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Immunsystem: 12 Tipps

In diesem Artikel haben wir eine Übersicht über unterschiedliche Methoden zum Aufbau eines starken Immunsystems für Sie:

1. Bauen Sie Übergewicht ab– am besten durch Sport. Übergewicht senkt ganz automatisch Ihre Immunabwehr. Treiben Sie aber Sport, purzeln nicht nur die Pfunde. Sie bauen zudem Ihre Muskeln wieder auf. Ohne Muskeln gibt es fast gar kein Immunsystem, denn die Muskeln sind die Eizelle des Immunsystems. Sie liefern das Eiweiß, aus dem sich Ihre Abwehr zusammensetzt.

2. Laufen Sie Ihr Immunsystem fit. Wir Mediziner wissen eines: Wenn Sie Ausdauertraining betreiben, stärken Sie Ihre Abwehrkräfte. Ihr Immunsystem wird rund 6-mal so fit. So können Sie Krankheiten wie Erkältungen, aber auch chronischen Beschwerden und sogar Krebs im wahrsten Sinne des Wortes davonlaufen.

3. Trinken Sie grünen Tee. Versuchen Sie einfach einmal, Ihre gewohnte Tasse Kaffee gegen grünen Tee auszutauschen. Er ist nicht nur lecker, sondern enthält zudem auch gesundheitsfördernde Antioxidantien, die Ihr Immunsystem stärken. Diese bewirken, dass Sie Ihr Krebsrisiko deutlich senken.

4. Jogurt gehört dazu.Um Ihren Darm zu stärken, sollten Sie jeden Tag einen Jogurt essen – es muss kein probiotischer sein. Schon in einem normalen Jogurt sind ausreichend Milchsäurebakterien enthalten, die Ihren Darm stärken. Denn der Darm ist das größte Immunsystem Ihres Körpers. Hier werden schon viele Krankheitserreger zurückgehalten – wenn Ihr Darm gesund ist.

5.Streuen Sie sich Haferflocken auf Ihr Müsli. Haferflocken führen heute ein Schattendasein – außer Sie sind krank, dann ist Haferschleim immer noch die erste Wahl. Aber auch, wenn Sie gesund sind, sollten Sie diese Flocken nicht außer Acht lassen. Sie sind eine hervorragende Quelle für Arginin. Das ist eine Aminosäure, die Ihr Immunsystem zur Stärkung braucht. Arginin regt nämlich Ihr Immunsystem an, besser und rascher zu arbeiten.

6. Fisch auf den Tisch! Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Seefisch reichlich enthalten sind, regen die Fresszellen Ihres Immunsystems an. Einmal pro Woche Lachs, Makrele, aber auch Hering kann ich Ihnen daher nur empfehlen.

7. Meiden Sie negativen Stress. Wenn Sie unter Druck stehen, der durch ein positives Ereignis hervorgerufen wird, kann Stress Sie zu Höchstleistungen anspornen. Negativer Stress dagegen, Druck, den Sie als belastend empfinden, macht Sie krank. Er regt die Ausschüttung von Adrenalin und Cortisol an. Diese beiden Stresshormone schwächen Ihr Immunsystem und legen Ihre Abwehr lahm.

8. Schlafen Sie viel und ausreichend. Acht Stunden Schlaf sorgen nicht nur für Erholung, sie steigern auch Ihre Abwehr. Während der Tiefschlafphasen werden in Ihrem Körper Botenstoffe ausgeschüttet. Ohne diese Stoffe könnten Sie nicht tief und fest schlummern. Gleichzeitig wirken sich diese Stoffe aber auch auf Ihr Immunsystem aus und verbessern die Abwehrfähigkeit Ihrer Immunzellen.

9. Lachen Sie einfach. Gute Laune verringert nicht nur die Ausschüttung von schädigenden Stresshormonen um rund 50 % (siehe auch Punkt 7). Lachen steigert auch die Anzahl der T-Lymphozyten in Ihrem Körper und verbessert dadurch Ihre Immunabwehr.

