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Grundlagenwissen zum Thema Koronare Herzkrankheit

Wenn sich bei Ihnen eine verengte Herzkranzarterie bildet, setzt die Implantierung eines mit einem Medikament beschichteten netzartigen Röhrchens (Stent) das Risiko für Herzprobleme herab. Laut zahlreicher Studien helfen die mit einem Medikament beschichteten Stents, die Arterie wieder zu erweitern und sie zukünftig offen zu halten. Bei diesem Verfahren führt der Chirurg die dünnen Stents in die verengte Arterie mit einem Katheter ein. Die Medikamentenbeschichtung bewirkt eine Dämpfung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsuppression).

Mikrovaskuläre Herzkrankheit© nali – Fotolia

Stents verhindern Restenose

Eine Studie analysierte die Daten von 1.101 Patienten mit jeweils einer verengten Koronararterie. Die Ärzte implantierten bei 556 Teilnehmern einen mit Sirolimus (Rapamun®) beschichteten Stent. Sirolimus setzt man darüber hinaus ein, um Organabstoßungen nach Transplantationen zu vermeiden. Die andere 545 Studienteilnehmer erhielten einen unbeschichteten Stent. Nach neun Monaten erlitten 36 Prozent der Gruppe ohne Beschichtung eine erneute Arterienverengung (Restenose). Unter den Patienten mit der Stent-Beschichtung lag die Restenoserate nur bei 9 Prozent.

Besonders Patienten mit Diabetes schienen von der neuen Technik zu profitieren. 51 Prozent der Diabetiker ohne beschichtete Stents erlitten eine Restenose, während in der Gruppe mit der Sirolimus-Beschichtung der Stents nur 18 Prozent der Diabetiker einen Rückfall verzeichneten. Des Weiteren waren die Zahl der Todesfälle und Herzinfarkte in beiden Gruppen vergleichbar. Man kann also davon ausgehen, dass die beschichteten Stents ebenso sicher sind wie die Standardstents. Dieses Ergebnis stellten die Wissenschaftler am 24. September 2002 während eines Kardiologen-Kongresses vor.

Reduktion von Entzündungen

Die beschichteten Stents geben das Sirolimus langsam frei. Es hemmt Entzündungen und reduziert Gewebsnarben in der Arterienwand, die beide Restenosen verursachen. Unbeschichtete Stents setzt man seit den frühen 90er Jahren häufig ein, um Arterien offen zu halten, die durch fetthaltige Ablagerungen (Plaques) gefährdet sind. Jedoch erleidet ein Drittel der Patienten mit einem normalen Stent innerhalb von sechs Monaten eine Restenose. In 10 bis 20 Prozent der Fälle verläuft die Restonose so schwerwiegend, dass es eine weitere Gefäßaufdehnung (Angioplastie) erfordert.

Die Ärzte der Mayo Clinic sind der Ansicht, dass die mit Sirolimus beschichteten Stents das Restenose-Risiko herabsetzen. Sie bedeuten einen großen Fortschritt in der Behandlung von verengten Koronararterien. Noch ist allerdings nicht sicher, ob sich die Beschichtung für alle Stent-Patienten oder alle Arterienverengungen empfiehlt.

Sport statt Stent?

Bei Patienten mit stabiler koronarer Krankheit, also die in Ruhe keine Beschwerden haben, zeigen Studien Folgendes: Betroffene, die täglich 20 Minuten auf einem Fahrradergometer trainieren, erleiden deutlich weniger Herzinfarkte oder Schlaganfälle (63 Prozent weniger) als Patienten, die eine Ballontherapie (Aufweiten des Gefäßes mit einem Ballonkatheter) erhielten oder bei denen ein Stent (Röhrchen, um das Gefäß längerfristig durchgängig zu erhalten) eingesetzt wurde (bei ihnen war das Risiko um 40 Prozent geringer).

Ausdauersport können Sie ohne Rezept und Nebenwirkungen nutzen, um Herzbeschwerden vorzubeugen oder zu behandeln. Ihr Herz-Kreislauf-System braucht Bewegungsreize, damit es dauerhaft effizient arbeiten kann. Körperliche Bewegung regt kurzfristig die Durchblutung und langfristig die Bildung neuer Blutgefäße (Kapillarisierung) an, sodass Ihr Herzmuskel besser mit Sauerstoff versorgt wird. Steigt Ihre Ausdauer durch das Training, sinkt gleichzeitig der Sauerstoffbedarf Ihres Herzens. Je trainierter Ihr Körper ist, desto wirtschaftlicher kann Ihr Herz arbeiten.

