Leukämie: Formen
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Leukämie ist keine einzelne Krankheit. Vielmehr ist sie in 4 Hauptgruppen und viele Untergruppen unterteilt. Es gibt 2 Einteilungen.
Einmal kann die Leukämie nach der Art der betroffenen weißen Blutzellen benannt werden. Sind die Lymphozyten von der Leukämie betroffen, heißt dies lymphatische Leukämie. Sind myeloische Zellen (= Zellen des Knochenmarks) erkrankt, so wird dies myeloische Leukämie genannt. Die zweite Art der Einteilung wird durch die Geschwindigkeit des Krankheitsprozesses bestimmt:
Akut – Bei der akuten Leukämie vermehren sich die leukämischen Zellen schnell. Innerhalb von Wochen und Monaten tritt eine Verschlimmerung der Krankheit ein. Die akute Leukämie bedarf einer sofortigen und aggressiven Behandlung.
Chronisch – Abnorme Blutzellen vermehren oder häufen sich langsamer an als normale. Sie haben für eine gewisse Zeit eine normale Funktion. Bei der chronischen Leukämie verschlechtert sich der Zustand des Patienten folglich nur allmählich; der Patient benötigt nicht unbedingt eine sofortige Behandlung. Eine chronische Leukämie kann häufig in eine akute Verlaufsform übergehen.
Die Haupttypen der Leukämie sind:
Akute myeloische Leukämie (AML) – Sie ist neben der lymphatischen Leukämie die häufigste Art der Leukämie im Erwachsenenalter (Krebsregister Saarland). Insbesondere Personen, die sich wegen einer anderen Krebserkrankung bereits einer Chemotherapie unterzogen haben, sind häufig betroffen.
Akute lymphatische Leukämie (ALL) – Sie ist bei Kindern die häufigste Leukämieart. Die ALL ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt bei 80% der Kinder heilbar.
- Chronische myeloische Leukämie (CML) – Personen mit CML weisen meist eine genetische Abnormität, das sogenannte Philadelphia-Chromosom, auf.
- Chronische lymphatische Leukämie (CLL) – Bei der CLL, einer anderen häufigen Leukämieart im Erwachsenenalter, können sich die Betroffenen ohne Behandlung für Jahre gesund fühlen. Die CLL kann familiär gehäuft vorkommen.