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Alles rund ums Thema Lungenkrebs

Jedes Jahr erliegen eine Million Menschen weltweit dem Lungenkrebs (auch Lungen- oder Bronchialkarzinom genannt). Dabei handelt es sich wie bei anderen Krebsarten um eine bösartige Zellentartung der Bronchien.

In Deutschland erkranken nach Angaben des Statistischen Bundesamts jährlich über 30.000 Menschen. Etwa 24.000 sterben daran.

Konsequenterweise fordert Lungenkrebs mehr Todesopfer als mehrere andere Krebsarten zusammengenommen. Entdeckt man Lungenkrebs zufällig in einem frühen Stadium, steigert sich die Überlebensrate von unter 10 auf 47 Prozent.

Lebensgewohnheiten beeinflussen Risiko

Der Lungenkrebs gilt als häufigste Todesursache bei Krebserkrankungen für Männer und Frauen in den westlichen Industrieländern. Es ist zu erwarten, dass die Todesrate für Frauen rapide ansteigt und sich derjenigen der Männer angleicht.

Das Ansteigen der Todesrate bei Frauen erfolgt später, da das Rauchen bei Frauen bis vor 20 oder 30 Jahren nicht so verbreitet war

. Die Grafik basiert auf Angaben der American Cancer Society. Eine statistische Erfassung der Sterbefälle erfolgte in Deutschland erst seit den 1960er Jahren. Die Häufigkeit der Sterbefälle pro 100.000 Einwohner in Deutschland ab diesem Zeitpunkt gleicht der Entwicklung in den USA.

Anders als bei den meisten Erkrankungen spielt Ihr Verhalten eine Rolle dabei, ob Sie an Lungenkrebs erkranken.

Das Entscheidende: Falls Sie rauchen, sollten Sie aufhören. Falls nicht, fangen Sie nicht erst an. Tabakrauch enthält mehr als 100 krebserregende Stoffe und gilt als Hauptursache für eine Entstehung von Lungenkrebs.

Das Rauchen ist für 85 bis 90 Prozent der Erkrankungsfälle an Lungenkrebs verantwortlich.

Dabei ist es unwesentlich, wie alt Sie sind. 95 Prozent aller Patienten mit Lungenkrebs sind Raucher. Mit dem Rauchen aufzuhören, reduziert Ihr Risiko erheblich.

E-Zigarette – besser oder schlechter als ihr Ruf?

Ist die E-Zigarette wirklich die ersehnte Alternative zur normalen Zigarette. Es gibt Hinweise, dass Tabakrauchen tatsächlich schädlicher ist als das sogenannte „Dampfen“ – letztlich wird es wohl vor allem die Zeit zeigen.

Bei der klassischen Zigarette wird Tabak verbrannt und der Rauch inhaliert. Das Problem sind die im Rauch enthaltenen Stoffe, von denen einige als krebserregend eingestuft sind. Wie funktioniert im Vergleich dazu die E-Zigarette. Hierfür haben sich in der Vergangenheit verschiedene Begriffe eingebürgert, wie elektrische Zigarette, Verdampfer oder elektronische Zigarette.

Und auch wenn es inzwischen ganz unterschiedliche Ausführungen am Markt gibt – das Funktionsprinzip ist ähnlich.

Prinzipiell besteht die E-Zigarette aus drei Hauptkomponenten:

  • dem Verdampfer
  • dem Akku
  • dem Liquid.

Letzteres ist der eigentliche Verbrauchsstoff, welcher dem Verdampfer zugeführt wird. Dieser ist ein Heizelement, welches das flüssige Liquid verdampft. Der Raucher inhaliert diesen Dampf und hat damit das vom Rauchen bekannte Gefühl.

