Immunsystem
Keine Chance für Krankheiten
1,5 Kilogramm Eiweiß halten Sie gesund. Denn aus dieser Menge an Eiweiß besteht Ihr Immunsystem. Es schützt Sie vor Krankheitserregern und produziert Stoffe, die Sie glücklich machen und so gesund halten. Aber von nichts kommt nichts: Auch um Ihr Immunsystem müssen Sie sich kümmern, damit es stark bleibt. Doch das geht teilweise sogar ganz einfach und quasi „nebenbei“ – wie ich Ihnen in diesem Artikel zeigen möchte.
Ihr Immunsystem ist nur so gut, wie Sie es machen. Instinktiv fangen schon Kleinkinder damit an, indem sie zum Beispiel Dreck in den Mund stecken. Natürlich ist das für Erwachsene „Pfui“, aber für das Immunsystem ist es Training. Denn die Abwehr kann nur auf Krankheitserreger reagieren, wenn sie diese kennt. Erst dann produziert sie Antikörper gegen diesen Feind. Diese Antikörper sind in der Lage, den Krankheitserreger zu ummanteln und festzuhalten, damit die Fresszellen, die Makrophagen, ihn vernichten können.
Im Laufe Ihres Lebens kommen Sie mit Millionen solcher Feinde in Kontakt – das kann ein Erreger der Magen-Darm-Grippe sein oder ein Schnupfenvirus. Nach dem ersten Kontakt sind die Erreger im Immungedächtnis gespeichert, Antikörper existieren in Ihrem Körper.
Ein gesundes Immunsystem macht Sie glücklich
Tritt der Erreger ein zweites Mal in Erscheinung, wird er sofort von den Antikörpern vernichtet. Sie sind tatsächlich immun. Aber Ihr Immunsystem kann noch mehr. Denn nicht nur Krankheitserreger hält es fern. Es kann sogar Endorphine produzieren. Diese Stoffe werden auch als körpereigene Opiate bezeichnet. Sie sorgen dafür, dass Sie glücklich sind – ebenfalls ein aktiver Beitrag zu Ihrer Gesundheit. Denn dauerhafte Traurigkeit macht Sie krank.
Stärken Sie Ihre Abwehr mit Eiweiß
Ihr Immunsystem besteht aus Eiweiß – dem Stoff, von dem ich immer predige, dass Sie ihn ausreichend zu sich nehmen müssen. Im Fall des Immunsystems ist das gerade dann nötig, wenn Sie krank sind. Denn schon nach einer einwöchigen Grippe, bei der Ihnen so elend ist, dass Sie nichts essen wollen, haben Sie die Hälfte Ihres Immunsystems abgebaut. Nach einer solchen Krankheit sollten Sie auf althergebrachte Hausmannskost setzen, wie z. B. Kartoffeln mit Quark oder Ei. Zum einen schmecken solche einfachen Gerichte gut, wenn Sie noch geschwächt sind. Zum anderen nehmen Sie so das dringend benötigte Eiweiß zu sich.
Wichtig: Fügen Sie Glutamin haltigen Lebensmitteln immer einen Spritzer Zitrone hinzu. Die Säure hilft Ihrem Körper, das Glutamin gut zu verwerten.
Glutathion schützt Sie vor Krebs und chronischen Krankheiten
Eine Aminosäure ist ganz besonders wichtig, wenn es um ein gesundes Immunsystem geht: Glutathion. Wir wissen, dass Menschen, die einen hohen Glutathion-Spiegel im Blut aufweisen, um ein Drittel weniger an Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes erkranken. Das liegt an den Fähigkeiten des Glutathions:
Es verjüngt ein altes Immunsystem. Erhalten die Immunzellen viel Glutathion, werden sie aktiv. Verringert man dagegen die Glutathion-Zufuhr, hört das Immunsystem nicht nur auf, Bakterien und Viren anzugreifen, sondern vernichtet sich sogar selbst. Das lässt sich in eindrucksvollen Zahlen belegen: zwei Drittel aller Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden, haben einen Glutathion-Mangel.
Glutathion schützt Sie vor oxidiertem Fett. Das sind Fettsäuren, die freie Radikale freisetzen und so die Körperzellen schädigen. Glutathion dagegen hat die Fähigkeit, diese Fettsäuren schon im Darm unschädlich zu machen.
Glutathion schützt Sie vor Krebs. Auch das haben verschiedene Studien ergeben: Diejenigen Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, das sie mit ausreichend Glutathion versorgt, erkranken deutlich seltener an Krebs.
Wie aber können Sie Glutathion zu sich nehmen?
Dieser Immunstärker besteht aus drei Aminosäuren: aus Glutamin, Glycin und Cystein. Die erste ist am wichtigsten – Glutamin brauchen Sie, denn diese Aminosäure kurbelt im Vergleich zu den beiden anderen massiv die Bildung von Glutathion an. Enthalten ist Glutamin in Quark, Hüttenkäse und Fisch, aber auch in Hülsenfrüchten.
Sie können auch Glutathion direkt aufnehmen. Es ist in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten, zum Beipsiel in Erdbeeren, Tomaten, Wassermelonen, Brokkoli, Weißkohl und Grapefruit. Achten Sie einfach darauf, einige dieser Speisen immer wieder, Tag für Tag, in Ihren Speiseplan einzubauen. Heute eine Portion Erdbeeren, morgen eine Achtel Melone, übermorgen drei Tomaten … So decken Sie Ihren Bedarf ganz automatisch.
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