Leistenbruch: Moderne Operationsverfahren sind von Vorteil
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Leistenbrüche sind der häufigste Grund für eine Operation im Krankenhaus. Um die Bruchstelle zu schließen, wird sie während des Eingriffs mit einem Kunststoffnetz abgedichtet und verstärkt. Das kann entweder in einer offenen Operation oder mittels „minimalinvasivem“ Eingriff („Schlüsselloch-OP“) geschehen. Zumindest für Patienten mit Übergewicht scheint die letztere, modernere Methode vorteilhaft zu sein. Chirurgen des Carolina-Krankenhauses in Charlotte/USA haben im Rahmen einer Studie 163 übergewichtige Patienten minimalinvasiv operiert. Wie der amerikanische Internet-News-Service für Ärzte, medscape, im März 2006 meldete, mussten sich nach 2 Jahren nur 5 % der Operierten erneut wegen eines Leistenbruchs unters Messer legen. Diese Rückfallrate ist bei Übergewichtigen, die offen operiert werden, normalerweise deutlich höher (10 bis 20 %). Denn durch die zusätzlichen Pfunde wird die Bruchstelle stark belastet.
Diese Daten zeigen, dass das moderne Verfahren zumindest in dieser Patientengruppe deutliche Vorteile hat. Sie sollten allerdings bedenken, dass die Technik komplizierter ist, sodass hier der Operationserfolg in hohem Maße auch von der Erfahrung des Operationsteams abhängt.