MenüMenü

So gefährlich ist eine Blutvergiftung für Sie

Zu einer Vergiftung des Blutes kann es dann kommen, wenn Ihr Immunsystem eine Infektion mit solchen Bakterien wie MRSA, beziehungsweise Viren oder Pilzen nicht „in den Griff bekommt“. Dann vermehren sich die Krankheitserreger und drängen innerhalb weniger Stunden in Ihren gesamten Organismus.

Eine Blutvergiftung macht sich zunächst mit Symptomen bemerkbar, wie Sie sie von einer Erkältung oder einem grippalen Infekt kennen: Fieber, Mattigkeit, Übelkeit, Kreislaufschwäche.

Doch dann stellt sich eine allgemeine Verwirrung ein. Ihr Puls steigt auf mehr als 100 Schläge in der Minute, Ihr Blutdruck sinkt, Ihre Atmung wird schneller und schwerer.

Die Stoffwechselprodukte der Krankheitserreger vergiften Ihr Blut. Es kommt zum so genannten septischen Schock mit inneren Blutungen, der Kreislauf bricht zusammen. Hat die Blutvergiftung erst ein bestimmtes Ausmaß erreicht, kommt jede Hilfe zu spät.

Das anfangs unspezifische Erscheinungsbild ist der Grund dafür, dass Menschen mit einer Blutvergiftung häufig zu spät ins Krankenhaus eingeliefert werden – sofern Sie sich die Infektion nicht im Krankenhaus zugezogen haben.

Über den Erfolg der Hilfe entscheiden die ersten Stunden. Besonders wichtig ist es, dass der Betroffene sofort Antibiotika erhält und der Sauerstoffgehalt des Blutes genauestens kontrolliert wird.

Eine Blutvergiftung kann in drei unterschiedlichen Schweregraden verlaufen

  1. Bei der einfachen Sepsis bleibt die Entzündung auf die Ursprungsstelle begrenzt. Hier kommen Antibiotika zum Zuge.
  2. Bei einer schweren Blutvergiftung versagen auch Organe, die weiter entfernt vom Ursprungsort liegen. Die Erkrankten müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Knapp die Hälfte von ihnen stirbt.
  3. Die betroffene Person fällt in einen septischen Schock – das bedeutet, dass der Blutdruck auf extrem niedrige Werte fällt. Es werden auf dem schnellsten Wege Medikamente benötigt, die den Blutdruck wieder anheben. Etwa 55 Prozent der Betroffenen sterben.

So unterstützen Sie Ihre Immunabwehr

Unsere Lebensgewohnheiten spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, unsere natürlichen Abwehrkräfte zu fördern und sie beim Kampf gegen Bakterien, Viren und Krankheiten zu unterstützen.

  • Händewaschen nicht vergessen: Der alte Spruch hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Häufiges Händewaschen mit Seife und Wasser ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen im Kampf gegen die krankmachenden Mikroorganismen. Wenn Sie empfindliche Haut haben: Nehmen Sie eine rückfettende Seife oder ein Duschöl zum Händewaschen. Antimikrobielle Waschsyndets empfehlen sich jedoch weniger, denn diese schwächen letztlich Ihre Immunabwehr.
  • Setzen Sie täglich immunstärkende Lebensmittel auf Ihren Speiseplan. Das können Heidel- und andere Beeren (je dunkler, desto besser) ebenso sein wie roter Pampelmusen- und Granatapfelsaft, aber auch Brokkoli-Gemüse oder Brokkoli-Sprossen (in Naturkostläden oder wie Kresse aus Samen selber anziehen);.Weißkohl, Rosenkohl und Blumenkohl gehören ebenfalls dazu.
  • Schlafen Sie nachts mindestens sieben, besser acht Stunden. In mehreren Studien wurde gezeigt, dass ein Schlafdefizit einen Mangel an Abwehrkräften nach sich zieht. Wer weniger schläft, hat weniger Killerzellen im Blut, eine hochpotente Abwehrwaffe unseres Immunsystems.

Nahrungsergänzungsmittel für den Abwehr-Turbo

Viele gesundheitsbewusste Erwachsene nehmen regelmäßig ein Multivitamin-Präparat, um sicher zu sein, genügend wichtige Vitamine und Mineralstoffe zu bekommen.

Zusätzlich können Sie einzelne Supplemente speziell zur Erhöhung Ihrer Abwehrkräfte zu sich nehmen. Als besonders effizient haben sich in diesem Zusammenhang die folgenden Wirkstoffgruppen erwiesen:

Vitamin D

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Vitamin D gegen Viruserkrankungen schützt und den Organismus dazu veranlasst, körpereigene Antibiotika zu produzieren.

