Das Lungenemphysem ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge diverser chronische Lungenerkrankungen. Beim Lungenemphysem handelt es sich um eine krankhafte Überblähung der Lungenbläschen, die nicht rückgängig zu machen ist und unter der etwa 10% der Bevölkerung leiden. Die überdehnten Lungenbläschen können ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen. Sowohl Einatmung als auch Ausatmung werden behindert – der Patient leidet also mit übervollen Lungen unter Atemnot.
Das Lungenemphysem wird hauptsächlich durch chronische Entzündungen, Rauchen oder eine genetische Veranlagung verursacht; es ist häufig die Folge einer chronischen Bronchitis.
Das Lungenemphysem zeigt Symptome gemäß dem Schweregrad der Erkrankung und dem Ausmaß der Zerstörung gesunden Lungengewebes; dazu gehören Leistungsabfall, Atemnot zuerst nur unter Belastung, später aber auch im Ruhezustand, Gewichtsverlust, pfeifende Atemgeräusche sowie Husten und schleimiger Auswurf. Die Verschleimung der Bronchien begünstigt die Entstehung entzündlicher Atemwegsinfekte.
Eine Diagnose wird durch eine Anamnese, Abhören der Lunge sowie möglicherweise ein Röntgenbild, eine Computertomographie oder ein EKG gestellt.
Da die Schädigung der Lungenbläschen irreversibel ist, kann eine Behandlung nur versuchen, eine Verschlechterung des Zustands zu vermeiden und eine gewisse Lebensqualität zu sichern. In Frage kommen eine medikamentöse Therapie, Physiotherapie sowie die operative Entfernung großer Emphysemblasen.
Lesen Sie hier, welche Maßnahmen Sie ergreifen können, warum Zigarettenrauch lähmt und wie Sie besser mit dem Lungenemphysem leben können.