Lungenemphysem: Definition
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Atmen ist für die meisten Menschen ein automatischer Lebensvorgang, über den sie nicht weiter nachdenken. Wenn Sie allerdings zu den Menschen gehören, die an einem Lungenemphysem leiden – in Deutschland sind das mehr als 600.000 Personen –, dann verstehen Sie, wie wichtig es ist, einfach atmen zu können.
Ein Lungenemphysem ist eine chronisch fortschreitende Störung, die sich in einer verminderten Lungenfunktion äußert. Sie gehört zu einer Gruppe von Krankheiten, die auch unter dem Begriff „Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen" zusammengefasst werden.
Rauchen ist die Hauptursache für Lungenemphyseme. 80% aller Krankheitsfälle werden darauf zurückgeführt.Ein durch ein Emphysem verursachter Lungenschaden kann nicht rückgängig gemacht werden. Dennoch kann das Fortschreiten der Erkrankung bei vielen Betroffenen gestoppt oder stark verlangsamt werden, wenn diese mit dem Rauchen aufhören. Zusätzlich zu den Behandlungsmethoden, die es Betroffenen ermöglichen, mit der Krankheit umzugehen, gibt es bestimmte Operationen, die einigen von ihnen zudem vorübergehend Erleichterung bringen.
Das Einatmen von giftigen Substanzen – wie beispielsweise Zigarettenrauch – kann die feinen Luftbläschen in Ihrer Lunge schädigen. Infolgedessen vergrößern sich viele dieser kleinen Luftsäckchen immer mehr und können sich dadurch nicht vollständig entleeren, bevor Sie wieder einatmen. Die eingeschlossene Luft kann dazu führen, dass das Zwerchfell nach unten gedrückt wird. Das führt dann zum Gefühl von Kurzatmigkeit.
Welchen Weg die Luft beim Einatmen und Ausatmen nimmt
Wenn Sie einatmen, passiert die Atemluft zunächst die Luftröhre (Trachea), die sich in 2 große Äste, die Hauptbronchien, verzweigt. Jeder Bronchus führt in einen Lungenflügel. Innerhalb der Lunge verzweigen sich die Bronchien mehrfach bis zu zahlreichen feinen Bronchiolen. Jede Bronchiole endet in mehreren kleinen luftgefüllten Säckchen, den Alveolen oder Lungenbläschen.
Eine gesunde Lunge besitzt 300 Millionen Lungenbläschen. Die Wände der Lungenbläschen sind von einem Netz von feinsten Blutkapillaren umgeben. An dieser Kontaktfläche nimmt das Blut den eingeatmeten Sauerstoff aus den Lungenbläschen auf und gibt in der umgekehrten Richtung Kohlendioxid an die Lungenbläschen ab, sodass es ausgeatmet werden kann.
Wenn Sie giftige Substanzen – beispielsweise Zigarettenrauch – einatmen, werden die Wände und feinen Luftwege der Lungenbläschen dadurch geschädigt. Der Verlust an Elastizität und unterstützendem Gewebe in den Alveolen führt zu einem vorzeitigen Kollaps der kleinen Lungenbläschen beim Ausatmen. Dadurch vergrößern sich viele Lungenbläschen immer mehr und können sich vor dem nächsten Einatmen nicht ausreichend entleeren. Die eingeschlossene Luft (die zu einer übermäßigen Lungenblähung führt) und der an den Membranen der Lungenbläschen verursachte Schaden beeinträchtigen den normalen Casaustausch von Sauerstoff gegen Kohlendioxid. Dadurch wird das Atmen schwieriger für Sie und Sie haben das Gefühl, kurzatmig zu sein.