Im Gegensatz zum Tabak, der hier verbrannt wird, handelt es sich beim Liquid um eine Mischung verschiedener Stoffe, zu denen unter anderem:

  • Propylenglycol
  • Glycerin
  • Wasser
  • Aromen
  • Nikotin

gehören kann. Neben fertigen Mischungen gehen Konsumenten auch dazu über, sich die Liquids selbst herzustellen. Die Akkus stellen letztlich die Energie bereit, welche zum Betrieb der E-Zigarette erforderlich ist. Inzwischen sind hier neben Einwegmodellen auch Wechselakkus verbreitet.

E-Zigarette vs. herkömmliche Zigaretten – was ist schädlicher?

Das Verbot einer Abgabe der E-Zigaretten an Kinder und Jugendliche zeigt eines – die Geräte bzw. der Konsum ist umstritten. Ist es gerechtfertigt, Tabakwaren und E-Zigaretten hinsichtlich des Gefährdungspotenzials gleichzusetzen?

Um hierauf eine Antwort zu finden, ist eines unbedingt nötig – man muss sich intensiver mit beiden beschäftigen. In einer herkömmlichen Zigarette sind auf den ersten Blick nur Tabak (Feinschnitt) und Papier vorhanden.

Aber: Erst wenn man sich etwas eingehender mit der Zigarette beschäftigt, wird das volle Ausmaß klar.

Unter anderem sind in einer Zigarette:

  • Zucker
  • Ammoniak
  • Feuchthaltemittel
  • Kleber

zu finden. Und diese Stoffe gelangen beim Abbrand in den Rauch bzw. werden zu anderen Substanzen umgesetzt.

Im Rauch selbst lassen sich beispielsweise:

  • Blausäure
  • Benzol
  • Aceton
  • Naphtalin

nachweisen. Letzteres kann beispielsweise auf der Haut zu einer Dermatitis führen und war lange Bestandteil von Produkten zur Mottenabwehr.

Stellt man dem die Inhaltsstoffe der E-Zigarette gegenüber, ist das Ergebnis relativ eindeutig.

Gerade bei den gesundheitsschädlichen Substanzen scheint das Potenzial der E-Zigarette – zumindest nach den bisherigen Erkenntnissen – geringer. Diese Ansicht wird inzwischen von einigen Studien unterstützt.

Dazu gehört beispielsweise eine Untersuchung von Public Health England, die zu dem Ergebnis kommt, dass die E-Zigarette ein um 95 Prozent geringeres Gefährdungspotenzial beinhaltet als die gewöhnliche Zigarette.

Zumal die elektronische Zigarette kein Risiko wie das Passivrauchen bedeutet. Trotzdem dürfte sich kurzfristig wahrscheinlich wenig an der öffentlichen Haltung gegenüber den Verdampfern ändern.

Was sollten Umsteiger beachten?

Endlich mit dem Rauchen aufhören – viele aktive Raucher kennen das Risiko der Zigarette. Allerdings fällt es ihnen schwer, vom Glimmstängel loszukommen.

Obwohl Nikotin für sich genommen kein überdurchschnittliches Suchtpotenzial besitzt, führen Tabakwaren in die Abhängigkeit. Eine Ursache ist die Kombination der verschiedenen Inhaltsstoffe.

Einfach auf die E-Zigarette umsteigen und endlich ohne Qualm leben ist aber nur bedingt die Lösung. Der Grund ist weniger in der Gesundheitsgefährdung zu suchen. „Dampfen“ und Rauchen sind nicht ohne Weiteres miteinander zu vergleichen.

Beispiel: Bei der Zigarette baut sich ein Zugwiderstand auf, welche bei der E-Zigarette fehlt. Zieht ein Umsteiger zu stark, gelangt nicht ausreichend Liquid ans Heizelement, was zum Dry Hit führen kann.

Zur Herausforderung wird auch die Auswahl des passenden Liquids. Diese werden heute in unterschiedlichen Stärken – also mit variierender Nikotindosierung – im Handel angeboten. Gerade beim Umstieg kann es also passieren, dass Nikotindosierung zu niedrig ist.

