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Leseranfrage: Was kann ich gegen Krankenhauskeime tun?

Als Hauptattentäter wird derzeit ein Bakterium aus der Gruppe der im Prinzip allgegegenwärtigen Staphylokokken ausgemacht – der methicillinresistente Staphylococcus aureus (MRSA).

Dies ist ein besonders bösartiger Keim, der den Krankenhausinfektionen ihren Namen MRSA eingebracht hat.

Forscher vermuten, dass dieses Bakterium erst in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts durch den überbordenden Einsatz von Antibiotika so aggressiv geworden ist.

Krankheitskeime sind oft gegen Medikamente immun

Auch das Bakterium Pseudomonas aeruginosa gehört zu den gefürchteten Krankeinhauskeimen. Die robusten Mikroorganismen siedeln sich beim geschwächten Menschen gern im Dickdarm oder in der Lunge an.

Bei Menschen mit angeschlagenem Immunsystem können sie beispielsweise schwere Entzündungen, Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen auslösen.

Und wer im Krankenhaus liegt, der hat schließlich fast immer ein gestresstes Immunsystem.

Solche Krankheitskeime entwickeln im Laufe der Zeit allerhand Strategien, um den medizinischen Angriffen durch Medikamente besser Stand halten zu können. Wie Wiener Forscher kürzlich herausfanden, haben die Erreger  der Krankenhausinfektionen inzwischen sogar untereinander ein Frühwarnsystem entwickelt.

Mit diesem können  sie sich gegenseitig vor „aufgebrachten“ menschlichen Immunzellen warnen, die den Körper verteidigen und die Angreifer killen wollen.

Deutsche Forscher hatten zuvor bereits berichtet, dass bestimmte Bakterien in den Biofilmen der Klinik Giftstoffe zum Kampf gegen Zellen bilden, die der Menschen selbst entwickelt, um sich gegen die krankmachenden Angreifer zu schützen.

Wie es andere Länder handhaben

In den Niederlanden werden deutsche Patienten erst einmal in Quarantäne gesteckt, bevor sie behandelt werden. Denn unter den Kranken und Pflegebedürftigen in den Kliniken Deutschlands vermehrt sich rasant eine Hand voll bestimmter Bakterienstämme, die unter Umständen den Tod bringen.

Dass diese so effektiv zuschlagen können, liegt unter anderem daran, dass in den Krankenhäusern und Kliniken nicht immer einwandfreie hygienische Verhältnisse herrschen.

Schon wenn sich Ärzte und Pflegepersonal gründlicher und häufgiger die Hände waschen würden, könnte dir Zahl der Infektionen um 40 Prozent zurückgedrängt werden. Die Ausbreitung der Keime ist jedoch auch darauf zurückzuführen, dass diese resistent gegen Antibiotika sind – also auf ihre medikamentösen Feinde nicht mehr reagieren.

Viele der einst so hilfreichen Antibiotika heute sind heute gegen etliche Krankheitskeime machtlos geworden. E

iner der gefürchteten Folgen sind dann eben diese Krankenhausinfektionen, zu denen vor allem die gefürchtete Blutvergiftung sowie die im Krankenhaus  erworbene Lungenentzündung gehören.

Die Sepsis – wie die Blutvergiftung in der Medizin genannt wird – ist eine der am meisten unterschätzten Infektionen. Sie steht nach Herzinfarkt und Krebs an dritter Stelle der Todesursachen in Deutschland. Kaum jemand weiß, dass die meisten Blutvergiftungen im Krankenhaus auftreten.

Keime können auch Gutes bewirken

Chronische Entzündungen, die immer wieder aufflammen, sind oft schwer in den Griff zu bekommen. Die hartnäckigen Erreger trotzen jedem Antibiotikum, denn sie sind mitunter resistent geworden.

Autovaccinen – das sind individuell gewonnene Impfstoffe – können die Keime dauerhaft besiegen, denn sie stärken die Abwehr gegen die chronisch krank machenden Bakterien, sodass das Immunsystem wieder die Kontrolle über die Erreger erhält.

