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Leber: Richtige Ernährung hält sie fit

Wenn Sie befürchten, eine Lebererkrankung zu haben, sollten Sie sich auf jeden Fall an Ihren Arzt wenden. Sie können sich auch an einen Spezialisten, einen sogenannten Hepatologen oder Gastroenterologen, wenden.

Darüber hinaus sollten Sie aber auch selbst Schritte ergreifen, um Ihre Leber zu schonen und gesund zu erhalten:

Schonen Sie Ihre Leber, ernähren Sie sich leberfreundlich

  • Verzichten Sie konsequent auf Alkohol. Es gibt allerdings Menschen, für die gehört das Bier zum Feierabend oder der Wein zum gepflegten Essen einfach dazu. Auch wenn ich als Arzt kein Freund davon bin, so bin ich letztlich doch auch Mensch. Deshalb rate ich Ihnen: Halten Sie Ihren Alkoholkonsum in Grenzen. Für Männer sind maximal 20 Gramm Alkohol pro Tag vertretbar, wenn die Leber auch langfristig gesund bleiben soll. Das entspricht 0,25 Liter Wein oder 0,5 Liter Bier. Frauen sollten bei maximal 10 Gramm Alkohol aufhören zu trinken, um den gleichen Effekt erzielen zu können.
  • Trinken Sie reichlich – zum Beispiel Wasser oder Kräutertee. Mindestens zwei Liter pro Tag sollten Sie immer zu sich nehmen. So helfen Sie Ihrer Leber dabei, den Körper zu entgiften.
  • Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Sie sollten nur dann essen, wenn Sie wirklich hungrig sind. Hier ein Häppchen und da ein Bissen – das bedeutet ständige Verdauung und Dauerstress für das Entgiftungsorgan.
  • Essen Sie zu ruhigen Zeiten! Stress führt dazu, dass Leber und Verdauungstrakt nicht mehr richtig durchblutet werden. Dadurch kann die Verdauung nicht mehr richtig ablaufen.
  • Vorsicht vor zu viel Zucker! Zuckerüberschuss wird in Ihrem Körper in Fett umgewandelt – eine neuerliche Belastung für das Organ, das Ihren Körper eigentlich entlasten sollte.
  • Verzichten Sie möglichst auf Zusatzstoffe. Ganz gleich ob Konservierungsmittel, Farbstoffe oder Geschmacksverstärker – sie alle verlangen, dass Ihre Leber zusätzliche Entgiftungsprozesse durchführen muss.

Die Leber entsorgt Ihren Giftmüll

Die wichtigste Aufgabe Ihrer Leber besteht darin, wie eine Art Kläranlage Ihr Blut zu reinigen, es von Gift- und Schadstoffen zu befreien.

Die Leber nimmt diese Giftstoffe auf und baut sie mit Hilfe von Enzymen um oder ab, so dass sie über die Galle in den Darm oder über die Niere ausgeschieden werden können.

Dabei handelt es sich teils um Abbaustoffe aus Ihrem eigenen Körper, teils um Stoffe aus der Umwelt oder Genussgifte wie Alkohol.

Das sind die Hauptursachen von Lebererkrankungen:

  • zu viel Alkohol
  • einseitige Ernährung
  • Diabetes
  • Übergewicht
  • Fettstoffwechselstörungen
  • bestimmte Medikamente (wie Antibiotika, Kortison, Schmerzmittel, Schlafmittel)
  • Gifte (Giftpilze, Tetrachlorkohlenstoff, Pestizide, Lösungsmittel, Schimmel in Nahrungsmitteln)
  • zu starke Stressbelastung
  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen

Es gibt also viele Ursachen für eine Lebererkrankung. Oft lösen diese einen Dominoeffekt aus, so dass es gleichzeitig zu mehreren Leberschäden kommt beziehungsweise, dass sich aus einer Erkrankung einer weitere ergibt.

Das sind die häufigsten Lebererkrankungen:

  • Fettleber
  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Leberzirrhose
  • Leberkrebs

Medikamente schädigen Ihre Leber stärker als angenommen

Die Deutsche Leberstiftung warnt: Medikamente schädigen die Leber mehr als angenommen. Der Grund: Die Schädigung der Leber ist in den Nebenwirkungen gar nicht veröffentlicht.

„Es gibt wenig Daten zu Medikamenten und erhöhten Leberwerten. Unsere Experten waren erstaunt, dass doch so viele Personen in einer Befragung, die wir durchgeführt haben, dies angegeben haben“, erläutert Bianka Wiebner von der Deutschen Leberstiftung.

Die Befragung der Stiftung hatte das Ziel zu ermitteln, wie häufig erhöhte Leberwerte nach Medikamenteneinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente bestehen.

Interviewt wurden volljährige Personen, die apotheken-, verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen.

Die bisherige Auswertung der Daten zeigt: Es sind bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte durch Medikamenten-Einnahme aufgetreten.

Das haben 15,3 Prozent der Befragten angegeben. Grund genug, um einen großen Bogen um alle unnötigen Arzneien zu schlagen.

Leberwickel entlasten Ihre Leber

Die Entgiftungsarbeit können Sie durch einen Leberwickel unterstützen. Er kurbelt die Arbeit der Leber an und löst ein sehr entspannendes, wohliges Gefühl im ganzen Körper aus.

So geht es: Je nach dem, was Ihnen angenehmer ist, legen Sie sich ein mit kaltem oder warmem Wasser getränktes Küchenhandtuch auf den rechten Oberbauch unter den Rippenbogen – an die Stelle also, wo Ihre Leber sitzt.

Das nasse Tuch decken Sie mit einem Frotteehandtuch ab und nun wickeln Sie ein großes Moltontuch um die Körpermitte.

Legen Sie sich mit Ihrem Bauchwickel ins Bett und lassen Sie ihn 45 bis 60 Minuten liegen. Dabei dürfen Sie ruhig schlummern.

Wenn Sie einen warmen Wickel machen, können Sie zusätzlich noch eine Wärmflasche auf das nasse Handtuch legen, um die Wärme länger zu halten.

Bestens geeignet ist auch ein Heusack aus der Apotheke.

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