Tipp: Mittlerweile bieten die Hersteller der E-Zigaretten verschiedene Modelle an, die heute mit unterschiedlichen Akkukapazitäten und regelbarer Temperatur geliefert werden. Als Umsteiger ist es angebracht, für die Auswahl der Hardware ausreichend Zeit einzuplanen, um die richtige Entscheidung zu treffen.

Fazit: E-Zigarette versus Tabakwaren – Entscheidung vertagt

Rauchen ist gesundheitsschädlich – auch für die Umgebung. Daran wird heute kaum noch jemand wirklich rütteln. Und so ist es nicht verwunderlich, dass Raucher immer wieder die Entwöhnung versuchen.

Neben einigen Rauchern, die den Absprung schaffen, scheitern viele Betroffene. Der Tabakkonsum hat letztlich Suchtpotenzial.

Die E-Zigarette sorgt in den Augen der Befürworter für Abhilfe. Sie scheint – zumindest einigen Studien zufolge – tatsächlich weniger gefährlich für die Gesundheit.

Aber: Sie bleibt dennoch ein Risiko für den Nutzer. Ob die Forderung, E-Zigaretten nur noch über Apotheken abzugeben, allerdings wirklich gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.

Wer diese Forderung erhebt, muss letztlich auch dafür sein, Tabakwaren komplett aus den Regalen der Supermärkte zu entfernen. Denn das Rauchen von Zigaretten führt letztlich zu vielen Krankheiten, die ohne Tabak weniger stark verbreitet wären.

Sich selbst dem Risiko aussetzen

Ein wichtiger Report wurde 1964 vom Büro des leitenden Arztes der amerikanischen Gesundheitsbehörde veröffentlicht. Er bestätigte den Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs.

Seitdem untermauerten viele Studien, einschließlich einiger von Zigarettenherstellern, die Ergebnisse dieses maßgebenden Berichts. Zigaretten- und Zigarrenrauch enthalten mehr als 40 krebserregende Substanzen (Karzinogene).

Wenn Sie rauchen oder mit einem Raucher zusammenleben, atmen Sie Luft, die unter anderem die Karzinogene Formaldehyd und Ammoniak enthält.

Zigaretten- und Zigarrenrauch verhindert, dass Ihr Körper diese Chemikalien wieder loswird. Mit der Zeit bildet der im Rauch enthaltene Teer eine klebrige braune Schicht auf den Schleimhäuten der Lunge und Atemwege.

Diese Schicht hält die beim Rauchen eingeatmeten Karzinogene zurück. Aus dem Grund tritt Lungenkrebs fast ausschließlich bei Rauchern auf.

Rauchende Männer weisen eine 22-mal höhere Wahrscheinlichkeit für einen Lungenkrebs auf als solche, die nicht rauchen. Bei rauchenden Frauen fällt das Lungenkrebsrisiko 12-mal höher aus als bei Nichtraucherinnen.

Nur wenige Symptome

Seit den frühen 1970er Jahren stieg die Einjahres-Überlebensrate bei Lungenkrebs von 32 auf 41 Prozent. Dennoch liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate immer noch bei nur 13 Prozent.

Ein Grund hierfür ist, dass Lungenkrebs sich mit wenigen Vorboten entwickelt und es keine eindeutig für Lungenkrebs sprechenden Symptome gibt. In der Regel breitete er sich vor seiner Diagnose bereits aus. Lungenkrebs tritt meist bei Menschen ab dem 45. Lebensjahr auf.

Das Frühstadium verläuft unter Umständen symptomlos. In der Regel finden sich Kurzatmigkeit, Heiserkeit, Brustschmerzen, Gewichtsverlust oder Schwellungen am Hals oder an den Füßen. Blutiger Auswurf beim Husten stellt einen weiteren Hinweis dar.

Lungenkrebs diagnostiziert man zumeist durch eine Kombination verschiedener Verfahren.

Bildgebende Verfahren wie Röntgenbilder oder eine Computertomographie geben Auskunft über Veränderungen des Lungengewebes sowie Größe und Lage.