Auch bei Allergien können Autovaccinen die überschießenden Reaktionen bremsen.

Mit Autovaccinen können Sie nicht vorbeugen

Vaccinen sind Impfstoffe, die das Immunsystem stärken sollen, wobei grundsätzlich zwei Arten unterschieden werden: die vorbeugende Schutzimpfung und die Heilimpfung bei bestehenden Erkrankungen.

Jede Impfung beruht auf dem Prinzip, dass der Körper durch die Gabe von abgeschwächten oder abgetöteten Keimen Antikörper produziert, die eindringende oder bereits eingedrungene Erreger unschädlich machen können.

Autovaccinen (Eigen-Impfstoffe) sind Heilimpfungen und arbeiten mit Impfstoffen, die aus körpereigenen abgetöteten und speziell aufbereiteten Keimen hergestellt werden.

Bei diesen Erkrankungen werden Autovaccinen eingesetzt:

  • eitrige Hauterkrankungen wie Furunkulose und Akne
  • chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • wiederkehrende Harnwegs- und Genitalinfekte
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
  • Allergien (Heuschnupfen, allergisches Asthma)
  • Neurodermitis

Zur Herstellung Ihres persönlichen Eigenimpfstoffs benötigt Ihr Arzt körpereigenes Material, aus dem die Keime isoliert werden können.

Die Art des Ausgangsmaterials für den Impfstoff richtet sich nach der Krankheit, gegen die sie eingesetzt werden soll.

Daraus können Autovaccinen hergestellt werden:

  • Stuhl
  • Urin
  • Bronchialsekret
  • Eiter
  • Vaginalsekret

Stuhl- und Urinproben können Sie selbst nach Anweisung Ihres Arztes in einem Versandgefäß an ein Speziallabor schicken. Eiterproben und Vaginalsekret entnimmt Ihnen Ihr Arzt.

Im Labor werden Ihre Keime angezüchtet und aufbereitet

Bei allen entnommenen Proben werden zunächst die Erreger isoliert und anschließend bebrütet, um sie anzuzüchten. Sind sie in ausreichender Zahl vorhanden, werden die Keime abgetötet und in einer stufenweisen Verdünnungsreihe aufbereitet.

Je nach Indikation kann diese Aufbereitung vom Arzt in Form von Ampullen zur Injektion oder Tropfen zum Einnehmen bestellt werden.

Die Herstellung einer Autovaccine kann drei bis vier Wochen dauern, Sie bekommen Ihren Impfstoff dann über die von Ihnen vorab benannte Lieferapotheke gegen Vorlage eines Rezepts Ihres Arztes oder Heilpraktikers.

Sie erhalten Ihren Impfstoff in der Regel zweimal wöchentlich

Um Ihr Immunsystem schrittweise zu stimulieren, beginnt Ihr Arzt mit der stärksten Verdünnung und steigert die Konzentration der Keimaufbereitung nach einem festgelegten Schema.

Die meisten Eigenimpfungen haben die beste Wirkung, wenn sie mit feinen Nadeln unter die Haut gespritzt werden.

Wenn Sie Ihren Arzt jedoch nicht so häufig aufsuchen möchten oder ein Problem mit Injektionen haben, können Sie die Impfstoffe auch in Tropfenform einnehmen.

Bei beiden Anwendungsformen sollen zwischen den einzelnen Gaben jeweils zwei bis drei behandlungsfreie Tage liegen. Eine erfolgreiche Behandlung mit Autovaccinen erstreckt sich immer über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.

Autovaccin-Behandlungen werden nicht immer von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten für den Therapiezeitraum von drei Monaten können bei 200 bis 300 Euro liegen. Es lohnt sich jedoch in jedem Fall, vor Beginn der Behandlung wegen einer Kostenerstattung nachzufragen.