10. Auf die richtigen Vitamine kommt es an. Vitamin B6 wirkt sich sofort auf Ihr Immunsystem ausein Mangel senkt Ihre Abwehrkräfte deutlich. Zudem bleibt Ihr Vitamin B6-Bedarf nicht ein ganzes Leben lang gleich. Sind Sie über 40 Jahre, verdoppelt er sich auf bis zu 80 mg täglich. Darüber hinaus wissen wir Mediziner, dass täglich 5 mg Beta-Carotin und 400 mg Vitamin E Ihr Immunsystem vor dem Altern schützen. Wie Sie Ihren Bedarf an diesen wichtigen Vitaminen decken, erkennen Sie aus der Tabelle rechts.

11.Täglich sollten Sie 200 mg Chrom zu sich nehmen. Chrom verbessert die Wirkung von Insulin im Körper. Dies ist nicht nur dafür zuständig, Zucker in die Körperzellen zu schleusen, es stärkt auch die körpereigene Abwehr. Dazu empfehle ich Ihnen Chromhefe, die ich speziell für meine Patienten herstellen lasse, um das Immunsystem zu verbessern. Sie können sie in der Einhornapotheke Nürnberg unter der Telefonnummer 0911/226715 direkt bestellen.

12. Zink sollten Sie ebenfalls ständig zu sich nehmen. Wenn bei Ihnen zum Beispiel kleine Schnittwunden nicht oder nur schwer abheilen, liegt garantiert ein Zinkmangel vor. Auch Abwehr und Immungedächtnis sind gestört, wenn Ihr Zinkspiegel zu niedrig ist. Sie sollten daher bei einem schwachen Immunsystem immer auch Ihren Zinkspiegel im Blut messen lassen und – liegt er unter 1,2 bis 1,7 mg/l – mit einem Zinkpräparat auffüllen.

So stärken Sie Ihr Immunsystem auch im Alter

Als Erwachsener im fortgeschrittenen Alter stirbt man mit höherer Wahrscheinlichkeit an einer Grippe oder Lungenentzündung als an AIDS oder bei einem Verkehrsunfall. Der richtige Impfschutz schützt Sie in vielen Fällen vor diesen Infektionen.

Trotz der Fortschritte auf dem Gebiet der Medizin stehen Lungenentzündung und Grippe (Influenza) an fünfter Stelle der Todesursachen bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr.

Mit zunehmendem Alter lassen die natürlichen Abwehrkräfte gegenüber Infektionen ebenso nach wie die Funktion von Herz und Lungen.

Sobald die Jahreszeit für Grippe und Lungenentzündung naht, vergewissern Sie sich, dass Sie einen ausreichenden Impfschutz besitzen. Es stellt darüber hinaus eine gute Gelegenheit dar, um andere Impfungen zu überprüfen.

Die zwei Zweige des Immunsystems

Das Immunsytem arbeitet mit zwei Bereichen. Einmal verfügt es über die angeborene unspezifische Immunität, die das Baby mit auf die Welt bringt. Dieser Bereich erkennt eingedrungene Keime als fremd und bekämpft sie.

Das Immunsystem ist aber lernfähig und entwickelt sich ständig weiter. Durch wiederholten Kontakt mit Krankheitserregern bildet sich eine neue, spezifische Immunität, die man als erworben bezeichnet.

Diese spezifische Immunität bildet nach dem Kontakt mit Erregern Antikörper.

Sie reagiert bei einer zweiten Infektion mit dem gleichen Erreger schnell und leitet die Abwehrmechanismen ein. Beide Zweige des Immunsystems kommunizieren miteinander und arbeiten eng zusammen.

Bisher nahm man an, dass im Alter vor allem die spezifische Immunität abschwächt. Dabei nehmen die Killerzellen ab. Sie gehören zu den Lymphozyten und vernichten infizierte Körperzellen samt den Krankheitserregern.

