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Grundlagenwissen zum Thema Krebsrisiko

Die meisten Sorgen bei der Gesundheit machen sich Amerikaner über ihr Krebsrisiko. Das belegt eine kürzlich durchgeführte Umfrage in den USA. Nahezu die Hälfte der Befragten hielten es für unmöglich oder nahezu unmöglich, eine Krebserkrankung zu verhindern.

Krebs als Todesursache

In Deutschland stellen Krebserkrankungen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache dar (Deutsches Krebsforschungszentrum DKFZ, Heidelberg). Nach Schätzungen des DKFZ entwickelt sich Krebs innerhalb von 15 bis 20 Jahren zur Todesursache Nummer 1. Im Jahr 2000 verstarben in Deutschland 210.738 Menschen an Krebs (Statistisches Bundesamt, Bonn).

Der persönliche Lebensstil erhöht das Risiko zu einem hohen Prozentsatz. Das sind Dinge, die die Betroffenen leicht ändern können. In Deutschland stehen dem DKFZ zufolge 25 bis 30 Prozent aller Krebserkrankungs- und Todesfälle im Zusammenhang mit Tabakgenuss und 20 bis 42 Prozent mit Ernährungsgewohnheiten. Als weitere Risikofaktoren nennen sie übermäßigen Alkoholkonsum, berufliche Exposition, Bewegungsmangel, Übergewicht und exzessive Sonnenbäder. Darüber hinaus haben viele der aufgeführten Lebensgewohnheiten einen Einfluss auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

Reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko

Schätzungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention zufolge tragen Lebensgewohnheiten und Aktivitäten mehr als die Hälfte zur Chance bei, lebenslang gesund zu bleiben. Faktoren wie Alter, Ethnie und familiäre Vorgeschichte, die Ihr allgemeines Krebsrisiko betreffen, können Sie nicht beeinflussen. Aber alle Risikofaktoren mit Bezug auf den Lebensstil haben Sie in der Hand.

Dazu folgende Tipps:

  • Ernähren Sie sich gesund: Die amerikanische Krebsgesellschaft empfiehlt, sich mit einer pflanzenreichen Kost zu ernähren. Essen Sie möglichst fünfmal täglich verschiedene Früchte und Gemüsesorten. Geben Sie Vollkornprodukten gegenüber verarbeiteten Getreideprodukten den Vorzug.Darüber hinaus sollten Sie weniger rotes Fleisch essen. Das gilt besonders für Fleischsorten oder -produkte, die einen hohen Fettanteil besitzen und bereits verarbeitet sind. Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein. Männer sollten nicht mehr als zwei Gläser und Frauen nicht mehr als ein Glas Wein pro Tag trinken.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig: Experten empfehlen mindestens 30 Minuten mittlere sportliche Aktivität an fünf oder mehr Tagen pro Woche.
  • Bemühen Sie sich um ein gesundes Körpergewicht: Stimmen Sie Ihre tägliche Kalorienzufuhr auf die Art und den Umfang Ihrer Aktivitäten ab. Bauen Sie überzählige Pfunde ab.
  • Schützen Sie Ihre Haut vor direkter Sonneneinstrahlung: Vermeiden Sie die Mittagssonne zwischen 10 und 16 Uhr. Falls Sie sich in der Sonne aufhalten, bedecken Sie Ihren Körper so weit als möglich. Verwenden Sie Sonnencreme mit einem Schutzfaktor von 15 oder höher.
  • Verzichten Sie auf das Rauchen: Falls Sie rauchen oder Tabak kauen, sollten Sie damit aufhören.

Forscher belegen Anti-Krebs-Wirkung der TCM

Wissenschaftler des DKFZ machten eine weitere bahnbrechende Entdeckung: Bestimmte Inhaltsstoffe von Heilkräutern der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bringen Krebszellen, die der klassischen Chemotherapie trotzen, zum Absterben. Diese Chemoresistenz der Krebszellen stellt das größte Problemin der Krebstherapie dar: Nach einiger Zeit reagieren die kranken Zellen nicht mehr auf die Medikamente und vermehren sich ungehemmt.

Natürliche Substanzen aus TCM-Mitteln gegen Entzündungen wie etwa Wogo-nin aus dem baikalensischen Helmkraut (Scutellaria baicalensis, chin.: Huang-Qin) schwächen die bösartigen Zellen derart, dass die Chemotherapie wieder wirkt. Dabei beeinträchtigen sie die gesunden Zellen nicht. Die Forscher führten ihre Versuche zunächst an Mäusen durch, wie das DKFZ im April 2007 mitteilte. Die Erkenntnisse bestätigen jedoch die Beobachtungen von TCM-Ärzten aus China, die seit Langem bestimmte Heilkräuter unterstützend bei Krebs verordnen. Wenden Sie sich an einen langjährig erfahrenen TCM-Arzt und nehmen Sie die Mittel nach seiner Anweisung ein.

Achtung: Indisches Chili-Pulver

Die Lebensmittelbehörde von Großbritannien rief kürzlich Millionen Lebensmittel mit einem Krebs erregenden Inhaltsstoff zurück. Es handelte sich dabei um Sudan 1, einen roten Farbstoff, der in Chili-Pulver aus Indien nach Großbritannien gelangte und dort weiterverarbeitet wurde. Sudanrot ist seit zehn Jahren in Europa und zahlreichen anderen Ländern nicht mehr genehmigt. Das Bundesministerium für Verbraucherschutz teilte dazu mit, dass keine Lebensmittel mit diesem Farbstoff nach Deutschland importiert worden seien.

Hauptsächlich benutzte man dieses Chili-Pulver zur Produktion von Worcester-Soße zur Weiterverwendung von Suppen, Saucen, Fertiggerichte oder Pizzen. Diese Waren exportierte man dann. Das Schnellwarnsystem der Europäischen Union informierte die betroffenen Länder.  Die Internationale Kommission für Krebsforschung geht davon aus, dass Sudanrot das Krebsrisiko erhöht. Bereits im Juni vergangenen Jahres waren Chiliprodukte, zu denen auch Currypulver zählt, aus Indien nach Frankreich gelangt. Nun will die EU die Einfuhruntersuchungen verschärfen.

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