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Alles Wichtige zum Thema Mesenteriale Ischämie

Sie nehmen ungewollt ab. Kein Wunder, denn seit Kurzem verzichten Sie auf regelmäßige Mahlzeiten.

Immer kurz nach dem Essen plagen Sie heftige Bauchschmerzen, die ein oder zwei Stunden anhalten. Ihr Arzt untersuchte Sie gründlich.

Unter anderem sah er sich die Blutgefäße in Ihrem Unterleib per Ultraschalluntersuchung näher an.

Unterversorgung des Darms mit Blut

Seiner Meinung nach kommen Ihre Beschwerden daher, dass der Körper den Darm nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt.

Der Fachbegriff für seine Diagnose lautet chronische mesenteriale Ischämie.

In den Arterien, die den Verdauungstrakt mit Blut versorgen, bildeten sich Fettablagerungen. Ihr Arzt bezeichnet dies als Arteriosklerose.

Die Ablagerungen behindern die normale Darmfunktion und verursachen Schmerzen.

Im Grunde handelt es sich um die gleiche Ursache wie bei einer Angina pectoris. Die einzige Ausnahme: Hier ist das Verdauungssystem und nicht das Herz unterversorgt.

3 Arterien versorgen den Verdauungstrakt mit Blut

Die Aorta ist die große Arterie, die Ihre Blutgefäße mit sauerstoffreichem Blut aus dem Herzen versorgt.

Der Teil der Aorta, der sich unterhalb des Herzens bis in den Bauchraum erstreckt, heißt Bauchaorta.

Drei Arterien zweigen von ihr ab und sorgen für die gesamte Blutversorgung des Verdauungstraktes:

  • Truncus coeliacus
  • Arteria mesenterica superior
  • Arteria mesenterica inferior

Wie jede andere Arterie Ihres Körpers werden natürlich auch diejenigen Arterien durch Arteriosklerose in Ihrer Funktion beeinträchtigt, die den Verdauungstrakt versorgen.

Eine chronische Mesenterialarterienischämie entsteht durch arteriosklerotische Ablagerungen, die zunehmend den Blutfluss zu Dünn- und Dickdarm reduzieren.

Betroffene empfinden Schmerzen nach dem Essen

Die Beschwerden nehmen zu, wenn der Patient zusätzlich an bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, die den Blutfluss reduzieren: abnormer Herzrhythmus, Herzklappenprobleme oder chronische Herzschwäche.

Es gibt daneben akute Formen dieser Erkrankung, bei denen ein plötzlicher neuer Schmerz auftritt.

Sie entstehen, wenn der Blutfluss allgemein verringert ist.

Dies tritt beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder einer verschließenden mesenterialen Ischämie auf.

In manchen Fällen wird der Blutfluss in den Verdauungstrakt komplett unterbrochen. Der Grund dafür liegt in einem Blutpfropf, der in die Baucharterien wanderte.

Das gleiche passiert, wenn sich ein Blutpfropf in einer durch Arteriosklerose verengten Arterie neu bildet.

In beiden Fällen handelt es sich um medizinische Notfälle, die sofortiger Behandlung bedürfen.

Mesenteriale Ischämie: Diagnose

Wenn Ihr Arzt bei Ihnen eine chronische mesenteriale Ischämie vermutet, wird er wahrscheinlich die Diagnose genau absichern wollen.

Denn die Symptome dieser Erkrankung können denen von Geschwüren, Magen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs sehr ähneln.

Um diese Möglichkeiten auszuschließen, stehen dem Arzt verschiedene diagnostische Methoden zur Verfügung, beispielsweise Röntgen oder Computertomographieaufnahmen, Ultraschalluntersuchungen und die Endoskopie.

Mit Hilfe einer speziellen Ultraschalluntersuchung des Truncus coeliacus, der Arteria mesenterica superior und der Arteria mesenterica inferior kann er feststellen, ob der Blutfluss wirklich verringert ist.

Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich wirklich um eine chronische mesenteriale Minderdurchblutung handelt.

Um ein noch besseres Bild davon zu erhalten, in welcher der drei Baucharterien das Problem liegt, kann eine Angiographie durchgeführt werden.

Dabei wird ein dünner Katheter durch die Leistenarterie in die Aorta vorgeschoben und ein Röntgenkontrastmittel injiziert, mit dessen Hilfe die drei Arterien sichtbar gemacht werden.

Risikofaktoren bei mesenterialer Ischämie

Risikofaktoren für eine chronische mesenteriale Ischämie sind:

  • Alter
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Diabetes
  • erhöhte Cholesterin- und Triglyzeridwerte im Blut
  • Rauchen
  • Fettleibigkeit
  • sitzende Lebensweise

Ihr persönliches Risiko steigt, wenn Sie an Gefäßerkrankungen leiden, die den Blutfluss in anderen Körperteilen beeinträchtigen: beispielsweise in das Herz (Koronare Herzkrankheit), die Beine (periphere arterielle Verschlusskrankheit) oder das Gehirn (Karotisstenosen).

Behalten Sie auf lange Sicht Ihren gesamten gesundheitlichen Zustand im Auge

Auch wenn eine Operation oder eine Angioplastie Sie von den Schmerzen erlösen kann, die eine mesenteriale Ischämie verursacht, bleibt die Gefahr einer Arteriosklerose an anderer Stelle im Körper bestehen.

Ebenso wie Schmerzen in der Brust (bei Angina pectoris), ist eine chronische mesenteriale Ischämie ein Warnsignal für Arteriosklerose.

Sie sollten daher gemeinsam mit Ihrem Arzt versuchen, Ihr Risiko für weitere damit verbundene Gesundheitsprobleme zu reduzieren.

Wenn Sie also an Diabetes, Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin, Triglyzeride) leiden, sollte Sie diese Erkrankungen behandeln und regelmäßig kontrollieren lassen.

Das kann bedeuten, dass Sie Ihre Ernährung umstellen und sich mehr körperlich bewegen müssen.

Eventuell ist auch notwendig, dass Sie abnehmen und Medikamente einnehmen.

Und ganz wichtig, falls Sie Raucher sind, müssen Sie damit aufhören.

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