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Anti-Krebs-Ernährung: Vermeiden Sie Risikofaktoren auf dem Teller

Ihre Nahrung soll ein Gesundbrunnen für Ihren Körper sein. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente – alles Dinge, die Sie gesund erhalten. Leider finden sich heute auch noch ganz andere Stoffe im Essen, die sogar Krebs verursachen können.

Wussten Sie, dass zwischen 35 und 38 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland auf eine falsche, ungesunde Ernährung zurückzuführen sind?

Hüten Sie sich vor diesen Risikofaktoren

Leider stecken in unserem Essen nicht nur die Nährstoffe, die so wichtig für die Prävention von Krebs sind. Es gibt vor allem bei industriell hergestellten oder weiterverarbeiteten Lebensmitteln viele Zusatzstoffe, die das Krebsrisiko erhöhen können.

Und auch durch falsches Lagern kann ein eigentlich gesundes Nährmittel zur Gefahr für Ihre Gesundheit werden.

Transfettsäuren

Dabei handelt es sich um Stoffe, die immer dann entstehen, wenn Lebensmittel in der Fabrik weiterverarbeitet und dabei Fette gehärtet werden.

Diese Fette sind raffiniert, also so verarbeitet, dass sie vollständig frei von Vitaminen und Mineralstoffen sind. Leider nehmen wir heute überwiegend solche Fette zu uns, mit schädlichen Folgen für jede einzelne Zelle.

Auf Dauer werden die Zellmembranen porös. Dadurch sind die einzelnen Zellen nicht mehr vor Strahlung, Umweltgiften oder Viren geschützt und können leichter zu Krebszellen mutieren.

Transfettsäuren können Sie leicht erkennen: Sie stehen entweder direkt auf der Inhaltsliste industriell verarbeiteter Lebensmittel oder verstecken sich hinter dem Begriff „gehärtete Fette“.

Wenn Sie also Transfettsäuren lesen, machen Sie einen großen Bogen um das entsprechende Produkt.

Acrylamid

Acrylamid steckt in allen Lebensmitteln, die viele Kohlenhydrate enthalten und auf hohe Temperaturen erhitzt werden, zum Beispiel in Pommes, Chips oder Knäckebrot. Im öffentlichen Bewusstsein taucht Acrylamid immer kurz vor Weihnachten auf, wenn die Spekulatius- und Kekszeit wieder beginnt.

Gerade Plätzchen und Lebkuchen werden oft stark erhitzt, schnell entstehen hier große Mengen Acrylamid. Dieses wird im Körper zu Glycidamid umgewandelt, das für eine Veränderung des Erbgutes verantwortlich gemacht wird.

Zudem kann sich Glycidamid mit Acrylamid verbinden und Funktion wie Struktur zum Beispiel der DNA oder des Hämoglobins verändern. Kranke und mutierte Zellen sind die Folge, die dann zu Krebs führen können.

Aber noch immer streiten Wissenschaftler darüber, welche Mengen dieses Stoffes nun krebserregend sind. Manchmal heißt es, Sie müssten schon drei Kilo Brot und Chips am Tag essen, dann werden wieder viel geringere Mengen angesetzt.

So oder so: Sie sollten sich keinem unnötigen Risiko aussetzen. Verzichten Sie so weit wie möglich auf Lebensmittel, die Acrylamid enthalten können.

Benzypren

Ihr Körper kommt in Kontakt mit Benzypren, wenn Sie Gegrilltes vom Holzkohlegrill essen. Dieser Stoff, der die Hauptentstehungsursache für Magenkrebs ist, entsteht bei der Verbrennung von Fett.

Er ist dann in den leckeren „krossen“und „knusprigen“ Stellen des Fleisches enthalten. Auch in Ihrer Pfanne können Sie diesen Stoff finden: In den schwarzen Krümeln, die am Pfannenboden liegen, wenn Sie zum Beispiel ein paniertes Schnitzel gebraten haben.

Grillen Sie im nächsten Jahr einfach mal Gemüse. Soll es doch zwischendurch „klassisches“ Grillgut sein, wählen Sie magere Fleischsorten wie Hühnchen oder Pute und kratzen Sie die schwarzen Stellen rigoros ab.

Nitrosamine

Diese Stoffe schädigen die Darmwand und können so Tumore auslösen. Sie entstehen, wenn viel Nitrit, aber kaum oder kein Vitamin C im Lebensmittel vorhanden ist.

So ist Gepökeltes reich an Nitrosaminen. Zudem wird Nitrat gerne in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Dies kann sich beim Erhitzen in Nitrit umwandeln und auch hierentstehen dann im vermeintlich gesunden Gemüse krebserregende Nitrosamine.