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Alte Kommentare
  • Roland Prukl schrieb am 07.05.2010, 07:40 Uhr

    Vermeiden Sie Krankenhäuser !

  • Ursula Menzel schrieb am 07.05.2010, 16:20 Uhr

    Liebe Frau Schneider, während des vergangenen Winters hörte ich im Verwandten- und Bekanntenkreis laufend von Krankheiten, ausgelöst durch Vieren, vorwiegend Schweinegrippe bzw. Magen- und Darmerkrankungen. Zwei meiner Nichten arbeiten als Krankenschwester, in deren Familien sich solche Krankheiten ereigneten. Da drängt sich mir die Frage auf: „Wie kann man sich vor Vieren schützen?“ So fällt mir der bekannte Grundsatz ein: „Vorbeugen ist besser als heilen.“ Also das Immunsystem intakt halten. Das versuchte ich, gerade während der kalten Jahreszeit, mit zusätzlichem Vitamin C. Natürlich achtete ich auch auf gesunde Ernährung mit Südfruchten, Apfelsinen, Mandarinen, Ananas. So bin ich, Gott sei Dank, von solchen Krankheiten verschont geblieben. Mit freundlichen Grüßen Ursula Menzel

    • Roland Prukl antwortete am 10.05.2010, 06:11 Uhr

      Liebe Frau Schneider ! Frau Ursula Menzel wird sicher nicht böse sein, wenn ich ihren Beitrag verbessere: ... während des vergangenen Winters hörte ich im Verwandten- und Bekanntenkreis laufend von Krankheiten, vorwiegend Schweinegrippe bzw. Magen- und Darmerkrankungen, ausgelöst durch Viren. Zwei meiner Nichten, in deren Familien sich solche Krankheiten ereigneten, arbeiten als Krankenschwestern. Mit besten Grüßen, Roland Prukl.

  • walter schrieb am 07.05.2010, 17:02 Uhr

    Liebe Silvia, wenn ich das richtig verstanden habe, hast du zum Thema: Was kann ich gegen Krankehauskeime tun? nichts gesagt . Dein Thema wäre gewesen : Mit welchen Keimen und damit verbundenen Gefahren hat man im Krankenhaus zu tun. Ich glaube, die Lesergemeinde interessiert sich brennend , was sie tun können um möglicht wenig mit diesen Keimen ausgesetzt zu sein. Also die Krankenschwester und den Chefarzt beim Hereinkommen gleich zum Waschbecken zu schicken, das Putzgeschwader erst garnicht hereinkommen lassen. Für die Desinfektion, wenn möglich also selber sorgen. Wenn es nicht geht , tja dann sehe ich schon die ersten Gefahren heranschleichen usw. alles Gute und liebe Grüße vom Chiemsee Walter

  • erika mohr schrieb am 11.05.2010, 23:01 Uhr

    Zur Infektabwehr sollte man sich mal Cistus 052 ansehen,es handelt sich um urheimische Medizin,ein Infektblocker aus der Zistrose und man muss es mit eigenen Augen lesen,gegen welche Bakterien und Viren man sich beim Lutschen der Tabletten schützen kann,einfach genial.Ich hab es wärend der akuten Ansteckungszeit immer gelutscht, wenn ich unter Menschen war.Viel Spass beim Staunen.

  • Erika Mohr schrieb am 11.05.2010, 23:16 Uhr

    Krankenhauskeime betreffend,kann man,wenn man unter dem Messer lag,hier in Deutschland wohl nur noch hoffen und beten oder aber,wenn man die Möglichkeit hat,sich in den Niederlanden operieren lassen.Dort gibt es die Keime nämlich nicht,weil man es dort mit der Sauberkeit sehr genau nimmt und wenn man weiss,dass durch die Keime bei uns mehr Menschen als im Strassenverkehr ums Leben kommen,könnte sich schon so eine Reise ins Nachbarland lohnen Auch schon damit man hier endlich wach wird.Ich wünsche uns allen eine Krankenhauslose Zeit.