Magengeschwür: Standardtherapie
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In der Vergangenheit konzentrierte sich die Behandlung von Geschwüren auf eine sogenannte blande (reizarme) Diät, wobei das Hauptgewicht auf Milch und Milchprodukten lag. Ärzte fanden dann heraus, daß Milch in Wirklichkeit die Säureproduktion steigern kann, anstatt sie zu dämpfen. Heute gehört zur diätetischen Therapie, nur die Nahrungsmittel zu vermeiden, die nach der Erfahrung des Patienten zur Verschlimmerung von Geschwüren beitragen.
Antazida und Wirkstoffe, die als (Histamin-) H2-Rezeptorblocker bezeichnet werden, sind heute die Standard-Mittel bei der Geschwürbehandlung. Antazida neutralisierten die Wirkung der Magensäure. H2-Blocker senken den Säurespiegel.
H2-Blocker, wie etwa Ranitidin, Famotidin, Cimetidin und Nizatedin, zählen zu den meistverordneten Arzneimitteln in den USA und in Europa. Ärzte verwenden auch Omeprazol, einen sogenannten Protonpumpen-Hemmer, der die Bildung der Magensäure stärker inhibiert als die H2-Blocker. Die Anwendung dieser wirksamen Arzneimittel hat dazu geführt, daß die Notwendigkeit operativer Eingriffe bei Geschwürleiden zurückgegangen ist.