Durch eine Bronchoskopie entnimmt man Gewebeproben, die einer histologischen Untersuchung unterzogen werden. Darüber hinaus stellt man durch eine Blutuntersuchung Tumormarker fest.

Solche Screening-Methoden wie Röntgenaufnahmen der Lunge weisen einen Lungenkrebs nach, bevor Symptome auftreten. Da die Krankheit extrem bösartig ist, senkte bisher keine Maßnahme die Todesrate.

Sollten Sie rauchen, könnte Ihr Arzt eine jährliche Lungen-Röntgenaufnahme veranlassen. Dies geschieht in der Hoffnung, einen aufgetretenen Lungenkrebs in einem frühen Stadium zu erfassen.

Krankheitstypen und -stadien

Lungenkrebs entsteht durch unkontrolliertes Wachstum abnormer und kranker Zellen in der Lunge. Diese Zellen breiten sich in andere Regionen der Lunge und des Körpers aus.

Die beiden wesentlichen Formen des Lungenkrebses sind:

  • nicht-kleinzellige Karzinome – Verschiedene Arten von Lungenkrebs fasst man unter der Gruppe der nichtkleinzelligen Karzinome zusammen. Dazu gehören Plattenepithelkarzinom, Adenokarzinom und großzelliges Karzinom.
  • kleinzelliges Karzinom – Wegen seiner Form nennt man es auch „Oat-cell- Karzinom“ (oat = Hafer). Der Anteil der kleinzelligen Karzinome beträgt etwa 20 Prozent. Sie breiten sich in der Regel schnell aus.

Lungenkrebs diagnostizieren die Ärzte durch verschiedene Verfahren. Neben einer Lungen-Röntgenaufnahme untersucht er auch das Sputum (Auswurf) oder entnimmt eine Gewebeprobe.

Zum Nachweis einer krebsartigen Wucherung in der Lunge setzt man ebenfalls die Computertomographie (CT) und die Magnetresonanztomographie (MR) ein. Bei der Diagnosestellung nimmt man eine Klassifizierung bezüglich der Verbreitung des Karzinoms vor. Dies bezeichnet man als „Staging“ (Stadieneinteilung).

Spektrum an Behandlungsmethoden

Die Art und das Stadium des Karzinoms sind ausschlaggebend für die Wahl der Behandlung. Der Gesundheitszustand des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Die drei Hauptwaffen gegen Krebs sind:

  • chirurgische Behandlung – Während eines chirurgischen Eingriffs entfernen die Ärzte das von Krebs befallene Gewebe der Lunge. Bei der Pneumektomie entfernt man einen Lungenflügel vollständig. Eine Lobektomie beinhaltet die Entfernung eines Lungenlappens und eine Bilobektomie die Entfernung zweier benachbarter Lungenlappen.
  • Strahlentherapie – Diese Behandlungsweise richtet ionisierende Strahlung (Röntgen-, Gamma-, Neutronenstrahlen u.a.) auf das Krebsgewebe. Die Strahlung vernichtet Krebszellen und mindert oder verhütet ihre Verbreitung. Sie lindert darüber hinaus Schmerzen.
  • Chemotherapie – Diese Behandlungsweise benutzt Medikamente zur Vernichtung von Krebszellen. Man bezeichnet sie als systemische Behandlung, da sie Krebszellen im gesamten Körper angreift.

Chemo- und Strahlentherapie als Basis

Bei der Behandlung des kleinzelligen Karzinoms stützen sich die Ärzte vorwiegend auf Chemo- und Strahlentherapie. Der chirurgische Eingriff stellt in der Regel keine Behandlungsoption dar, da sich das kleinzellige Karzinom schnell über die Lunge hinaus ausbreitet.

Für die nicht-kleinzelligen Karzinome ist der chirurgische Eingriff die bevorzugte Methode, abhängig vom Krankheitsstadium.