So nutzen Sie das Medikament Bewegung

Aus medizinischer Sicht ist es in den meisten Fällen sinnvoll, wenn Sie sich vier- bis fünfmal pro Woche etwa eine halbe Stunde bewegen (also etwas mehr als die in der Studie getesteten 20 Minuten). Wichtig: Tasten Sie sich nur langsam an diesen Trainingsumfang heran, damit Sie Ihr Herz nicht überlasten: Starten Sie zunächst mit zehn Minuten sanfter Aktivität pro Tag. Erst wenn Sie sich daran gewöhnt haben, steigern Sie den Umfang in kleinen Schritten. Verzichten Sie aber ab heute auch bei Zeitmangel keinesfalls mehr auf Ihr „Medikament“ Bewegung.

Viele wissenschaftliche Studien der letzten Jahre belegen es: Die Sterberate und die Lebensqualität werden positiv beeinflusst durch das Treiben von Sport. Etliche Risikofaktoren werden dadurch abgeschwächt. Die Sauerstoffaufnahme der Muskulatur wird verbessert, das Herz entlastet. Hinweis: Das Risiko für einen plötzlichen Herztod durch sportliche Betätigung bei KHK-Patienten liegt nur unwesentlich höher als bei Gesunden.

Die positiven Wirkungen von Sport

  • Fett- und Zuckerwerte sinken
  • Herzarbeit wird ökonomischer
  • Körpergewicht sinkt
  • Neubildung von Blutgefäßen wird angeregt
  • Immunsystem wird gestärkt
  • Stress wird abgebaut

Was Sie zu Hause tun können

Grundsätzlich gilt:

  • Moderate Bewegung ist sinnvoll, Ausdauertraining ist geeignet.
  • Trainieren Sie mäßig, aber regelmäßig.
  • Eine Belastung nahe der maximalen Pulsfrequenz ist nicht sinnvoll.

Suchen Sie sich eine kontrollierbare Sportart aus, die Sie gleichmäßig belastet. Fühlen Sie sich sehr unsicher, lassen Sie vorher bei Ihrem Arzt durch eine „Telemetrie“ testen, ob der gewünschte Sport für Sie geeignet ist. Eine Telemetrie ist eine ständige Ableitung der Herztätigkeit mittels eines EKGs während der Ausübung des Sports.

Älteres Paar rastet bei Herbstwanderung© Patrizia Tilly – Fotolia

Sportarten ohne Überlastungspotential

Wenn Sie unter der koronaren Herzkrankheit leiden, ist nicht jede Bewegungsform für Sie geeignet. Weniger geeignet sind Sportarten mit hohen Kurzzeitbelastungen: Ballsportarten (Fußball, Handball, Hockey, Kegeln) und auch Rückschlagspiele (Squash, Badminton, Tennis). Der kurze, heftige Krafteinsatz kann sogar zur Überlastung Ihres Herzens führen. Alle Sportarten, die Sie mit einer gleichmäßigen, niedrigen Intensität ausüben können, sind bei einer koronaren Herzkrankheit für Sie besser geeignet:

Wenn Sie unter Herzerkrankungen leiden, sprechen Sie die für Sie geeigneten Sportarten und Ihren persönlichen Trainingsumfang unbedingt ganz individuell mit Ihrem (Sport-)Arzt ab. Ihr Kardiologe kann mit einer Ultraschalluntersuchung und durch Belastungstests auf dem Fahrradergometer feststellen, welcher Belastung Sie sich aussetzen dürfen. Sie erfahren dann, bei welchem Puls Sie idealerweise trainieren.

Tipp: Gassi gehen – auch ohne Hund!

Auch wenn Sie keinen Hund haben: Gönnen Sie sich täglich drei kleine „Gassi-Runden“. Gehen Sie gerade abends noch mal eine halbe Stunde vor die Tür. Steigern Sie dabei dreimal das Tempo für jeweils fünf Minuten, so als wenn Ihr Hund mal wieder ausgebüchst wäre. Erstaunlicherweise empfinden viele Menschen solche Intervallbelastungen weniger anstrengend als gleichmäßiges Ausdauertraining.

