Lungenkrebs: Rauchende Frauen hochgefährdet
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Rauchende Frauen hochgefährdet
Rauchen schadet den Frauen noch mehr als den Männern. Selbst wenn sie bereits vor Jahren das Rauchen aufgegeben haben, sind sie noch immer gefährdet. In den USA sterben mehr Frauen an Lungenkrebs als an Brustkrebs – und sehr viel früher! Dies ergab eine Studie, die 1999 auf dem Weltkongress der Ärzte für Lungenheilkunde vorgestellt wurde. Da sich auch in puncto Rauchen die Lebensbedingungen in den USA und Deutschland ziemlich gleichen, dürften die Ergebnisse dieser Studie auch für uns gelten.
Die Forscher untersuchten 459 Frauen und 541 Männer über 60 Jahren und befragten sie nach ihren Rauchgewohnheiten: wann sie damit begonnen, wie lange und wieviel sie rauchen oder geraucht haben, und ob sie dazwischen auch eine rauchfreie Zeit durchgehalten hatten.
Unabhängig von anderen Risikofaktoren waren die Frauen bei gleichem Zigarettenkonsum doppelt so stark gefährdet wie die Männer, einen Lungenkrebs zu bekommen. Vermutlich – so die These der Wissenschaftler – reagiert der weibliche Körper empfindlicher auf die krebserregenden Substanzen im Tabakrauch als der männliche. Zwar sind die Gründe dafür noch unbekannt, doch zeigt diese Studie, wie notwendig Aufklärung für Frauen ist. Gar nicht erst damit anfangen – wenn Mütter es schaffen, ihre Töchter davon zu überzeugen, ist viel gewonnen. Rauchen die Mütter selbst, so haben sie trotz allem größere Chancen, vom Lungenkrebs verschont zu bleiben, wenn sie sofort damit aufhören.