Die Überlebenschancen bei Lungenkrebs wachsen, wenn man das Krebsgewebe chirurgisch entfernen kann.

Doch sind nicht alle nicht-kleinzelligen Karzinome operabel. Um zu entscheiden, ob Sie ein Kandidat für einen chirurgischen Eingriff sind, berücksichtigt der Arzt den allgemeinen Gesundheitszustand und die Art und Verbreitung der Krankheit.

Sollte ein nicht-kleinzelliges Karzinom inoperabel sein, führt der Arzt wahrscheinlich eine Chemo- und eine Strahlentherapie durch.

Steigende Anzahl von Möglichkeiten

Wenn es auch zu keinen spektakulären Durchbrüchen in der Therapie des Lungenkrebses kam, besteht ein stetiger Fortschritt in der Behandlung. Zum Beispiel steigt die Überlebensrate durch die effiziente Einbeziehung von chirurgischen Maßnahmen, Strahlen- und Chemotherapie.

Andere Entwicklungen sind:

  • bildgebende Verfahren – Durch CT und MR entdeckt der Arzt den Krebs früher und lokalisiert ihn präzise. Das ermöglicht die Anwendung einer höheren Strahlendosis ohne Schädigung des umliegenden Gewebes.
  • medikamentöse Therapie – Vielversprechende neue Medikamente sind Paclitaxel (Taxol®) und Vinorelbine (Navelbine®). Dabei handelt es sich um Medikamente aus der Pflanze Immergrün (in Deutschland bereits zugelassen). Erste Studien zeigen, dass beide einen Platz in der Behandlung des Lungenkrebses haben. Wissenschaftler erforschen, ob die Retinoiden zur Vorbeugung des Lungenkrebses beitragen. Diese Medikamente zeigten sich vielversprechend bei der Vorbeugung von Kopf- und Halstumoren.
  • chirurgische Behandlung – Neue chirurgische Techniken, von denen einige weniger invasiv sind, erweitern die Indikationen für eine chirurgische Behandlung von Krankheitstypen und -stadien des Lungenkrebses. Andere Fortschritte beschleunigen die Heilung nach einer Operation. Ein neues Produkt versiegelt Luftlecks im Lungengewebe nach einer Operation. Des Weiteren steigt die Lebensqualität nach einer Operation, wenn man der Rehabilitation einen größeren Stellenwert einräumt.

Beta-Carotin-Zusatzpräparate

„Antioxidantien schützen vor Lungenkrebs.“ Bis vor kurzem stützten die meisten wissenschaftlichen Berichte diese These. Die Medien nahmen die Meldung mit offenen Armen entgegen.

In kürzester Zeit nahm man den Begriff „Antioxidantien“ in den Alltagswortschatz auf. Jetzt stellt eine Studie, die am 14. April 1994 im New England Journal of Medicine erschien, die präventive Wirkung gegen Krebs bei zwei antioxidativen Präparaten in Frage.

Sie zieht die Möglichkeit in Erwägung, dass eine dieser Substanzen (Beta-Carotin) eventuell dem Körper schadet.

In der über sechs Jahre angelegte Studie untersuchten Forscher die Auswirkungen von Beta-Carotin- und Vitamin-E-Präparaten auf die Krebsraten von 29.000 männlichen Rauchern in Finnland.

Eine Gruppe von Männern nahm täglich ein Präparat mit 20 Milligramm Beta-Carotin ein. Dies ist vergleichbar mit der in zwei Karotten enthaltenen Menge des Vitamins. Eine andere Gruppe nahm täglich 50 Milligramm Vitamin E ein.

Dabei handelt es sich etwa um das Fünffache der empfohlenen Tagesdosis.

Eine dritte Gruppe nahm beide und eine vierte Gruppe keines der Präparate ein. Die Männer, die ein Vitamin-E-Präparat einnahmen, zeigten eine leicht geringere Rate an Prostatakrebs.

