage einer gesunden Ernährung sind.

Doch für diejenigen, die zum Beispiel an Niereninsuffizienz leiden, gilt, dass sie sich phosphat- und kaliumarm ernähren müssen. Der Grund dafür: Die Nieren sind nicht mehr in der Lage, diese Stoffe auszuscheiden.

Würde sich durch eine phosphatreiche Ernährung der Gehalt dieses Stoffes im Blut erhöhen, wird Kalzium aus den Knochen entzogen.

Es kommt vermehrt zu Knochenbrüchen, Juckreiz, Muskel- und Knochenschmerzen. Zu viel Kalium hingegen kann zu Herzrhythmusstörungen führen, die lebensgefährlich sein können.

Menschen, die unter Nierenerkrankungen leiden, sollten generell Dosenobst bzw. gekochtes Gemüse vorziehen. Hier ist der Gehalt an Vitalstoffen geringer. Gerade beim Kochen verringert sich der Kaliumgehalt von Lebensmitteln deutlich.

Allerdings gilt auch: Bei bestimmten Sorten ist Verzicht angebracht. Hierzu gehört neben der Banane auch die Karambole, auch Sternfrucht genannt.

Sie ist nicht nur durch ihren Kaliumgehalt gefährlich. Vielmehr enthält sie einen weiteren Stoff, das so genannte Caramboxin, das bei Nierenerkrankungen wie ein Nervengift wirkt.

Es löst Erbrechen, geistige Verwirrung, Unruhe oder epileptische Anfälle aus. Im Akutfall hilft nur eine sofortige Blutwäsche. Gesunde Menschen dagegen brauchen das Caramboxin nicht zu fürchten. Bei ihnen wird es ohne Probleme über die Nieren wieder ausgeschieden.

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