Kortikosteroide: Hilfe gegen folgende Leiden
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Heutzutage sind Dutzende verschiedener Kortikosteroid-Medikamente verfügbar. Viele Krankheiten und Störungen lassen sich damit behandeln, darunter:
- Arthritis
Um die Rheumatoide Arthritis zu therapieren, eignen sich orale Kortikosteroide für die Kontrolle von kurzfristigen Krankheitsschüben, oder bis andere antirheumatische Medikamente wirken. Kortikosteroide können aber auch langfristig verschrieben werden, um schwerwiegende Komplikationen bei Rheumatoider Arthritis zu heilen, wie die Entzündung von Blutgefäßen (Vaskulitis). Bei vielen Arthritisformen kann eine Kortikosteroid-Injektion in das betroffene Gelenk kurzfristig für Schmerzlinderung und Abschwellung sorgen. Im Allgemeinen erfolgt der Einsatz jedoch erst, wenn andere Therapien versagt haben.
- Asthma
Inhalierbare Kortikosteroide gelten als Mittel der Wahl bei chronischem Asthma. Sie können die Entzündung und Verengung der Atemwege – die beiden Hauptsymptome – verringern. Der Erfolg kann so eindrucksvoll sein, dass viele Patienten relativ symptomfrei sind. Bei richtiger Anwendung können inhalierbare Kortikosteroide weniger Nebenwirkungen haben als orale Medikamente wie Prednison. Orale Kortikosteroide können auch längerfristig bei schweren Asthmaformen eingenommen werden, oder um akuten Krankheitsschüben zu begegnen.
- Hautausschläge
Hier können Kortikosteroid-Cremes oder -Salben erreichen, dass Rötung und Jucken zurückgehen. Orale Darreichungen können bei schweren Ausschlägen wirksam sein. Ihr Arzt kann Ihnen ein mittel- oder hochwirksames Steroid empfehlen, das ein- bis zweimal täglich auf die befallene Hautregion aufgetragen wird. Das Risiko von Nebenwirkungen – zum Beispiel das Ausdünnen Ihrer Haut – ist größer bei den hochwirksamen Präparaten. Außerdem steigt das Risiko, wenn der Wirkstoff länger als 2 Wochen auf besonders dünnhäutige Stellen oder auf einer großen Fläche aufgetragen werden muss.
- Lupus
Niedrige Dosierungen von Kortikosteroiden können täglich eingesetzt werden, um die durch einen systemischen Lupus verursachten chronischen Symptome, wie Gelenkschmerzen und Fieber, in den Griff zu bekommen. Hohe Dosierungen dagegen können intravenös verabreicht werden, wenn schwere lupusassoziierte Störungen auftreten, die Nieren, Blut, Gefäße oder Gehirn betreffen.
Außerdem dienen Kortikosteroid-Medikamente der Behandlung von lebensbedrohlichen Erkrankungen wie der Addisonschen Krankheit, bei der die Nebennieren nicht genügend natürliche Hormone produzieren. Bei Patienten mit einer Organtransplantation stellen die Kortikosteroide ein wichtiges Mittel dar, um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden, indem das Immunsystem gedämpft wird. Entzündliche Darmerkrankungen sind ein weiteres Beispiel aus einer Vielzahl von Anwendungen.