Magengeschwür: Antibiotika
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Der Einsatz von Antibiotika bei Geschwürleiden begann Anfang der 80er Jahre. Damals wiesen australische Forscher nach, daß über 90 Prozent der Patienten mit Zwölffingerdarmgeschwüren und 70 % mit Magengeschwüren Träger von H. pylori Bakterien waren.
Eine Studie in den Annals of Internal Medicine (Ausgabe vom 1. Mai 1992) kam zu dem Ergebnis, daß die antibiotische Behandlung von Geschwüren die Symptome linderte und zur Verhütung wiederauftretender Geschwüre beitrug.
Eine Gruppe von Patienten, die an Zwölffingerdarmgeschwüren litt, nahm zwei Antibiotika, ein Wismutpräparat (Pepto-Bismol) und zusätzlich einen H2-Blocker ein. Im darauffolgenden Jahr traten bei nur 12 % Rezidiv-Geschwüre auf.
Im Vergleich dazu nahm eine zweite Gruppe, die an Zwölffingerdarmgeschwüren litt, nur H2- Blocker ein. Im gleichen Zeitraum kam es bei 95 % dieser Patienten zu Rückfällen von Zwölffingerdarmgeschwüren.
Eine Studie im New England Journal of Medicine (Ausgabe vom 4. Februar 1993) gelangte zu ähnlichen Ergebnissen. In dieser Untersuchung hatten nur 8 % der Patienten mit Zwölffingerdarm-Geschwüren, die Antibiotika zusammen mit H2-Blockern eingenommen hatten, im darauffolgenden Jahr ein Rezidiv-Geschwür. Von denjenigen Patienten, die lediglich einen H2-Blocker verordnet bekamen, erlitten im Verlauf des darauffolgenden Jahres 86 % einen Rückfall.