Ein Mangel an Killerzellen bedeutet, dass Infektionen mit Viren und einigen Bakterienarten häufiger auftreten und schwerer verlaufen.

Das ist bei älteren Menschen häufig der Fall. Des Weiteren erklärt man damit das größere Krebsrisiko.

Die Trägheit der Immunzellen

Offensichtlich ist das nur die halbe Wahrheit. Ältere Menschen erkranken häufiger an Infektionen mit Bakterien, zum Beispiel Pneumokokken, die eine Lungenentzündung hervorrufen.

Für diese Bakterien fordert es die Fresszellen der angeborenen Immunabwehr, die bisher als lebenslang intakt galt. Wie kommt es also zu diesen schweren Infektionen?

Neuere Forschungen zeigten, dass sich im Alter Fehler in derKommunikation des Immunsystems einschleichen. Bestimmte Fresszellen (Granulozyten) reagieren nicht mehr so gut wie in der Jugend auf die Nachrichten, welche ihnen körpereigene Botenstoffe übermitteln.

Die Fresszellen bleiben länger inaktiv, sie sind nicht mehr so fix wie früher. Das gibt der Infektion mehr Chancen, sich auszubreiten. Setzt die Abwehr endlich ein, hat sie es mit einem wesentlich stärkeren Gegner zu tun.

Impfungen helfen Ihrer Abwehr

In diesen Zusammenhang gehört die Beobachtung, dass Impfungen bei älteren Menschen öfter als bei jungen Menschen weniger gut wirken.

Das heißt, manche Ältere bilden nicht so schnell oder so ausgeprägt Antikörper wie junge Menschen. Wen das betrifft, lässt sich vorher nicht sagen. Doch ein trainiertes Immunsystem besitzt die besseren Chancen, aufgeweckt zu bleiben.

Selbst wenn der Schutz durch eine Impfung schwächer ausfällt als erwartet, ist das Immunsystem des alten Menschen immer besser auf die Auseinandersetzung mit den Erregern vorbereitet, als wenn keine Impfung erfolgt.

Dies sieht man deutlich an den allgemein für Ältere empfohlenen Impfungen gegen Pneumokokken oder Influenza-Viren (Auslöser der echten Grippe).

Diese Erkrankungen sind gerade für alte Menschen gefährlich. 80 bis 90 Prozent der Todesfälle durch Influenza oder Pneumokokken treffen die über 60-Jährigen.

Die Grippeimpfung

In der Regel kommt es jedes Jahr zu neuen Ausbrüchen von grippeähnlichen Erkrankungen mit schätzungsweise 10.000 bis 40.000 Toten in den USA als Folge der Krankheit.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts starben 1992 in Deutschland 216 Menschen an der „Grippe“. Bis zu 90 Prozent der Todesfälle betrafen Erwachsene ab dem 65. Lebensjahr. Die meisten Erwachsenen, die an Grippe starben, zeigten zudem Herz- oder Lungenerkrankungen.

Eine Grippe endet unter Umständen jedoch auch für gesunde Erwachsene im fortgeschrittenen Alter tödlich.

Die Grippeimpfung beugte zu 60 bis 70 Prozent der Grippeerkrankung und bis zu 90 Prozent den grippebedingten Todesfällen vor. Wenn Sie 65 Jahre oder älter sind, besorgen Sie sich einmal jährlich im Oktober eine Spritze gegen Grippe.

Durch die Impfung im Spätsommer oder Herbst erreicht Ihre Immunität zur Grippesaison (Ende Dezember bis Anfang März) den höchsten Wirkungsgrad.

Durch die Impfung erkranken Sie nicht an der Grippe. Üblicherweise rechnet man mit leichten Nebenwirkungen wie etwa einer Rötung der Einstichstelle.

