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Durch eine gezielte Entgiftung erholt sich Ihre Leber rasch

Das passiert bei einer Leberzirrhose:

  • zunächst kommt es zu einem Mangel an wichtigen körpereigenen Eiweißen, die unter anderem Ihren Flüssigkeitshaushalt regeln. Es bilden sich Wasseransammlungen in Ihren Beinen und in der Bauchhöhle
  • Ihre Blutungsneigung steigt
  • die Fettverdauung ist gestört, was wiederum Nährstoffverluste durch heftigen Durchfall zur Folge hat
  • in der Pfortader (die Ader, die vom Darm zur Leber führt) und den Speiseröhrenvenen staut sich Blut. Es bilden sich krampfaderähnliche Aussackungen, die platzen können und häufig dazu führen, dass die Betroffenen an inneren Blutungen sterben
  • letztlich kann die Leber auch nicht mehr ihre Entgiftungsarbeit erledigen, wodurch langfristig die Nerven und das Gehirn geschädigt werden.

Im Gegensatz zu der landläufigen Meinung ist die Leber jedoch ein außerordentlich regenerationsfähiges Organ – vorausgesetzt, es ist noch keine Zirrhose eingetreten.

Rehabilitationsspezialist Dr. Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik in Kassel, hat ermutigende Erfahrungen parat: „Wenn Sie die Ursachen beseitigen, lässt sich die Leber meist wieder in den ‚jungfräulichen‘ Zustand mit normaler Größe und Funktion sowie niedrigen Leberwerten im Blut zurückführen.“

Bei allen ernsthafteren Lebererkrankungen ist der vollständige Verzicht auf Alkohol der entscheidende Grundstein der Behandlung.

Das muss kein lebenslängliches Urteil sein, doch zunächst kann sich Ihre Leber nur auf diese Weise regenerieren. Wenn Sie konsequent sind, tut sie das bereits innerhalb weniger Wochen.

Diese Erkrankungen können Ihre Leber bedrohen

Die Leber kann von vielfältigen Störungen und Schädigungen betroffen sein. Für diese gibt es jeweils unterschiedliche Lebertests zur Diagnose und Eingrenzung der Erkrankung.

  • virale Lebererkrankungen: Hinter diesem Namen verstecken sich die drei Hepatitis-Arten A, B und C.
  • Hepatitis A bezeichnet die Reisehepatitis, die Sie durch verunreinigte Nahrung oder Getränke bekommen. Sie heilt immer von selbst aus. Lediglich bei chronisch Kranken oder alten Menschen nimmt sie unter Umständen einen schwierigen Verlauf.
  • Hepatitis B überträgt sich durch alle Körperflüssigkeiten wie Blut oder Speichel und Sperma. In bis zu 98 Prozent der Fälle heilt sie beim Erwachsenen aus, 2 bis 5 Prozent der Fälle werden chronisch.
  • Hepatitis C verbreitet sich durch Blutkontakt verbreitet. Sie verläuft ohne Behandlung in 50 bis 80 Prozent der Fälle chronisch. Es gibt eine medikamentöse Therapie, die starke Nebenwirkungen mit sich bringt und nicht bei jedem Menschen anschlägt.
  • Autoimmunerkrankungen: Hierzu gehören Autoimmunhepatitis oder Gallenwegserkrankungen. Sie sind nicht ansteckend. Ihr Körper wehrt sich in diesem Fall gegen sein eigenes Gewebe. Es kommt unter Umständen zur Leberzerstörung.
  • toxische Erkrankungen: Das sind Lebererkrankungen, die zum Beispiel durch eine Pilzvergiftung oder durch Umweltgifte sowie durch zu viel Alkohol oder Medikamente entstehen. Das müssen nicht immer verschreibungspflichtige Arzneimittel sein. Auch frei verkäufliche Mittel und sogar pflanzliche Präparate belasten auf Dauer Ihre Leber.
  • Stoffwechselerkrankungen sind Erkrankungen aufgrund von Eisen- oder Kupferspeicherkrankheiten oder solche durch einen genetischen Defekt.

Wenn Sie sich öfter müde fühlen, sollten Sie Ihre Leber entlasten. Müdigkeit gilt als „der Schrei der Leber“. Vier Wochen lang sollten Sie ab 18.00 Uhr nichts mehr essen und viermal täglich zur Entgiftung eine rein pflanzliche Leber-Pankreas-Kapsel einnehmen.

Sepzifische Tests

Einige Lebertests helfen, die verschiedenen Möglichkeiten einer Leberschädigung einzugrenzen. Mit ihnen überprüft der Arzt Ihre Leber auf drei wesentliche Störungstypen hin:

  1. Leberzellschaden – Bei einer Schädigung der Leberzellen gelangen Enzyme ins Blut, die normalerweise in diesen Zellen vorhanden sind. Folglich misst man dort einen erhöhten Spiegel dieser Enzyme.
  2. verminderter Eiweißspiegel im Blut – Wenn die Leber durch Erkrankung oder Verletzung nicht richtig arbeitet, kann der Spiegel an Proteinen vermindert sein, die sie normalerweise herstellt.
  3. Unfähigkeit, gewisse Substanzen aus dem Blut zu eliminieren – Wenn die Leber Substanzen wie Bilirubin und Gallensalze nicht ausreichend aus dem Blut entfernt, erhöhen sich deren Blutspiegel.

