Lungenkrebs
GNL5144
Frühzeitige Erkennung ist der wichtigste Schritt in einer erfolgreichen Therapie
Es nützt nichts, es schön zu reden. Wenn Lungenkrebs nicht frühzeitig entdeckt wird, ist es schwierig, ihn erfolgreich zu behandeln.
Die Chancen auf ein Langzeit-Überleben sind bei den meisten Formen von Lungenkrebs niedrig. Das liegt daran, dass die Krankheit oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt wird und dann nicht mehr heilbar ist.
Jedoch vertragen heutzutage die betroffenen Patienten die Behandlungen mit neuen Chemotherapeutika und Strahlentherapien besser, als das früher der Fall war. Die neuen Therapien, kombiniert mit verbesserten Operationsmethoden und einer besseren postoperativen Nachsorge, haben eine leichte Verbesserung der Überlebensrate zur Folge.
Lungenkrebs wird nach der Zellgröße eingeteilt
Der Lungenkrebs (Bronchialkarzinom) war im Jahr 1999 in Deutschland die häufigste Krebstodesursache bei Männern (Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Heidelberg). Bei Frauen ist diese Krebsart weitaus seltener; bei ihnen war 1999 Lungenkrebs die dritthäufigste Todesursache. Nach Schätzungen des DKFZ erkranken pro Jahr 30.200 Männer und 7.900 Frauen in Deutschland daran.
80 bis 90% aller Lungenkrebsfälle bei Männern und 30 bis 60% bei Frauen sind dem Rauchen zuzuschreiben (Krebsinformationsdienst des DKFZ; Heidelberg). Weitere Risikofaktoren sind der Kontakt mit anderen krebsauslösenden Substanzen (Karzinogenen) wie beispielsweise Radon (ein Edelgas), Asbest und anderen industriellen Substanzen sowie das Passivrauchen. Normalerweise dauert es Jahre, bis ein Lungenkrebs entsteht. Es gibt zwei Haupttypen des Lungenkrebses:
Kleinzelliger Lungenkrebs (kleinzelliges Bronchialkarzinom) – Diese aggressive Krebsart wird fast ausschließlich bei Rauchern gefunden. Sie macht etwa 20 bis 25% (Krebsinformationsdienst des DKFZ, Heidelberg) aller Lungenkrebse aus.
Operationen bei Lungenkrebs
Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs – Das ist der häufigste Typ des Lungenkrebses (80%). Dazu gehören das so genannte squamöse Karzinom (Plattenepithelkarzinom, 35 bis 45%), das Adenokarzinom (25 bis 35%) und der großzellige Lungenkrebs (10 bis 15%, alle Angaben DKFZ, Heidelberg).
Die Symptome eines Lungenkrebses treten häufig erst auf, wenn die Krankheit weit fortgeschritten ist. Sie äußern sich zu diesem Zeitpunkt unter anderem als neu auftretender oder sich verschlechternder Husten, Heiserkeit, Abhusten von Blut, Schmerzen im Brustkorb, Kurzatmigkeit, keuchende oder pfeifende Atmung und wiederholte Lungenentzündungen.
Personen, bei denen die Geschwulst früh entdeckt wird, bevor der Krebs in die Auskleidung der Lunge eingedrungen ist, haben eine circa 75%ige Chance, 5 oder mehr Jahre nach Diagnose und Behandlung zu überleben.
Jedoch werden nur etwa 10 bis 15% der Lungenkrebse in diesem frühen Stadium entdeckt. Die durchschnittliche 5-Jahres-Überlebensrate beträgt für Männer im Saarland 9,8% und im Osten 8,0% für Frauen 10,8% (West) und 11,8% (Ost; alle Zahlen: DKFZ, Heidelberg).
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