Besonders im Winterhalbjahr gerät der Körper leicht in ein Vitamin-D-Defizit, da die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht, die körpereigene Synthese dieses Vitamins in Gang zu halten. Zur Kontrolle des Vitamin-D-Status sollten Sie regelmäßig Ihren Kalzium-Spiegel in Blut und Urin überprüfen lassen.

Nehmen Sie täglich ein Nahrungsergänzungsmittel mit 2.000 Internationalen Einheiten (IE) Vitamin D3 ein. Diese Form kann am besten vom Körper aufgenommen werden.

Essen und trinken Sie dazu etwas Käse oder Milch, denn das darin enthaltene Fett macht das Vitamin besser verwertbar.

Nach zwei bis vier Monaten sollten Sie Ihren 25(OH)-Vitamin D3- Spiegel im Blut von Ihrem Hausarzt kontrollieren lassen. Ihre Blutwerte sollten sich zwischen 40 und 60 ng/ml bewegen. Liegen sie darunter, erhöhen Sie Ihre tägliche Vitamin D3-Dosis.

Probiotika

Probiotische Bakterien leben natürlicherweise im Darm. Sie sind Bestandteil unseres Abwehrsystems und werden unter anderem bei der Einnahme von Antibiotika heftig dezimiert.

Probiotika sind in diesen Lebensmitteln enthalten:

  • Joghurt, der speziell als „mit lebenden Kulturen“ gekennzeichnet und nicht wärmebehandelt ist. Probiotika sind im normalen Bio-Joghurt oder auch in den Spezialprodukten Activia oder im Joghurttrunk Actimel enthalten (beide gibt es auch ohne Zucker).
  • Käse wie Cheddar oder Blauschimmelkäse enthält reichlich probiotische Organismen. Je länger er gereift ist, desto besser.
  • Kefir, also unter kontrollierten Bedingungen leicht angegorene Milch, ist ebenfalls ein ausgezeichneter Probiotika-Lieferant.
  • Sauerkrautsaft enthält Milchsäure- und andere Bakterien. Empfohlene Menge: Ein kleines Glas pro Tag.
  • Cistus-Tee: 10 g des Zistrosen-Tees in einem Liter Wasser zum Kochen bringen, zehn Minuten köcheln lassen und über den Tag verteilt trinken.

Gesunder Darm stärkt Abwehrkräfte

Ein gesunder Darm stärkt die Abwehrkräfte. Tatsächlich sitzen rund 70 Prozent aller Abwehrzellen Ihres Körpers im Darm. Rund 100 Billionen Bakterien (Darmflora) leben in Ihrem Darm und fordern Ihre Abwehrkräfte direkt an der Darmwand ständig heraus.

Hier im Darm befindet sich tatsächlich eine Art Trainingslager für Ihr Immunsystem. Halten Sie Ihren Darm fit, unterstützen Sie auch die Abwehrkräfte Ihres Körpers.

Stärken Sie Ihre Darmflora durch eine ballaststoffreiche Kost: Reichlich Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst.

Trinken Sie täglich zwei Liter Flüssigkeit, so können die Ballaststoffe in Ihrem Darm gut aufquellen. Ihre Darmflora unterstützen Sie auch durch den Verzehr von Lebensmitteln, die natürlicherweise Milchsäure- und Bifidobakterien enthalten.

Das hemmt die Vermehrung krank machender Keime in Ihrem Darm und fördert das Wachstum der natürlichen Darmflora. Essen Sie regelmäßig unerhitzte Milchprodukte wie Buttermilch, Dickmilch, Joghurt, Kefir oder Quark.

Auch rohes Sauerkraut ist eine Wohltat für Ihren Darm, da es mit Milchsäurebakterien vergoren ist. Und sorgen Sie für regelmäßigen Stuhlgang, am besten durch ausreichend Bewegung.

Diese Vitalstoffspender helfen Ihrem Immunsystem über den Winter

Exotische Früchte sind nicht nur lecker, sie stärken auch unser Immunsystem. Wir zeigen Ihnen was hinter der einzelnen Frucht steckt, worauf Sie beim Kauf achten sollten und wie Sie die Früchte am besten lagern.

Ananas:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C, Ballaststoffe, das Enzym Bromelain
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Früchte sollten prall und schwer sein, mit frischen, steifen Kopfblättern. Wenn sich die unteren Blätter leicht herauszupfen lassen, ist die Frucht reif, sie verströmt dann einen leichten aromatischen Duft.
  • Lagerung: Verzehren Sie die Früchte möglichst rasch nach dem Kauf. Die Ananas gehört nur in den Kühlschrank, wenn sie geschält ist. Dann hält sie sich dort bis zu drei Tagen.