Achten Sie bei höheren Belastungen darauf, dass Ihr Puls nicht zu stark ansteigt und Sie die Pulsgrenzen (tragen Sie eine Pulsuhr), die Ihr Arzt für Sie ermittelt hat, nicht überschreiten. Wenn Ihr Lebenspartner mitkommt (das ist natürlich die allerbeste Lösung), sollten Sie sich mit ihm/ihr zu jeder Zeit flüssig unterhalten können.

Feindseligkeit verursacht Herzkrankheiten

Welcher Persönlichkeitstyp sind Sie? Verhalten Sie sich ruhig und gelassen oder verkrampft und ungeduldig? Seit den 50er Jahren diskutieren Wissenschaftler die Frage: Weisen feindselige, aggressive und unentspannte Menschen ein höheres Risiko für koronare Herzkrankheiten auf? Eine neuere Studie weist darauf hin, dass die Persönlichkeit vom „Typ A“ gegenüber den Faktoren Alter und Geschlecht in den Hintergrund tritt, wenn es um die Bestimmung des Risikos von Herzkrankheiten geht.

Die Persönlichkeit im Blickpunkt

Der US-amerikanische Kardiologe Dr. Friedman beschrieb in den 50er Jahren als erster die Persönlichkeit vom Typ A. Nach Dr. Friedmann bilden Ungeduld und Feindseligkeit durch Reizbarkeit und Ärger die Basis des Verhaltensmusters. In den 70er Jahren erschienen Studien, die auf einen Zusammenhang zwischen Feindseligkeit und Herzkrankheiten hinwiesen. Einige Forschungsstudien kamen zu einem interessanten Ergebnis: Bei Menschen vom Typ A kann das Risiko koronarer Herzkrankheiten doppelt so hoch sein wie bei gelasseneren Menschen des Typs B.

In der bisher größten Studie dieser Art fanden Ärzte der Mayo Clinic heraus, dass die Persönlichkeitsstruktur nicht auf das Risiko einer Herzerkrankung hindeutet. Die Ärzte untersuchten die über einen Zeitraum von 20 Jahren reichende Krankengeschichte von 620 Frauen und Männern. Sie alle füllten den Minnesota Multiphasic Personality Inventory (mehrphasiger Persönlichkeits-Analysebogen des Bundesstaates Minnesota; MMPI) an der Mayo Clinic zwischen 1962 und 1965 aus. Der MMPI ist der in den USA am häufigsten eingesetzte Persönlichkeitstest.

Ärger_Wut© xalanx – Fotolia

Welche Zusammenhänge ergeben sich?

Menschen mit einer hohen Punktzahl auf der Feindseligkeits-Skala wiesen kein größeres Risiko einer Herzerkrankung auf, wenn man die beiden anderen Risikofaktoren Alter und Geschlecht mit in Beziehung brachte. „Unsere Studie zeigt, dass die Feindseligkeit im MMPI auf der Feindseligkeits-Skala kein unabhängiger Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten ist.“ Dies erklärt Dr. Maruta, ein Psychiater an der Mayo Clinic und Mitautor der Studie.

„Unsere Schlussfolgerung lautet nicht, dass Feindseligkeit nichts mit der Entwicklung einer Herzerkrankung zu tun hat“, bemerkt Dr. Maruta. Die Studie zeigt lediglich, dass speziell Männer mit zunehmendem Alter auf der Feindseligkeits-Skala des MMPI tendenziell mit höheren Punktzahlen abschneiden. Das bedeutet nicht, dass ältere Männer notwendigerweise feindseliger sind.

Weniger Stress tut dem Herz gut!

Auch wenn Feindseligkeit allein Sie nicht anfälliger für einen Herzinfarkt macht, so trägt sie zur Erhöhung Ihres Risikos bei. Dies gilt besonders bei Männern in vorgerückterem Alter. Eine Theorie über die Rolle der Feindseligkeit bei Herzerkrankungen besagt, dass bestimmte Menschen „geladen“ reagieren. Als Reaktion auf den Alltagsstress zeigt sich bei diesen Menschen eine extrem starke Erhöhung des Herzschlags und des Blutdrucks.

Nach dieser Theorie schädigt das mit der Zeit die Herzkranzgefäße und das Herz. Viele Rehabilitationsprogramme für koronare Herzkrankheiten eignen sich als Hilfe, um zu lernen, Stress abzubauen und weniger ungeduldig oder feindselig zu reagieren.