Transplantation von Leberteilstücken

Eine neue Methode, bei der man die Lebersegmente lebender Spender transplantiert, reduziert für eine zunehmende Anzahl von erwachsenen Betroffenen die Wartezeit auf ein Spenderorgan.

Dieser Eingriff findet in den USA in einer begrenzten Anzahl von medizinischen Zentren einschließlich der Mayo Clinic statt. Auch in Deutschland operiert man nach dieser Methode.

Bei Kindern führt man seit Beginn der neunziger Jahre Lebertransplantationen von lebenden Spendern erfolgreich durch. Dabei verpflanzte man den kleineren (linken) Teil der Leber eines Erwachsenen.

Bei Transplantationen unter Erwachsenen ersetzt man die geschädigte Leber des Empfängers durch den rechten Leberanteil des Spenders. Nach der Transplantation wachsen die Lebersegmente sowohl des Spenders als auch des Empfängers zu normaler Größe heran.

Sie nehmen ihre volle Funktion innerhalb von zwei bis vier Wochen auf.

Warten auf die Spenderleber

Bis zum heutigen Tage erhielten mehrere hundert Erwachsene weltweit Lebertransplantationen von lebenden Spendern.

Die Chirurgen der Mayo Clinic sind der Überzeugung, dass die Ergebnisse mit Transplantaten lebender Spendern genauso gut oder besser funktionieren als die mit Transplantaten von verstorbenen Spendern.

Eine Transplantation von einem Lebenden erfolgt nämlich früher im Verlauf der Krankheit: wenn die Erfolgschancen am größten ausfallen.

So vermeidet der Empfänger des Spenderorgans Komplikationen der Lebererkrankung, während er auf eine Spenderleber eines Verstorbenen wartet. In Deutschland beträgt die durchschnittliche Wartezeit für eine Spenderleber eines Verstorbenen ein Jahr (Bund Organtransplantierter e. V., Wiesbaden).

So erkennt Ihr Arzt eine kranke Leber

An diesen Laborwerten erkennt Ihr Arzt, dass mit Ihrer Leber etwas nicht in Ordnung ist:

  • die Werte der Leberenzyme (Gamma-GT, GOT, GPT)  sind erhöht – das deutet darauf hin, dass vermehrt Leberzellen absterben
  • ist das Leiden schon fortgeschritten sind Quickwert (Blutgerinnung) und Cholinesterase erniedrigt
  • Magnesium und Zink im Serum sind erniedrigt
  • das Vorhandensein von Pro-Kollagen-III-Peptid zeigt eine Vorstufe der Leberzirrhose an

In diesem Bereich sollten Ihre Leberwerte liegen:

  • Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Tranferase): 39 U/l
  • GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase): 31 U/l
  • GPT Glutamat-Pyruvat-Transaminase): 31 U/l
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Alte Kommentare
  • maria gligorow schrieb am 05.07.2011, 09:46 Uhr

    Zum Artikel: Im Jahre 2011 wünsche ich mir vom Rehabilitationsspezialist Dr. Volker Schmiedel, Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik in Kassel keine Artikulierung über einen ‚jungfräulichen‘ Zustand der Leber, ein ursprünglicher Zustand ist genauso passend. mfg m. gligorow

  • Dr Papp Ernoene Ungarn schrieb am 05.07.2011, 18:27 Uhr

    Ich trinke seit Jahrzehnten überhaupt keinen Alkohol und trotzdem habe ich schlechte Leberwerte, - GOT,GGT zu hoch;. Was kann man da tun, denn Alkoholabstinenz ist bei nir schon vorhanden.

    • Petra Brönner antwortete am 20.07.2011, 09:20 Uhr

      Ich habe mehrere Darmspülungen gemacht die mir und meiner Leber sehr beim entgiften des Körpers geholfen haben.Die Leberwerte haben sich erheblich verbessert und mir geht es allgemein sehr viel besser.Darmspülungen machen viele Heilpraktiker, suchen Sie sich einen, es hilft wirklich, man ist viel fitter.Es reicht aber nicht eine, es müssen schon mindestens 5-10 Darmspülungen sein. Gute Besserung Petra

  • Schelski schrieb am 06.07.2011, 11:20 Uhr

    Eine Fettleber wird zurückgehen, wenn man mehrere Intervalle der Galle-Leberreinigungskur nach Andreas Moritz durchführt. Dafür bitte unbedingt das Buch lesen, die Anleitungen aus dem Internet sind nicht ausreichend! Meinem Mann wurde eine Fettleber durch Sonografie diagnostiziert, obwohl er keinen Alkoholmissbrauch betrieb. Nach der Durchführung einer Reihe von Galle-Leberreinigungen über einen Zeitraum von ca. 1,5 Jahren konnte keine Fettleber mehr im Ultraschallbild festgestellt werden.

    • Dr Papp Ernoene Ungarn antwortete am 22.07.2011, 08:37 Uhr

      Vielen Dank!