Wählen Sie beim Gemüsekauf möglichst biologisch angebaute Lebensmittel. So entgehen Sie dem Nitrat und seinem schädlichen Nachfolgeprodukt Nitrosamin.

Lithocholsäure

Auch Ihr Körper selbst kann krebserregende Stoffe produzieren: zum Beispiel die Lithocholsäure. Auch sie ist ein Produkt falscher Ernährung. Sie entsteht, wenn Sie große Mengen tierischer Fette aus zum Beispiel Fleisch und Wurst zu sich nehmen.

Forscher der Universität Dallas haben herausgefunden, dass tierisches Fett den Körper dazu anregt, viel Gallensäure zu produzieren. Diese umhüllt das Fett und nur so kann es in den Stoffwechsel gelangen.

Die Gallensäuren gelangen zusammen mit dem Fett in den Magen und den Darm. Hier werden sie durch Enzyme umgewandelt, in sekundäre Gallensäuren.

Gerade die sekundäre Gallensäure Lithocholsäure, die sich im Dickdarm anreichert, wirkt dort wie ein Gift. Tierversuche haben gezeigt, dass diese Säure bei Mäusen Krebs auslöst.

Bei Menschen, die an Dickdarmkrebs erkrankt sind, ist im Dickdarm selbst eine hohe Konzentration an Lithocholsäure nachweisbar.

Schimmelpilze

Auch Schimmelpilze können Krebs fördern. Sie entstehen dann, wenn Lebensmittel entweder unsachgemäß oder zu lange gelagert werden.

Es gibt unzählige Regeln, wie weit Sie den Schimmel herausschneiden sollten, um das Lebensmittel noch verzehren zu können, und bei welchen Lebensmitteln das nicht geht.

Da Schimmelpilze ihre Sporen auf dem Lebensmittel verteilen können, sollten Sie solche Regeln jedoch nicht unbedingt befolgen. In den Augen vieler Wissenschaftler gehören angeschimmelte und verschimmelte Lebensmittel komplett in den Müll.

Alkohol

Schon ein Glas Wein pro Tag kann das Risiko erhöhen, an Brustkrebs zu erkranken. Der direkte Zusammenhang ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig bewiesen. Fakt ist aber, dass Alkohol dem Körper sowohl Magnesium als auch Vitamine entzieht.

Wenn diese fehlen, dann sind die Zellen nicht mehr vor freien Radikalen geschützt, welche die Zellstruktur schädigen und Krebs auslösen können.

Trinken Sie Alkohol, dann sollten Sie am nächsten Tag verstärkt Obst und Gemüse essen, um die Vitamin- und Magnesiumvorräte Ihres Körpers wieder aufzufüllen. Wir wissen heute, dass Alkohol in großen Mengen Mund- und Kehlkopfkrebs auslösen kann.

Da die Abbauprodukte des Alkohols auch die Schleimhäute angreifen, erhöht er zudem das Risiko für Dickdarmkrebs.

Zucker- und stärkehaltige Lebensmittel

Wenn Sie oft Zucker essen, erhöhen Sie als Frau Ihr Risiko, an Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs zu erkranken. Noch gefährlicher sind solche Produkte für Frauen, die unter einer Insulinresistenz leiden.

In diesem Fall sollten Sie sich möglichst zucker- und stärkearm ernähren, ansonsten kann es zu Bauchspeicheldrüsenkrebs kommen.

Grund dafür ist wahrscheinlich, dass das entstehende Zuviel an Insulin den Spiegel der Sexualhormone erhöht. Haben Sie zu viele Sexualhormone im Körper, steigt Ihr Risiko für Krebs an den Geschlechtsorganen.

Gleichzeitig erhöht Insulin aber auch den Insulin-like-groth-Faktor. Dieser steigert das Wachstum der Krebszellen.

Diese Stoffe schützen Sie vor Krebs

Natürlich hängt es immer von der Art des Krebses ab, wie groß die Rolle ist, die die Ernährung spielt und welche Ernährung ihn auslösen kann.

Einige Stoffe sind Schutzstoffe gegen alle Krebsarten. Hierzu gehören die Vitamine C und E sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sind besonders wirksam gegen freie Radikale.

Dann gibt es auch individuelle Schutzstoffe:

  • Darmkrebs: Hülsenfrüchte und Tomaten
  • Dickdarmkrebs: viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, aber wenig tierisches Fett
  • Magentumore: wenig gegrillte Lebensmittel, wenig salzreiche Speisen
  • Brustkrebs: wenig Alkohol, dafür viel Ballaststoffe, Vitamin C und Carotinoide
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Dr. Michael Spitzbart
Über den Autor Dr. med. Michael Spitzbart

Dies ist das Profil von Dr. med. Michael Spitzbart, dem Chefredakteur von "Dr. Spitzbart´s Gesundheits-Praxis". Hier gibt‘s alle Infos.

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