Anregungen für Ihr Verhalten

  • Beurteilen Sie Ihre eigene Persönlichkeit – Haben Sie Züge einer feindseligen Persönlichkeit? Sind Sie leicht frustriert? Hauen Sie im Gespräch mit anderen auf den Tisch oder zeigen Sie mit dem Finger? Kritisieren Sie andere heftig? Sind Sie intolerant? Warten Sie nicht auf einen Herzanfall, um Ihr persönliches Verhalten neu zu überdenken. Arbeiten Sie daran, Ihre Denkweise und Art der Kommunikation zu ändern.
  • Werden Sie gelassener – Fangen Sie an, gemächlicher zu gehen. Fahren Sie langsamer. Nehmen Sie sich genügend Zeit, um Terminsachen zu erledigen und Ihre Arbeit zu verrichten. Wenn Sie sich ärgern, weil Sie einen Termin haben und warten, sagen Sie sich einfach, dass Warten unvermeidbar ist. Lesen Sie eine Zeitschrift, bitten Sie um einen neuen Termin oder nutzen Sie die Zeit für Tagträume.
  • Pflegen Sie soziale Beziehungen – Fördern Sie Ihre Bande zur Familie und zu Freunden. In schlechten Zeiten fühlen sich diese dann eher bereit, Ihnen zu helfen.
  • Seien Sie realistisch – „Jeder soll mich mögen.“ „Meine Meinung ist immer richtig.“ „Ich darf niemals einen Fehler machen.“ Achten Sie darauf, wie häufig Sie Worte wie „muss“, „immer“ oder „niemals“ verwenden. Unrealistische Vorstellungen wie diese stellen starke Stressfaktoren dar. Stattdessen entwickeln Sie realistischere Erwartungen. Sagen Sie sich zum Beispiel: „Nicht jeder mag meiner Meinung sein, doch viele Menschen respektieren meine Meinung“ oder „Ich versuche, es das nächste Mal besser zu machen“.
  • Verbessern Sie Ihre Art der Gesprächsführung – Eine aggressive und feindselige Persönlichkeit schafft Opposition und Streit bei Gesprächen. „Passive“ Persönlichkeiten empfinden Stress, wenn sie ständig das Gefühl haben, von ihren Mitmenschen übervorteilt zu werden. Entsprechendes Training hilft Ihnen beim Ausdrücken Ihrer Bedürfnisse ohne andere zu verletzen oder selbst übergangen zu werden. Nehmen Sie sich bei einem Gespräch einige Minuten Zeit, Ihren Gesprächspartnern zu zuhören, ohne sofort eigene Vorstellungen zu unterbreiten. Äußern Sie Ihre Meinungen oder Gefühle, ohne Ihre Mitmenschen zu kritisieren oder gleichzeitig gegen deren Vorstellungen zu opponieren.
  • Sport – Regelmäßige körperliche Betätigung hilft, um Sorgen und leichte Depressionen abzubauen und das Selbstwertgefühl zu heben.

Musik verbessert Gefäßfunktion

Menschen, die unter einer koronaren Herzerkrankung leiden, können sich selbst etwas Gutes tun: indem sie mehr Musik hören. In der Tat kann diese die Gefäßfunktion verbessern, so Forscher aus Serbien. Die Wissenschaftler hatten über 70 KHK-Patienten untersucht und dabei die Funktion der Gefäßinnenwand gemessen. Dazu wurde die Höhe verschiedene Blutmarker festgestellt, zum Beispiel von Stickstoffoxiden (NOx) oder Xanthinoxidase (XO). So ist Stickstoffmonoxid wichtig für die Regulation des Blutdrucks, Xanthinoxidase (XO) ist ein Enzym, das die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid verringert. Die Testpersonen wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe nahm an einem von Medizinern überwachten Fitnesstraining teil. Gruppe zwei tat dies auch und hörte zudem 30 Minuten lang täglich die Lieblingsmusik. Gruppe drei brauchte nur die Musik zu hören.

