Lungenemphysem: Zigarettenrauch lähmt
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GNL5356
Zigarettenrauch besteht aus vielen verschiedenen Komponenten – zu denen auch krebserregende (kanzerogene) Substanzen gehören –, die die Lungenbläschen und Bronchiolen schädigen. Andere Reizstoffe aus der Atemluft können außerdem eine Entzündung in den empfindlichen Atemwegen und Luftsäckchen hervorrufen. Dazu zählen neben passiv inhaliertem Rauch auch bestimmte Dämpfe oder Abgase (zum Beispiel aus Heizungsbrennstoffen sowie Dieselrußpartikel), Staub von Getreide-, Baumwoll-, Holz- und Bergwerksprodukten.
Zigarettenrauch betäubt die Atemwege im wahrsten Sinne des Wortes. Er lähmt die mikroskopisch kleinen Härchen (Zilien), die die Bronchien auskleiden. Dadurch wird das natürliche „Abtransportieren" von Reizstoffen und Krankheitserregern aus den Atemwegen gestört. Die so gefangenen Reizstoffe, Chemikalien aus dem Tabak und Krankheitserreger lösen eine Entzündung aus, die die Elastizität der kleinen Lungenbläschen schädigen kann.
In einigen Fällen kann ein selten vorkommender vererbter Proteinmangel ein ernstes Lungenemphysem bei Menschen im Alter von 30 bis 40 Jahren auslösen. Lungenemphyseme, die durch einen Alpha-1 -Antitrypsin (AAt)-Mangel entstehen, können durch wöchentliche Infusionen, die das fehlende Protein enthalten, behandelt werden, um den Schaden am Lungengewebe zu verlangsamen.