Krebsrisiko: Anti-Krebs-Ernährung
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Senken Sie Ihr Krebsrisiko
Anti-Krebs-Ernährung – der Begriff ist häufig negativ besetzt. Denn meist sind es unausgewogene Spezial-Diäten, die oft zu einer Mangelernährung führen. Ich zeige Ihnen dagegen, wie eine Ernährung wirklich auszusehen hat, die Sie gegen Krebs schützt. Denn viele Nahrungsmittel haben ein ausgezeichnetes Schutzpotenzial – und das sollten Sie nutzen.
Für fast alle Krebsarten gibt es noch keine vorbeugende Behandlung, keine Impfung und keine Tabletten. Aber es gibt einen Schutz, den Sie sich selbst bereiten können: die richtige Ernährung. Gerade auf diesem Gebiet können Sie nämlich Ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich verringern. Wir wissen aus Studien, dass immerhin 40 % aller Krebserkrankungen auf das Konto falscher Ernährung gehen. Im Einzelnen können Sie so das Risiko für eine Erkrankung an Dickdarmkrebs um 66 % reduzieren, das für Brustkrebs immerhin um 33 %.
Nach diesen Prinzipien sollten Sie sich ernähren
Nutzen Sie die wertvollen Bio-Stoffe, die eine Schutzfunktion haben. Dazu gehören die Vitamine C und E, Carotinoide, Zink, Selen, Folsäure und Vitamin B12. Diese finden Sie in vielen Obst- und Gemüsesorten.
Vermeiden Sie die vielen kleinen gefährlichen Krebsauslöser. So sollten Sie alle Lebensmittel entsorgen, die verschimmelt sind. Machen Sie einen Bogen um Zucker und Fett im Überma. Auch Lebensmittelzusätze wie künstliche Konservierungsstoffe stehen im Verdacht, Krebs zu erregen. Und wussten Sie, dass auch der Alkohol nicht ganz ohne ist? Da wird so viel von den positiven Auswirkungen des Gläschens Wein auf Ihre Gesundheit geredet. Aber schon ein Glas Wein, jeden Tag getrunken, erhöht Ihr Brustkrebsrisiko. Denn Alkohol raubt Ihrem Körper Vitamine. Ohne Vitamine arbeitet Ihr Immunsystem nicht richtig und kann Krebszellen nicht frühzeitig genug angreifen.
Diese Vitalstoffe bieten Ihnen Krebsschutz
Es gibt viele Stoffe, die in Ihrem Körper eine antioxidative Wirkung entfalten. So schützen Sie sich vor Zellmutationen, die ansonsten zu Krebs führen können. Zu diesen Schutzstoffen gehören:
Sojaflavonoide als Schutz vor Prostatakrebs. Japan ist der Sojaverzehr nichts Ungewöhnliches: Jeder Japaner nimmt täglich rund 35 Gramm Sojaflavonoide zu sich. In Deutschland sind es gerade einmal 2 Gramm pro Tag. Studien haben gezeigt, dass Japaner rund 50-mal weniger an Prostatakrebs erkranken – und das dies tatsächlich auf Sojaflavonoide zurückzuführen ist.
Lycopin schützt Ihre Prostata. Auch Lycopin bietet Ihrer Prostata einen Krebsschutz. Es handelt sich dabei um den roten Farbstoff der Tomate. Findige Geschäftsleute haben ihn isoliert und verkaufen ihn als Nahrungsergänzung. Amerikanische Forscher haben aber herausgefunden, dass Sie mit den natürlichen Tomaten Ihre Prostata besser schützen können, am besten sogar warm als Suppe oder auf der (fettarmen) Nudelspeise. Denn isoliertes Lycopin allein bringt nicht so viel – es wirkt am besten im Zusammenspiel mit allen anderen Tomatenstoffen.
Folsäure – und Ihr Darm bleibt gesund. Folsäure ist das B-Vitamin, das Frauen nur dann verschrieben wird, wenn sie schwanger sind. Danach verschwindet es wieder in der Versenkung – und genau das ist falsch. Denn in Deutschland herrscht Folsäure-Mangel. Nehmen Sie jeden Tag Folsäure zu sich freut sich Ihr Darm. Sie haben dann nämlich einen 75-prozentigen Schutz vor Darmkrebs, der zweithäufigsten Krebsart. Natürliche Quellen dieses Darmschützers sind unter anderem Blattspinat, Chinakohl oder Fenchel.
Beta-Carotin schützt Sie vor Darmkrebs. Mit Beta-Carotin können Sie Ihr Darmkrebsrisiko um 44 % verringern. Allerdings dürfen Sie nie ein Beta-Carotin-Nahrungsergänzungsmittel nehmen, ohne gleichzeitig Vitamin C zuzuführen. Denn Beta-Carotin allein gegeben reichert sich im Körper an und kann so das Risiko für Lungenkrebs erhöhen. Nutzen Sie lieber natürliche Quellen wie Grünkohl oder Karotten.
Obst und Gemüse sollten Sie so häufig wie möglich essen– und am besten schon an Kinder und Enkel verfüttern. Auch wenn die Studie schon aus den 30er-Jahren stammt, sie ist heute noch genauso aktuell. An fast 4.000 Kindern untersuchten englische Forscher die Auswirkungen von Obst und Gemüse. Das Ergebnis: Je häufiger diese Lebensmittel gegessen wurden, desto seltener traten die Krebserkrankungen im Alter auf.
Essen Sie öfter mal ein Ei– es enthält nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch essenzielle Aminosäuren. Diese Kombination kann Brustkrebs vorbeugen.
Trinken Sie den Krebsschutz-Cocktail. Pressen Sie je eine Zitrone, Grapefruit und Orange aus. Mixen Sie dann noch einen Teelöffel Leinöl unter. Das Getränk einmal am Tag trinken. So können Sie das Risiko für Magen-, Kehlkopf- oder Mundkrebs halbieren.
Die Milch macht's. Haben Sie einen gesunden Verdauungstrakt, können Sie jeden Tag ein Glas Milch trinken. Finnische Forscher haben herausgefunden, dass Sie so Ihr Darmkrebsrisiko halbieren können. „Schuld“ daran ist der in der Milch enthaltene Milchzucker.
Stärken Sie mit Sanddorn Ihr Immunsystem. Verdünnen Sie jeden Tag 40 ml Sanddornsaft mit Wasser (Mischung je nach Geschmack). So erhöhen Sie die Leistung Ihres Immunsystems um rund 60 %. Der Grund: Sanddorn enthält rund 10-mal so viel Vitamin C wie Zitrusfrüchte.
Bringen Sie grünen Tee auf den Tisch. Das chinesische Nationalgetränk enthält mehrere entscheidende Substanzen, unter anderem das Epigallocatechin Gallate (EGCG). Diese Flavonoide können eine Reaktion in Ihrem Körper blockieren, die Krebs auslösen kann. Mögen Sie keinen grünen Tee? Die wichtigen Schutzstoffe finden Sie auch in Brokkoli, Kohl oder Weintrauben.