Datteln:

  • Das steckt dahinter: sehr viel Fruchtzucker, Ballaststoffe, Kalium
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Datteln sind reif, wenn sie glänzend braun und honigsüß sind. Die Früchte reifen bei Zimmertemperatur nach.
  • Lagerung: Frische Datteln können Sie einfrieren. Getrocknete Datteln halten sich monatelang. Nicht in der Nähe von stark duftenden Nahrungsmitteln lagern (sie nehmen dann deren Geruch an)

Granatapfel:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C, Ballaststoffe
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Schwere Früchte sind meist schön saftig. Sie sollen glänzen und keine trockene, harte Schale haben. Das rote Fruchtfleisch um die Kerne wird roh gegessen, kann aber auch zu Saft gepresst werden.
  • Lagerung: Früchte halten sich im Kühlschrank bis zu einer Woche.

Guaven:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C, Niacin, Kalium, Ballaststoffe
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Es gibt verschiedene Guavensorten. Die am häufigsten verkaufte hat eine gelbe Schale. Reife Guaven können Sie gut roh essen. Die Früchte lassen sich auch pochieren oder pürieren, passen zu herzhaften Gerichten.
  • Lagerung: Früchte sollten zügig verarbeitet werden.

Kaki oder Dattelpflaume:

  • Das steckt dahinter: Vitamin A, Kalium, Kalzium, Eisen
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Früchte sollten eine einwandfreie Schale haben, weich und fleischig sein.
  • Lagerung: Reife Früchte sind sehr empfindlich,Sie sollten sie sofort essen.

Karambole oder Sternfrucht:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C, Kalium, Niacin, Phosphor.
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Karambolen sehen interessanter aus als sie schmecken. Sie eignen sich vor allem für Dekorationen. Wählen Sie festfleischige und einwandfreie Früchte.
  • Lagerung: Im Kühlschrank halten sich die Früchte bis zu einer Woche.

Kiwis:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C, Vitamin E
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Kaufen Sie nur pralle und makellose Früchte. Kiwis sind reif, wenn sie leichtem Fingerdruck etwas nachgeben.
  • Lagerung: Unreife Früchte reifen zu Hause nach, an einem kühlen Ort halten sie sich mehrere Wochen. Lagern Sie sie nicht neben anderen Früchten, da sie deren Reifungsprozess beschleunigen.

Litschis:

  • Das steckt dahinter: Vitamin C
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Kaufen Sie Früchte mit möglichst kräftiger rosa oder roter Farbe. Grünliche Früchte sind unreif, braune überreif.
  • Lagerung: Litschis trocknen schnell aus, deswegen sollten Sie sie in kleineren Mengen kaufen und zügig verbrauchen.

Mangos:

  • Das steckt dahinter: Vitamin A, Vitamin C, Beta-Carotin
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Es gibt über 2.500 Mangosorten. Im unreifen Zustand sind alle Mangos grün. Einige bleiben grün, die meisten werden jedoch orange bis gelb, wenn sie reif sind. Das weiche Fleisch ist süß und saftig, manchmal etwas säuerlich. Kaufen Sie nur einwandfreie Früchte ohne schwarze Flecken, denn dies ist ein Hinweis auf Überreife. Dann wird das Fruchtfleisch breiig.
  • Lagerung: Mangos reifen zu Hause an einem warmen Ort nach. Wollen Sie den Reifeprozess beschleunigen, legen Sie sie mit einer Kiwi zusammen in eine Papiertüte.

Papayas:

  • Das steckt dahinter: Vitamin A, Vitamin C, das Enzym Papain
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Das steckt dahinter: Früchte sollten gleichmäßig gelb sein und keine schadhaften oder runzeligen Stellen haben. Sie reifen zu Hause nur nach, wenn sie am Stielende gelb sind. Das sollten Sie beim Kaufen prüfen.
  • Lagerung: Papayas sind empfindlich und sollten bald gegessen werden. Noch nicht ganz reife Früchte können Sie bei Zimmertemperatur aufbewahren, bis sie gelb sind.

Passionsfrüchte:

  • Das steckt dahinter: Vitamin A, Vitamin C, Ballaststoffe
  • Darauf sollten Sie beim Kauf achten: Früchte sollten relativ schwer sein und eine feste, leicht runzelige Schale haben.
  • Lagerung: Sie können bei Zimmertemperatur nachreifen. Bewahren Sie Passionsfrüchte nicht im Kühlschrank auf. Die Kerne können Sie mitessen.
© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Alte Kommentare
  • Theo Arnold schrieb am 13.05.2010, 19:26 Uhr

    na ja, 55% sterben sowieso, und der Rest dann im KH wegen der ungünstigen Bedingungen. Kleine Übertreibung - Ich würde daraus eher schlussfolgern, dass viel wichtiger vorbeugend das Immunsystem ständig auf dem Laufenden gehalten werden muss um den KH-Aufenthalt wegen Blutvergiftung so gut es geht zu vermeiden.