Das Risiko für andere Krebsarten änderte sich nicht. Überraschend war jedoch die Feststellung, dass bei den Männern, die Beta-Carotin einnahmen, die Lungenkrebsrate um 18 Prozent anstieg. Ihr Risiko der Erkrankung an anderen Arten von Krebs blieb unverändert.

Wenden Sie das Risiko ab

Bei fast neun von zehn Fällen ist das Rauchen verantwortlich für den Lungenkrebstod.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, reduzieren Sie Ihr Risiko für diese sehr schwere und lebensbedrohende Krankheit.

Viele neue Produkte und Techniken sind verfügbar, um Ihnen beim Aufhören zu helfen. Ihr Arzt berät Sie, das Richtige zu finden, um mit dem Rauchen aufzuhören und eine der tödlichsten Formen von Krebs zu verhüten.

So verhindern Sie, dass Sie an Ihrer Umwelt erkranken

Alltäglich sind Sie einer enormen Vielzahl von Chemikalien ausgesetzt, deren Wirkungen sich nicht nur summieren, sondern sich gegenseitig verstärken.

Zum Beispiel dünsten Farben und Lacke giftige Lösungsmittel oder Möbel gefährliches Formaldehyd aus. Bekleidung aus Baumwolle ist häufig mit giftigen Pestiziden belastet.

In Trinkwasser finden sich oft giftige Substanzen, etwa Weichmacher. In immer mehr wärmegedämmten Häusern und Wohnungen tummeln sich Schimmelpilze, da die zum Beispiel durch Kochen oder Duschen entstandene Feuchtigkeit nicht mehr genügend abziehen kann.

Wohnungen und Büros sind inzwischen oft mehr belastet als die Außenluft. Die Vielzahl an Farben, Klebern und Mitteln  zur Behandlung von Möbel und Wänden sind kaum noch überschaubar.

Schon kleine Mengen Gift bringen das Fass zum Überlaufen

Ihr Körper nimmt seine Umwelt sehr sensibel wahr – auch wenn Ihnen das nicht bewusst ist. Wenn eine chronische Belastung aus verschiedenen Quellen lange genug andauert, genügt manchmal der berühmte letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

In der Umweltmedizin spricht man deshalb von der so genannten Fasstheorie.

Experten schätzen, dass etwa 5 Millionen Menschen bereits auf kleinste Mengen von Duftstoffen, Reinigungsmitteln, Farben und Möbelausdünstungen mit gesundheitlichen Beschwerden reagieren.

Sie fühlen sich permanent elend und abgeschlagen, häufig ist ihnen schlecht, sie haben Kopfweh und können nicht schlafen.

Die meisten Ärzte wissen nicht, was sich bei dieser „multiplen Chemikalien-Sensitivität“ (MCS) überhaupt abspielt. Dementsprechend fehlen auch wirksame Therapien.

Schimmelpilze bedrohen vor allem Ihre Lunge

Eine weitere Belastung Ihrer Raumluft geht von Schimmelpilzen aus. Ihre Sporen können sich ebenfalls zu einer echten Bedrohung für Ihre Gesundheit auswachsen, denn sie verursachen grippeähnliche Beschwerden, Allergien, Asthma und Lungenentzündungen.

Fast jede fünfte Wohnung hat einen Feuchtigkeits- und somit meist auch einen Schimmelschaden.

Das ergab eine Studie der Universität Jena. Die Tendenz ist steigend, weil immer mehr Deutsche ihre Häuser und Wohnungen einer extremen Wärmedämmung unterziehen. Schimmelpilze werden durch Feuchtigkeit und schlechtes Lüften begünstigt.

Richtiges Heizen und Lüften verhindert die Schimmelbildung: Warme Luft kann wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte.

Wird mit Wasserdampf gesättigte Luft beispielsweise an einer kalten Wand abgekühlt, kondensiert Wasser aus und lässt sich als Feuchtigkeit an der Wand nieder.