Impfung gegen Lungenentzündung (Pneumonie)

Ein Drittel der Lungenentzündungen bei Erwachsenen entsteht durch Pneumokokken-Bakterien. Obwohl die meisten eine Lungenentzündung mit Antibiotika erfolgreich behandeln, sind manche Bakterien gegen Antibiotika resistent.

Wenn Sie über 65 Jahre alt sind oder als besonders gefährdet für Lungenentzündung gelten, impfen Sie sich einmalig gegen eine durch Pneumokokken verursachte Lungenentzündung.

Eine Spritze genügt bei den meisten Patienten für eine lebenslange Immunität. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für diese Impfung.

Die Immunisierung reduziert Ihr Risiko, an einer Pneumokokken-Lungenentzündung zu erkranken. Sie schützt Sie nicht gegen alle Arten von Lungenentzündungen.

Eventuell benötigte Impfungen

Tetanus und Diphtherie gelten heutzutage in Deutschland nahezu ausschließlich als Erkrankungen Erwachsener. In den USA beobachtet man jährlich etwa 100 Fälle von Tetanus.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts meldete man 1992 in Deutschland einen Fall von Diphtherie und 14 Fälle von Tetanus. Fast alle Fälle von Tetanus und Diphtherie treten bei Erwachsenen auf, die in ihrer Kindheit nie den vollständigen Impfschutz für diese Krankheiten erhielten.

Mehr als die Hälfte der gemeldeten Tetanusfälle betrafen Erwachsene über 60 Jahre. Üblicherweise tritt die Infektion bei Platzwunden oder relativ tiefen und unzureichend gesäuberten Wunden auf.

Bitten Sie Ihren Arzt gegebenenfalls festzustellen, ob Sie im Kindesalter eine ausreichende Grundimmunisierung gegen Tetanus und Diphtherie in Form von drei Impfungen erhielten.

Lassen Sie sich danach alle zehn Jahre eine Auffrischimpfung verabreichen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Auffrischimpfung im Alter von 50 Jahren. Wenn Sie eine Wunde mit hohem Infektionsrisiko aufweisen, sollte man Sie erneut impfen.

Impfung gegen Hepatitis A

Kürzlich gab die amerikanische Food and Drug Administration Harvix frei, den ersten Impfstoff gegen den Hepatitis-A-Virus. Dieser Virus überträgt sich durch mangelnde Hygiene und verseuchte Lebensmittel bzw. Trinkwasser.

Er verursacht Hepatitis, eine hochansteckende Infektion der Leber. Zu den damit verbundenen Beschwerden zählen Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und der Augen).

Für einen lebenslangen Schutz empfehlen die amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention in folgenden Fällen zwei Impfungen im Abstand von sechs Monaten:

  • Reisen in Länder außerhalb Westeuropas, mit Ausnahme von Australien, Kanada, Japan, Neuseeland und den Vereinigten Staaten
  • bei chronischen Lebererkrankungen
  • wenn Sie in einer Gemeinschaft leben, in der ein Fall von Hepatitis A vorliegt
  • wenn Sie Kontakt zu einer Person haben, die an dieser Krankheit leidet
  • wenn Sie Arzneimittel selbst spritzen
  • bei Männern, die männliche Sexualpartner haben

Weitere mögliche Impfungen

Zwei Arzneimittelhersteller bieten eine wirksame Impfung an, die man in Europa und Asien einsetzt. Wissenschaftler arbeiten darüber hinaus intensiv an der Entwicklung folgender Impfstoffe:

  • HIV-Impfstoffe zur Verhütung und Behandlung von AIDS
  • Anti-Krebs-Impfstoffe, insbesondere gegen Melanome, eine tödliche Hautkrebsart
  • ein verbesserter Impfstoff gegen die Pneumokokken-Lungenentzündung mit größerer und länger anhaltender Immunitä
  • ein neuer Impfstoff gegen Grippe, den man oral oder als Nasentropfen verabreicht
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