Es zeigte sich, dass die NOx-Werte der dritten Gruppe und der Musik-Sport-Gruppe nach drei Wochen deutlich angestiegen waren. Am besten waren die Werte in der Musik-Sport-Gruppe. Die XO-Werte hatten sich bei allen Teilnehmern verringert; am stärksten auch in dieser Gruppe. Zudem hatte sich bei diesen Studienteilnehmern die körperliche Belastbarkeit um 39 Prozent verbessert, in der Sportgruppe um 29 Prozent und in der Musikgruppe um 19 Prozent. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Hören von Musik, die man mag, dazu führt, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Diese wirken sich stark auf die NO-Bildung aus. Sie verbessert sich deutlich; ein Effekt, den man sonst mit Medikamenten zu erreichen versucht.

Musik hören© jd-photodesign – Fotolia

Gesunde Zähne, gesundes Herz

Was gut für Ihre Zähne ist, kann auch gut für Ihr Herz sein. Das legen einige neuere Studien nahe. Eine Studie mit 9.760 Teilnehmern zeigte, dass Patienten mit Zahnfleischerkrankungen (Paradontose) ein erhöhtes Risiko für die Koronare Herzkrankheit aufwiesen, selbst nachdem andere Risikofaktoren wie das Rauchen herausgerechnet wurden.

Warum ein Zusammenhang zwischen Zahnfleischerkrankung und einem höheren KHK-Risiko besteht, ist noch nicht klar. Nach einer Theorie gelangen Mundbakterien über das erkrankte Zahnfleisch in das Blut, wo sie sich an Blutgefäße anheften können und dort zu Verhärtungen und Entzündungen führen. Allerdings sind noch weitere Studien notwendig, um festzustellen, ob es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen gibt und wie sie sich gegenseitig beeinflussen.

Bakterienfilm auf den Zähnen führt zu Problemen

Verursacht wird die Paradontose durch einen klebrigen, farblosen Bakterienfilm (Plaques), der am Rand zwischen Zahn und Zahnfleisch entsteht. Mit der Zeit kann dieser Film verkalken und den Zahnstein bilden. Wird dieser nicht regelmäßig entfernt, kann er das Zahnfleisch schädigen, Knochenabbau und letztendlich Zahnausfall hervorrufen.

Die beste Methode, um die Plaques zu entfernen, besteht in der Anwendung von Zahnbürste und Zahnseide und einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Beides sollten Sie regelmäßig und gründlich benutzen. Bürsten Sie erst nach der Verwendung von Zahnseide, damit Sie losgelöste Partikel besser entfernen können. Mindestens zweimal täglich Zahnbürste, einmal täglich Zahnseide und eine reduzierte Zuckerzufuhr – damit können Sie eine gute Vorbeugung leisten. Daneben kann eine regelmäßige Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt Ihr Paradontoserisiko reduzieren.

Psoriasis in Verbindung mit der koronaren Herzkrankheit

Ist Psoriasis (Schuppenflechte) vielleicht doch mehr als nur eine entzündliche Hauterkrankung, die sich durch verdickte, rote, stark schuppende und juckende Flechten auszeichnet? Dies legt eine Studie nahe, die vor einiger Zeit auf dem jährlichen Treffen der Amerikanischen Akademie für Dermatologie vorgestellt wurde. Die Studie spricht von zunehmenden Hinweisen für einen Zusammenhang  zwischen Psoriasis und einem erhöhten Risiko für die koronare Herzkrankheit sowie Diabetes. In der Studie wurden fast 1.600 Menschen mit moderater bis schwerer Psoriasis untersucht. Das Risiko der Studienteilnehmer für die koronare Herzkrankheit war im Vergleich zu Menschen ohne Schuppenflechte um 28 Prozent erhöht. Zusätzlich hatten die Psoriasis-Patienten ein um 12 Prozent erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall.

Die Ärzte der Mayo Clinic stimmen den Ergebnissen dieser Studie zu. Krankheiten wie Psoriasis oder rheumatoide Arthritis, die zu ausgedehnten Entzündungen führen, erhöhen das Risiko für die koronare Herzkrankheit. Die Experten der Mayo Clinic sind deshalb der Meinung, dass Psoriasis ebenso als Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit eingestuft werden sollte wie bereits hoher Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, Bewegungsmangel, Rauchen und Diabetes. Der Grund: Je mehr Risikofaktoren Sie haben, desto höher ist auch Ihr Risiko für die koronare Herzkrankheit. Denn die Risikofaktoren addieren sich nicht einfach nur auf, sondern können sich sogar gegenseitig verstärken.

Psoriasis an den Ellenbogen© farina3000 – Fotolia

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