Krebsrisiko: Virtuelle Verfahren zur Vorsorge
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Krebsrisiko
GNL5356
Wäre es nicht schön, wenn Ärzte eine Darmspiegelung vornehmen könnten, ohne das Instrument in den Darm einzuschieben?
Das könnte bald dank eines viel versprechenden Verfahrens namens virtuelle Darmspiegelung möglich werden.
Nach einer Darmspülung, wie sie für Barium-Radiographie oder Koloskopie notwendig ist, wird eine Computer-Tomographie (CT) von Becken und Abdomen gemacht.
Um die Abbildung zu verbessern, wird der Dickdarm mit Luft aufgefüllt. Mit einer entsprechenden Software kann das CT-Bild eine dreidimensionale Ansicht von Dickdarm und Mastdarm wie bei der Koloskopie geben. Das macht das Verfahren schneller und weniger unangenehm.
Die virtuelle Darmspiegelung gilt immer noch als weniger aussagekräftig als die Koloskopie und wird nicht für Routine-Untersuchungen empfohlen. Außerdem muss man bei vorhandenen Polypen Gewebeproben nehmen, wofür immer noch die Darmspiegelung wichtig ist.
Mit verbesserter CT-Technik wird sich auch die virtuelle Darmspiegelung in näherer Zukunft für eine normale Krebs-Vorsorge eignen.