Früher sorgten undichte Fugen und Fenster dafür, dass diese Feuchtigkeit ebenso wie die Schadstoffausdünstungen nach draußen befördert werden konnten. Dieser Luftwechsel wird bei der modernen Bauweise meist unterbunden.

Bevorzugt bilden sich Schimmelpilze deshalb in Wohnungen, die aus Energiespargründen stark abgedichtet sind, denn hier kann die Feuchtigkeit nicht mehr abziehen.

Wenn dann nicht richtig gelüftet wird, kondensiert die feuchte, warme Raumluft an den kältesten Flächen und Winkeln in Haus oder Wohnung. Das ist ein idealer Nährboden für Schimmel.

So bekämpfen Sie Schimmelpilze in Ihrer Wohnung

Schimmelpilzbefall macht sich durch Stockflecken, abgelöste Tapeten oder Schimmelflecken bemerkbar. Ihre Nase spürt ihn an einem muffigen, erdigen Geruch, der durch die Pilze freigesetzt wird.

Die Sporen der Schimmelpilze befinden sich in der Raumluft und können Sie krank machen.

  • Lüften Sie gründlich und regelmäßig. Die Faustregel lautet „kurz – oft – intensiv“. Das bedeutet: mehrmals täglich für drei Minuten die Fenster richtig öffnen und am besten eine Querlüftung erzeugen (sprich: mehrere Fenster öffnen, die einander gegenüberliegen). Dann geht Ihnen auch im Winter nicht allzu viel Heizenergie verloren. Dauerlüften durch Kippfenster sollten Sie vermeiden. Ständiges Lüften führt zur Auskühlung der Wände, dann droht wiederum Schimmelbefall.
  • Wenn Sie einen Raum für längere Zeit verlassen, sorgen Sie vorher ebenfalls für einen Luftaustausch. Sie sollten also einmal kräftig durchlüften.
  • Auch in der abgelegensten Ecke muss eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet sein. Möbelstücke, insbesondere wenn sie einen geschlossenen Sockel haben, müssen mit einem Abstand von mindestens acht Zentimetern zur Wand stehen.
  • Behindern Sie Ihre Heizkörper nicht durch Möbel, schwere Gardinen oder unsachgemäß angebrachte Heizkörperverkleidungen.
  • Halten Sie die Türen von unbeheizten Räumen geschlossen.
  • Stellen Sie in kalten Räumen nur Pflanzen auf, die wenig Gießwasser brauchen, denn dieses wird in kalten Räumen auch von der Luft aufgenommen.
  • Oberflächen mit Alkohol abzuwischen, mit „Schimmelentferner“ einzusprühen oder mit „Anti-Schimmelfarbe“ zu überstreichen reicht meist nicht aus, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Die Bauschäden und die Feuchtigkeitsquellen müssen beseitigt werden.
  • Dampf, der beim Duschen oder Kochen entsteht, sollte gleich nach draußen gelangen oder sich über offene Türen in der gesamten Wohnung verteilen können.
  • Hängen Sie – wenn möglich – keine Wäsche zum Trocknen in der Wohnung auf (das erhöht die Luftfeuchtigkeit nur unnötig).

Haben alle Verhaltensregeln und Vorsichtsmaßnahmen nichts genützt, und verschwinden Ihre Beschwerden nicht?

Dann sollten Sie sich unter Umständen mit dem Gedanken vertraut machen, dass Ihre Räumlichkeiten von Grund auf saniert werden, Sie sich von bestimmten Möbeln trennen oder im Zweifelsfall sogar umziehen müssen. Dabei kann Ihnen ein Baufachmann helfen.

Lungenkrebs Redaktionsteam FID Gesundheitswissen Mit zwei Vitaminen bleibt Ihre Lunge jung und leistungsfähig

Mit den Jahren schwindet unsere Fähigkeit, tief genug Luft zu holen. Das liegt daran, dass die Lungenfunktion als Teil des normalen Alterungsprozesses nachlässt.