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Mikrovaskuläre Herzkrankheit: Neue Forschung

Zum Glück hat die neuere Forschung etwas Licht in diese uneinheitliche Entwicklung bei Männern und Frauen gebracht.

Einige wichtige Studien, die im letzten Jahr veröffentlicht wurden, kamen zu folgendem Ergebnis: Bei vielen Frauen mit Verdacht auf koronare Herzkrankheit sind gar nicht die großen Herzkranzgefäße das Problem, sondern die unzähligen kleinen Blutgefäße tief im Herzmuskel.

Koronare mikrovaskuläre Probleme kommen meistens in zwei Formen vor:

1. Arteriosklerose: Die Bildung von Plaques, die meist größere Arterien blockieren und verengen, kann auch in den kleinsten Blutgefäßen auftreten.

2. Endotheliale Dysfunktion: Dies bedeutet, dass sich die kleinsten und mittleren Blutgefäße nicht mehr richtig erweitern können (Dilatation) und sogar noch enger werden, sobald sich der Blutfluss zum Herzen durch körperliche Belastung oder emotionalen Stress erhöht.

Zusätzlich zu den Symptomen einer Angina, die meist durch Stress hervorgerufen wird, kann eine der beiden Formen dieser koronaren mikrovaskulären Erkrankung dazu führen, dass Ihr Herz überlastet ist.

Das kann zu Herzversagen oder einem erhöhten Risiko von Spasmen in den Herzkranzgefäßen und sogar zum plötzlichen Herztod führen.

Kennen Sie die wichtigsten Risikofaktoren?

Die wichtigsten Risikofaktoren für die mikrovaskuläre Herzkrankheit sind dieselben wie für die häufigere Form der koronaren Herzkrankheit.

Zu diesen Risikofaktoren gehören:

  • Rauchen
  • hoher Cholesterinspiegel
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • eine hauptsächlich sitzende Lebensweise
  • Diabetes, Blutarmut
  • psychischer Stress
  • Depressionen

Die besonderen Risikofaktoren für die mikrovaskuläre Herzkrankheit sind noch nicht vollständig erforscht.

Jedoch ist bei Frauen die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie von den Risikofaktoren betroffen sind, die zu der mikrovaskulären Herzkrankheit beitragen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Niedriger Östrogenspiegel, schon vor der Menopause,
  • allgemeine Entzündungen, die teilweise auf Autoimmunerkrankungen beruhen – wie zum Beispiel Rheumatiode Arthritis oder Lupus – , treten bei Frauen häufiger als bei Männern auf
  • Migräne
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