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Ein ausreichender Vitamin D-Wert schützt vor Lymphknoten-Erkrankungen

Forscher der Mayo Clinic berichten, dass therapeutische Erfolge bei der bösartigen Lymphknoten-Vergrößerung namens Non-Hodgkin-Lymphom durch die Höhe des im Blut befindlichen Vitamin D-Wertes beeinflusst werden.

Beim Non-Hodgkin-Lymphom kommt es zur ungehemmten Teilung von Lymphozyten, die zu den weißen Blutkörperchen zählen.

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Iowa durchgeführt und untersuchte 374 Patienten, die kurz zuvor am Diffus-großzelligem B-Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt waren.

Neben den bei dieser Erkrankung üblichen Behandlungsmethoden wurde bei jedem Probanden der Wert einer bestimmten Vitamin D-Form, dem 25-Hydroxy-Vitamin D, untersucht.

Durchführung der Studie

Hierfür wurden Blutproben herangezogen, die bereits vor Jahren – also vor der Behandlung – genommen und anschließend aufbewahrt wurden.

Bei der Hälfte der Studienteilnehmer stellte man fest, dass deren Vitamin D-Wert nur unzureichend war und unter 25 ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) lag.

Der Vergleich zu den Patienten, deren Vitamin D-Wert höher lag, führte zu einem klaren Ergebnis:

Die Studienteilnehmer mit dem geringen Vitamin-D-Spiegel hatten ein 1,5-fach höheres Risiko für ein weiteres Fortschreiten der Lymphknoten-Erkrankung sowie eine zweimal höhere Sterberate.

Dieses Ergebnis der Studie wurde Ende letzten Jahres der Amerikanischen Gesellschaft für Hämatologie vorgestellt.

Auch wenn das Studienergebnis nur vorläufig ist, betonen die Ärzte der Mayo Clinic: Es gibt starke Hinweise für einen Zusammenhang zwischen dem Ergebnis einer Krebsbehandlung und dem Vitamin D-Wert.

Ergebnisse der Studie

Die Studie lies einige Fragen aufkommen, wie zum Beispiel:

Ist es sinnvoll, Vitamin D-Ersatzpräparate während der Behandlung von Diffus-großzelligem B-Non-Hodgkin-Lymphom zu verabreichen?

Sind Menschen mit einem ausreichend hohen Vitamin D-Wert generell gesünder?

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass sich ein ausreichender Vitamin D-Gehalt positiv auf die Gesundheit auswirkt.

So rät eine Vielzahl von Ärzten Erwachsenen, auf 800 bis 1.200 internationale Einheiten pro Tag zu achten.

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